Atrioventrikuläre Klappen (Mitral- und Trikuspidalklappe)

Katheter-gestützte Eingriffe der Mitralklappe

Die Mitralklappe kann undicht werden (insuffizient) oder verengen (stenosieren). Beide Erkrankungen können zu eingeschränkter Belastbarkeit, Kurzatmigkeit und/oder Herzrhythmusstörungen führen.

In der Kardiologie halten wir sämtliche Katheter-gestützten Verfahren zur Behandlung von Mitralklappeninsuffizienz und Mitralklappenstenose vor. Das sind im Einzelnen:

  • Reparaturverfahren (z.B. MitraClip, PASCAL)

  • Raffungen des Mitralklappenrings (Annuloplastie)

  • Klappenersatz (transfemoral)

  • Klappensprengung (Valvuloplastie)

Alle Verfahren erfolgen über eine Punktion der Leistengefäße. Strenggenommen nehmen wir die Herzklappenbehandlung damit ferngesteuert vor, durch unsere Katheter-Systeme. Um im Vorfeld das geeignetste Verfahren auszuwählen, sehen wir unsere Patienten für eine differenzierte Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie von außen am Brustkorb und aus der Speiseröhre) und häufig auch eine Computertomographie.

Die Entscheidung für die jeweilige Therapie treffen wir gemeinsam mit unseren KollegInnen aus der Herzchirurgie im sog. Herz-Team. Unser Anspruch ist für jeden Patienten/in das geeignetste Verfahren zu wählen. Hierbei berücksichtigen wir das individuelle Eingriffsrisiko, Nebenerkrankungen und genauso wichtig, die Wünsche unserer Patienten.

Der typische Ablauf einer Katheter-gestützten Behandlung der Mitralklappe ist folgender:

  • Voruntersuchungen im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts (1 Nacht) oder wenn möglich ambulant (Herzkatheteruntersuchung, Ultraschall, Computertomographie)

  • Katheter-gestützte Behandlung im Rahmen eines zweiten stationären Aufenthalts (3 Nächte) mit Aufnahme und Voruntersuchungen am Vortag des Eingriffs.

  • Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Nach dem Eingriff ist in aller Regel nur eine kurze Überwachung im Aufwachraum notwendig. Ein Stationswechsel (z.B. Intensivstation) ist nicht notwendig.

  • Noch am Tag des Eingriffs können unsere Patienten aufstehen. Am Folgetag finden Kontrolluntersuchungen statt (Blutentnahme, Ultraschall), am zweiten Tag nach dem Eingriff erfolgt die Entlassung.


Katheter-gestützte Eingriffe der Trikuspidalklappe

Die Trikuspidalklappe kann undicht werden (Insuffizienz), oder ganz selten auch verengen (Stenose). Die Trikuspidalinsuffizienz ist häufig mit Wasseransammlungen in den Beiden und Luftnot vergesellschaftet. Sie entwickelt sich auf dem Boden verschiedener Herz- und Lungenerkrankungen.

In der Kardiologie halten wir sämtliche Katheter-gestützten Verfahren zur Behandlung der Trikuspidalklappeninsuffizienz vor. Das sind im Einzelnen:

  • Reparaturverfahren (z.B. TriClip, PASCAL)

  • Raffungen des Trikuspidalklappenrings (Annuloplastie)

  • Klappenersatz (transfemoral)

Alle Verfahren erfolgen über eine Punktion der Leistengefäße. Strenggenommen nehmen wir die Herzklappenbehandlung damit ferngesteuert vor, durch unserer Katheter-Systeme. Um im Vorfeld das geeignetste Verfahren auszuwählen, sehen wir unsere Patienten für eine differenzierte Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie von außen am Brustkorb und aus der Speiseröhre), eine Herzkatheteruntersuchung (Links- und Rechtsherzkatheter) und häufig auch eine Computertomographie.

Die Entscheidung für die jeweilige Therapie treffen wir gemeinsam mit unseren KollegInnen aus der Herzchirurgie im sog. Herz-Team. Unser Anspruch ist für jeden Patienten/in das geeignetste Verfahren zu wählen. Hierbei berücksichtigen wir das individuelle Eingriffsrisiko, Nebenerkrankungen und genauso wichtig, die Wünsche unserer Patienten.

Der typische Ablauf einer Katheter-gestützten Behandlung der Mitralklappe ist folgender:

  • Voruntersuchungen im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts (1 Nacht) oder wenn möglich ambulant (Herzkatheteruntersuchung, Ultraschall, Computertomographie)

  • Katheter-gestützte Behandlung im Rahmen eines zweiten stationären Aufenthalts (3 Nächte) mit Aufnahme und Voruntersuchungen am Vortag des Eingriffs.

  • Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Nach dem Eingriff ist in aller Regel nur eine kurze Überwachung im Aufwachraum notwendig. Ein Stationswechsel (z.B. Intensivstation) ist nicht notwendig.

  • Noch am Tag des Eingriffs können unsere Patienten aufstehen. Am Folgetag finden Kontrolluntersuchungen statt (Blutentnahme, Ultraschall), am zweiten Tag nach dem Eingriff erfolgt die Entlassung.