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DFG-Studie für erhöhte Sicherheit in der Pankreaschirurgie

Operationen an der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gehören zu den komplexesten Eingriffen der Bauchchirurgie. In einer internationalen Studie unter der Leitung der Klinik für Chirurgie, Campus Lübeck, soll untersucht werden, ob sich Komplikationen durch die Gabe von Medikamenten zur Immunsystem-Hemmung verringern lassen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben, das an sogenannten High-Volume-Zentren (Spitzenzentren) für Pankreaschirurgie in Deutschland und Europa durchgeführt wird, von 2023 bis 2026 mit einem Betrag von über 2,4 Millionen Euro.

In den vergangenen Jahrzehnten hat es in der Pankreaschirurgie erhebliche Fortschritte gegeben. Dennoch bleibt die Rate leichter, aber auch schwerwiegender Komplikationen insgesamt sehr hoch. Die bedrohlichste Komplikation nach einer Bauchspeicheldrüsenoperation ist die Ausbildung einer Pankreasfistel, da diese aufgrund der Aggressivität des austretenden Bauchspeicheldrüsensekretes häufig weitere Komplikationen nach sich zieht. „Neue vielversprechende Vorergebnisse deuten darauf hin, dass die Gabe bestimmter immunsuppressiver Medikamente, wie Hydrokortison, dazu beitragen kann, die Rate perioperativer Pankreatitis sowie Pankreasfisteln und somit die Komplikationsrate nach Pankreasoperationen erheblich zu verringern“, sagte Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Tobias Keck, Direktor der Klinik für Chirurgie, Campus Lübeck.

Prof. Dr. Dr. h.c. Tobias Keck

Prof. Dr. Dr. h.c. Tobias Keck
Direktor der Klinik für Chirurgie
UKSH, Campus Lübeck

Prof. Dr. Ulrich Wellner

Prof. Dr. Ulrich Wellner
Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Chirurgie
UKSH, Campus Lübeck