
Die Stammzell- und Immuntherapie der Klinik für Innere Medizin II, Campus Kiel, hat im Juli 2022 ein weiteres wichtiges Prüfsiegel erhalten: Für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit CAR-T-Zellen wurde die Einrichtung von der internationalen JACIE-Organisation akkreditiert – zusätzlich zum bereits bestehenden JACIE-Zertifikat für die Stammzelltherapie. Damit erhalten die Expertinnen und Experten eines der höchsten internationalen Qualitätssiegel für diese hochspezialisierte und innovative Therapieform.
Die Behandlung mit CAR-T-Zellen zählt zu den individualisierten Krebsimmuntherapien, die bei bestimmten onkologischen Blut- bzw. Lymphdrüsenkrebserkrankungen eingesetzt werden kann. Bei der CAR-T-Zell-Therapie werden T-Zellen aus dem Blut des Patienten oder der Patientin gewonnen, die dann im Labor gentechnisch so verändert werden, dass sie sogenannte chimäre Antigenrezeptoren (CAR) auf ihrer Oberfläche bilden, die gegen krebsspezifische Oberflächenproteine gerichtet sind. Die Immunzellen werden somit künstlich auf den Krebs „scharf geschaltet“. Die so veränderten Zellen werden den Erkrankten zurückinfundiert, wo sie sich idealerweise vermehren und zu einer Immunreaktion gegen den Krebs führen. Das UKSH, Campus Kiel, ist die einzige Einrichtung in Schleswig-Holstein, die das sehr aufwändige und teure Verfahren für Erwachsene und Kinder anwenden darf.