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Kardiale Mehrschicht Computertomographie (Kardio CT)

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Haus C und K3 (siehe Lageplan [pdf])

Basierend auf der konventionellen Computertomographie (CT) ist die Kardio CT ein Röntgenverfahren, bei dem der Patient auf Herzhöhe ca. 12 cm durch die Gantry (Röhre) gefahren wird. Währenddessen rotiert ein Röntgenröhren-Detektorensystem in hoher Geschwindigkeit um ihn herum. Innerhalb der Schicht, die der Röntgenstrahl durchdrungen hat, kann jedem Punkt im Körper des Patienten eine Information zugeordnet werden. So entsteht ein Schichtbild (Tomogramm), in dem der Körper des Patienten aus Punkten mit unterschiedlicher Graustufenscala besteht. Diese Scala umfasst 2000 Werte („Hounsefield Einheiten“, HU), die das Spektrum sehr niedriger Dichte für Luft (z.B. in der Lunge) und sehr hoher Dichte für Kalk bilden. Die besondere Stärke dieser Untersuchungstechnik ist die sehr gute räumliche Auflösung, die auf Grundlage des entstandenen Volumenbilddatensatzes eine Analyse auch von sehr kleinen Strukturen des Herzens gewährleistet.

Bei der Kardio CT unterscheidet man zwei Untersuchungsarten: Die Untersuchung ohne und die Untersuchung mit Kontrastmittel:

Die Kardio CT ohne Kontrastmittel dient dem sog. Kalk-Screening („Calcium-Scoring“) im Rahmen der kardiovaskulären Risikostratifizierung. Nach Bestimmung des koronaren Kalkgehaltes und Korrelation mit alters- und geschlechtspezifischen Daten epidemiologischer Studien läßt sich das individuelle Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse in den Folgejahren bestimmen.

Die Kardio CT mit Kontrastmittel dient primär der nichtinvasiven Koronarangiographie (Darstellung des Herzkranzgefäßsystems) und ist infolge einer rapiden Weiterentwicklung der unumstrittene Referenzstandard der nichtinvasiven Koronarangiographie. Aus gut validierten Daten resultieren die klassischen Indikationen: 1.) Ausschluss einer relevanten koronaren Herzkrankheit (KHK) bei Patienten mit mittlerer KHK-Vortestwahrscheinlichkeit aber unklarer Befundkonstellation, 2.) Ausschluss/Klärung koronarer Abgangsanomalien und 3.) Evaluation der aortalen Metrik vor minimalinvasivem Aortenklappenersatz (TAVI, transcatheter aortic valve implantation). Die Kardio CT basierte nichtinvasive Koronarangiographie ermöglicht neben Bypassdarstellungen und der quantitativen Erfassung von koronarer Arteriosklerose auch die Plaquedifferenzierung.

Die nach Kontrastmittelgabe erreichte Kontrastierung des gesamten Herzens erlaubt auch die Beurteilung extrakoronarer Strukturen wie der Herzhöhlen und -wände, der zuführenden und abgehenden Gefäße, des Herzskelettes und der Herzklappen, des Herzbeutels etc. Im Gegensatz zur selektive Koronarangiograhie i. R. der Herzkatheteruntersuchung handelt es sich um eine Kard-Angiographie. Zu den entsprechend ableitbaren Patholgien gehören z. B. intra-/parakardiale Raumforderungen, Aneurysmata und assoziierte Thromben, Gefäßektasien und -kompressionen, endokarditische Abszesshöhlen und strukturelle Herzklappenfehler sowie Verkalkungsmuster bei Pericarditis constrictiva calcarea, der Aortenklappe (TAVI-Planning) oder Porzellanaorta. Dabei kann die Kardio CT - komplementär zu echokardiographischen oder magnetresonanztomgraphischen Vorbefunden - vervollständigen.

Welche Fragen sollten vor der Kardio CT Untersuchung also geklärt sein?

  1. Liegt ein aktuelles EKG zur Klärung von Herzfrequenz, Herzrhythmus, Überleitungsstörungen (Bradykardien) vor?
  2. Liegt eine Betablocker-Unverträglichkeit (z.B. allergische Atemwegs-erkrankungen Asthma) vor?
  3. Ist die Schilddrüsenfunktion regelrecht (TSHbasal-Wert; Schilddrüsen-medikation)?
  4. Ist die Nierenfunktion regelrecht (Serum-Creatinin; Trinken!)?
  5. Liegt ein Diabetes mellitus vor, weshalb ein Metformin-haltiges Medikament eingenommen wird (, das 48 Stunden vor bis 48 Stunden nach geplanter Kontrastmittel-Gabe zu pausieren wäre)?
  6. Besteht eine Unverträglichkeit gegen jodhaltige Substanzen oder eine allgemeine Allergieneigung (Allergiepass)?

 

Zur Kardio CT Untersuchung bitte mitbringen:

  1. Gerne ein kürzlich vom Hausarzt angefertigtes EKG
  2. Aktuelle Laborwerte (TSHbasal, Serum -Creatinin)
  3. Die vollständige Liste der aktuellen Hausmedikation (z. B. Betablocker, Verapamil, metforminhaltiges Antidiabetikum?)
  4. Röntgenpass und Allergiepass (wenn vorhanden)
  5. Evtl. Begleitperson für Transport

 

Vor der Kardio CT

  • Nieren- und Schilddrüsenwerte vorlegen
  • Nach Rücksprache mit Hausarzt mehr trinken
  • Nach Rücksprache ggf. Betablocker in erhöhter Dosierung einnehmen.
  • Metforminhaltige Präparate 48 Stunden vor der Untersuchung bis 48 Stunden danach pausieren!
  • Vier Stunden Nüchternheit vor der Untersuchung.
  • Die übrige Hausmedikation soll mit einem Schluck Wasser eingenommen werden

 

Gerne nach persönlicher Rücksprache:
Dr. med. Ulrike Ellendt