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Risikofaktoren für Leukämie im Erwachsenenalter

Forschenden der KFO \ Forschenden der KFO "CATCH ALL" gelang es, bislang unbekannte genetische Risikofaktoren als Ursache für Therapieresistenzen bei BCP-ALL zu identifizieren.

Krebsforschende am UKSH, Campus Kiel, und an der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) haben in einer Forschungsarbeit zu den genetischen Ursachen der Akuten Lymphoblastischen Leukämie (ALL) im April 2022 Ansätze für eine verbesserte Therapie von erwachsenen Blutkrebspatientinnen und -patienten beschrieben. Kinder, aber auch Erwachsene jeden Lebensalters, erkranken an dieser Form der Leukämie. Sie geht von bösartig entarteten Vorläuferzellen bestimmter weißer Blutkörperchen aus und verursacht eine schnell fortschreitende Verminderung der Knochenmarksfunktion und damit eine gestörte Blutbildung. Unbehandelt kann sie innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen. Die häufigste Form dieses Blutkrebses ist die sogenannte B-Vorläufer-ALL (BCP-ALL), rund 500 Erwachsene in Deutschland erhalten jährlich neu diese Diagnose. Während im Kindesalter etwa 90 Prozent der Patientinnen und Patienten eine BCP-ALL überleben, sinkt diese Quote auf nur etwa 40 Prozent bei Erwachsenen.

Im Rahmen der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Klinischen Forschungsgruppe „CATCH ALL – Heilungsperspektive für alle Erwachsenen und Kinder mit Akuter Lymphoblastischer Leukämie (ALL)“ gelang es den Klinikerinnen, Klinikern und Forschenden um Prof. Dr. Claudia Baldus und Dr. Lorenz Bastian aus der Klinik für Innere Medizin II mit den Schwerpunkten Hämatologie und Onkologie, Campus Kiel, bislang unbekannte genetische Risikofaktoren als Ursache für Therapieresistenzen bei BCP-ALL-Betroffenen im Erwachsenenalter zu identifizieren. Den Forschenden, die im Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein am UKSH und im Kiel Oncology Network an der CAU organisiert sind, wiesen zudem auf neuartige Ansätze für verbesserte Präzisions-Therapien bei dieser Gruppe von Betroffenen hin, die auf einer Kombination aus Antikörper-Immuntherapie und Stammzelltransplantationen beruhen. Ihre neuen Ergebnisse, die auch Ausdruck einer übergreifenden Zusammenarbeit mit dem Institut für Klinische Molekularbiologie von CAU und UKSH sowie dem UKSH, Campus Lübeck, sind, veröffentlichten die Kieler Forschenden gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der GMALL-Studiengruppe in der Fachzeitschrift Leukemia.