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Kardiale Magnetresonanztomographie (Kardio MRT, CMR)

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Haus C und K3 (siehe Lageplan [pdf])

Die Kardio MRT ermöglicht unter Einfluß starker Magnetfelder (≥ 1,5 tesla; ohne Röntgenstrahlung) bei guter räumlicher und sehr guter zeitlicher Auflösung Untersuchungen des Herzens. Dabei kann die Kardio MRT hilfreich sein, wenn Ultraschall (Echokardiographie) eine unzureichende Bildqualität liefert, die Kardio MRT eine präzisere BIldgebung erwarten lässt oder zusätzliche Informationen erbringen soll.

Zu unterscheiden sind Beurteilungen der kardialen Morphologie (Anatomie des Herzens) von kardialen Funktionsuntersuchungen:

Für morphologische Untersuchungen stehen die Darstellung von Herzwänden und -scheidewände, der Herzklappen, des Herzbeutels (Perikard) und der angrenzenden Strukturen (zuführende und abgehende Gefäße, Lunge, Lymphknoten etc.). Nachweisbar können pathologische Strukturen sein, wie intracavitäre/parakardiale Raumforderungen (Thromben, Tumoren, Zysten etc.) und ihre genaue räumliche Zuordnung, anomale Kammerkonfigurationen (z. B. Differenzialmorphologie bei Kardiomyopathie), Klappendefekte, aber auch vielfältige angeborene Herzfehler, die u. a. mit sog. Shunts einhergehen können (z. B. fehlmündende Lungenvenen, Vorhof-/Ventrikelseptumdefekte, Ductus Botalli, MAPCAs etc.).

Komplementär zu anderen Untersuchungsverfahren kann die Kardio MRT Veränderungen des Herzmuskels zur Darstellung bringen - z. B. ein myokardiales Ödem als Zeichen einer floriden Myokarditis oder intramurale Fetteinschlüsse bei Arrhythmogener Rechtsventrikulärer Kardiomyopathie (ARVC). Nach Kontrastmittelgabe (Gadolinium) kann eine späte Signalanhebung (sog. „Late Enhancement“) subendokardial ein Infarktareal nachweisen oder das Areal einer chronischen Ischämie markieren. Ein Late Enhancement und sein Verteilungsmuster anderer Art kann spezifisch sein für Kardiomyopathien bzw. für die kardiale Beteiligung bestimmter Systemerkrankungen.

Die rechts- und linksventrikuläre Funktionsanalyse ermöglicht neben der volumetrischen Bestimmung der Herzmuskelmasse die exakte Volumetrie der Herzhöhlen („Scheibchensummation“ entspr. der modifizierten Simpson Methode), Grundlage für Messungen des Schlagvolumens, der enddiastolischen und endsystolischen Kammervolumina und der prognostisch relevanten Ejektionsfraktion. Dabei dienen Cine-Sequenzen der visuellen und planimetrischen Bestimmung der kardialen Kinetik. Neue aufwendigere Techniken helfen die kardiale (evtl. pathologische) Kinetik präzise darzustellen, ermöglichen die Darstellung der diastolischen Funktion sowie Flussmessungen und Shuntbestimmungen. Zwecks Graduierung relevanter Herzklappeninsuffizienzen lassen sich Regurgitationsvolumina bestimmen.

Die Ischämiediagnostik mittels Kardio MRT nutzt den Vorteil einer vergleichsweise hohen Ortsauflösung. Sie dient dem Nachweis relevanter Durchblutungsstörungen bei koronarer Herzkrankheit oder koronarer Abgangsanomalie (sog. „Streß-MRT“ mittels Adenosin oder Dobutamin). Die Vitalitätsdiagnostik hingegen dient z. B. nach Infarkten oder bei chronischer Durchblutungsstörung dem Nachweis erhaltenen Restmuskelgewebes oder auch unwiederbringlichen Narbengewebes.

Die gut validierte Kardio MRT basierte Ischämie- und Vitalitätsdiagnostik bildet die Grundlage sowohl für eine rationale Indikationsstellung als auch für nichtinvasive Therapiekontrollen.

Welche Fragen sollten vor der Kardio MRT Untersuchung also geklärt sein?

  1. Bekannte MRT-Kontraindikationen (Metallimplantate, Platzangst)?
  2. Ist ein Asthma bronchiale bekannt?
  3. Liegt ein aktuelles EKG zur Klärung von Herzfrequenz, Herzrhythmus, Überleitungsstörungen (Bradykardien) vor?
  4. Besteht eine dialysepflichtige Niereninsuffizienz?

 

Vor der Kardio MRT

  • Vor Stressuntersuchung nach Rücksprache ggf. Betablocker pausieren.
  • Vier Stunden Nüchternheit vor der Untersuchung.
  • Die übrige Hausmedikation soll mit einem Schluck Wasser eingenommen werden

 

Gerne nach persönlicher Rücksprache:

Dr. med. Matthias Eden
Dr. med. Ulrike Ellendt