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SARS-CoV-2 und Schwangerschaft

Im Mai 2022 wurde unter der Federführung von Prof. Dr. Ulrich Pecks, Leiter der Geburtshilfe am Campus Kiel, die aktualisierte Behandlungsleitlinie zu SARS-CoV-2 in der Schwangerschaft, bei Geburt und im Wochenbett veröffentlicht. Mit der S2k-Leitlinie werden die relevanten wissenschaftlichen Kenntnisse gebündelt, um die Versorgung der Patientinnen zu verbessern und den betreuenden Medizinerinnen und Medizinern Behandlungsempfehlungen zu geben.

Möglich wurde Beantwortung zentraler medizinischer Fragestellungen auch durch die Auswertung von Daten des CRONOS-Registers, das Prof. Pecks als Studienleiter gemeinsam mit Prof. Dr. Mario Rüdiger, Direktor des Zentrums für feto-neonatale Gesundheit am Universitätsklinikum Dresden, koordiniert. Seit Beginn der Pandemie haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsnetzwerkes der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin mit dem CRONOS-Projekt (Covid-19 Related Obstetric and Neonatal Outcome Study in Germany) strukturiert Daten zu den Auswirkungen von SARS-CoV-2 auf Schwangerschaft und Geburt erfasst. Das Register bündelt die Expertise von mehr als 120 deutschen Kliniken.

Eine zentrale Erkenntnis lautet: Bei geimpften schwangeren Frauen verläuft die Erkrankung meist mit milden oder keinen Symptomen. Eine Reduktion stationärer Aufnahmen wegen COVID-19 unter geimpften Schwangeren lässt sich auch in der aktuellen Omicron-Phase darstellen. Das Risiko für einen schweren Verlauf an COVID-19 steigt generell mit der Schwangerschaftswoche an zu der sich die Frau infiziert hat, und ist um die 30. SSW am höchsten. Die Auswertung von Daten zu knapp 3500 betroffenen Schwangeren aus CRONOS wurde im Juli 2022 im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht.

Ebenfalls auf Daten des CRONOS-Registers basierten zwei im Mai 2022 unter Beteiligung des UKSH veröffentlichte Studien, die die Auswirkungen von Covid-19 bei Schwangerschaftsdiabetes und bei Schwangerschaften nach künstlicher Befruchtung untersucht haben.