Der Browser den Sie verwenden ist sehr alt.

Wir können daher nicht sicherstellen, dass jede Funktion (Gestaltung, Bilder und zusätzliche Funktionen) dieser Internetseite im vollen Umfang zur Verfügung steht. Bitte nutzen Sie eine aktuellere Browserversion.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Startseite > Infos für Wissenschaftler > Translationale Kardiovaskuläre Forschung (DZHK Professur)

Translationale kardiovaskuläre Forschung

englisch, Flagge English Version

 AG_Müller_Gruppenfoto_2018Okt

Team

Bild von Oliver Müller
Prof. Dr. med. Oliver Müller
Bereichsleitung Angiologie, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie
Telefon Kiel: 0431 500-22950 | Fax: -22954
Bild von Susanne Hille
Dipl.-Biol. Susanne Hille
Postdoc
Telefon Kiel: 0431 500-22932
Bild von Anca Remes
Dr. rer. nat. Anca Remes, Master of Science
Postdoc
Telefon Kiel: 0431 500-22934
Lin Ding
Doktorand/ MD and PhD student
Telefon Kiel: 0431 500-22934
Christopher Borowski, Master of Science
Doktorand/ MD and PhD student
Telefon Kiel: 0431 500-22934
Angela Schulz
Technische Mitarbeiterin/ Technician
Telefon Kiel: 0431 500-22934
Wiona Burmeister
Technische Mitarbeiterin/ Technician
Telefon Kiel: 0431 500-22932

Ziele

Die im Rahmen des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislaufforschung (DZHK) eingerichtete Professur und Arbeitsgruppe [https://dzhk.de/en/research/dzhk-professors/] beschäftigt sich mit der Identifizierung und Validierung neuer therapeutischer Zielstrukturen zur Behandlung der Herzinsuffizienz wie auch seltenen, häufig genetisch bedingten Herz- und Gefäßerkrankungen (Kardiomyopathien, Marfan Syndrom).

Hierzu setzten wir Adeno-assoziierte virale (AAV) Vektoren ein, die einen gezielten und effizienten Transfer von genetischem Material in den Herzmuskel oder das Gefäßsystem ermöglichen.

Entwicklung von verbesserten Adeno-assoziierte virale (AAV) Vektoren zum kardiovaskulären Gentransfer

AAV-Vektoren werden zunehmend in klinischen Studien zu Gentherapie-Ansätzen verwendet und sind bereits in klinischem Einsatz (erblich bedingte Erblindung). AAV-Vektoren leiten sich ab von apathogenen Parvoviren, die selbst keine Erkrankung hervorrufen können. Da sie nur zu einem geringen Anteil ins Genom integrieren und eine niedrige Immunogenität aufweisen, ermöglichen sie einen langanhaltenden Gentransfer. AAV-Vektoren können aufgrund ihres breiten Tropismus von einer Vielzahl an Gewebetypen aufgenommen werden. Hierdurch könnten Nebenwirkungen durch Expression der eingebrachten DNA-Sequenz außerhalb des Zielgewebes hervorgerufen werden. Durch die Verwendung eines Gefäß- oder Herzmuskel-spezifischen Regulationselementes (Promotor) soll das Ablesen des eingebrachten Gens auf die Gefäßwand oder den Herzmuskel beschränkt werden. Die Effizienz und Spezifität des AAV-vermittelten Gentransfers kann darüber hinaus durch gezielte Modifikation der Vektoroberfläche oder Verwendung alternativer AAV Serotypen verbessert werden. Unsere Arbeitsgruppe hat hierzu randomisierte AAV-Peptidbibliotheken entwickelt. Neben dem Einsatz von AAV-Bibliotheken zur Seleketion von AAV-Vektoren zur Transduktion weiterer kardiovaskulärer Zelltypen in vivo nehmen wir Veränderungen am AAV-Capsid vor, um die Immunogenität weiter zu reduzieren. Die von uns konzipierten und hergestellten AAV-Vektoren werden in einer Vielzahl von Kooperationen sowohl international als auch im Rahmen des Deutschen Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK) eingesetzt.

AG_Müller_Abb1Abbildung 1. Intravenöse Injektion optimierter Adeno-assoziierter viraler (AAV) Vektoren zum gezielten Gentransfer ins Herz. Die Aufnahme zeigt die hochempfindliche Detektion einer Lichtemission in einer narkosierten Maus als Korrelat der effizienten Expression eines durch Gentransfer eingebrachten Reportergens. Der Gentransfer ist über viele Monate stabil nachweisbar.

Identifizierung neuer Therapieansätze für die Herzinsuffizienz

Basierend auf umfangreichen Untersuchungen zu metabolischen Veränderungen bei Herzinsuffizienz haben wir zentrale Angriffspunkte für eine mögliche therapeutische Beeinflussung identifiziert. Innerhalb des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislaufforschung (DZHK) arbeiten wir an der Aufklärung übergeordneter epigenetischer Regulationsmechanismen für diese metabolischen Umbauprozesse, die wir in neue Therapieansätze einbringen möchten.

Neue Therapien für Kardiomyopathien, insbesondere bei neuromuskulären Erkrankungen

Kardiomyopathien werden häufig im Rahmen neuromuskulärer Erkrankungen wie Muskeldystrophien beobachtet. In bestimmten Fällen kann die Herzmuskelerkrankung der Skelettmuskelmanifestation vorausgehen oder alleinige Ausprägung der Erkrankung sein wie im Falle der X-chromosomalen Kardiomyopathie, für die Mutationen im Dystrophin-Gen verantwortlich sind. Derzeit entwickeln wir Ansätze zur Gentherapie der Kardiomyopathie bei der Muskeldystrophie Duchenne wie auch bei Myofibrillären Myopathien.

Neue Therapien für das Marfan-Syndrom

Das Marfan-Syndrom (MFS) ist eine genetisch bedingte Bindegewebserkrankung, die neben Folgen für andere Organe (Auge, Lunge) zu Aneurysmen (Aussackungen) der Aorta und lebensbedrohlichenen Dissektionen (Rissen) führen kann. Die Erkrankheit ist nicht heilbar und nur begrenzt behandelbar. Daher arbeiten wir an Ansätzen, die Umbauprozesse an der Aorta mittels therapeutischen Gentransfers zu hemmen.

Förderung

Unsere Arbeiten werden aktuell gefördert durch das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK), die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Marfan-Hilfe (Deutschland) e.V., und Benni&Co e.V./Deutsche Duchenne Stiftung.

Doktorarbeiten

In den letzten 15 Jahren haben eine Vielzahl an medizinischen und naturwissenschaftlichen Doktorandinnen und Doktorandin eine anspruchsvolle Doktorarbeit in der Arbeitsgruppe abgeschlossen. Wir freuen uns über Initiativbewerbungen mit Interesse an Gentransfer mit AAV-Vektoren, Herzinsuffizienz und/oder Gefäßerkrankungen.

Veröffentlichungen

Pubmed