Interdisziplinäre Behandlung von Craniomandibulären Dysfunktionen (CMD)/Kiefergelenkserkrankungen

Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) sind eine Gruppe von Erkrankungen, die das Kiefergelenk und die umliegenden Muskeln betreffen. Diese Störungen können Schmerzen und Funktionsstörungen im Bereich des Kiefers, des Gesichts, des Halses und des Kopfes verursachen. Die Ursachen von CMD sind vielfältig und können auf physische, emotionale und genetische Faktoren zurückgeführt werden. Zu den häufigsten Ursachen gehören Zähneknirschen oder Kieferpressen, Verletzungen im Gesichts- oder Kieferbereich, Traumata, Stress oder Arthritis. Die Symptome von CMD sind divers und können folgende Beschwerden umfassen: Schmerzen im Kiefergelenk oder in den Kaumuskeln, Kopfschmerzen, insbesondere im Schläfenbereich, Ohrenschmerzen oder Druckgefühl im Ohr, Knacken oder Reiben des Kiefergelenks beim Öffnen und Schließen des Mundes, eingeschränkte Kieferbeweglichkeit oder Kiefersperre, Nackenschmerzen oder Verspannungen. Die Diagnose von CMD erfolgt durch unsere gründliche klinische Untersuchung nach DC/TMD1, die Anamnese des Patienten und gegebenenfalls bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen, MRT oder CT-Scans. Die Behandlung von CMD ist oft multidisziplinär und kann Ansätze aus der Physiotherapie oder Schienentherapie umfassen. Da CMD eine komplexe und teilweise schmerzhafte Erkrankung darstellt, erfordert es eine sorgfältige Diagnose und eine individuell angepasste Behandlung. Wir bieten Ihnen am UKSH in der Abteilung für Kieferorthopädie eine besondere CMD Sprechstunde an, bei der Sie gerne vorstellig werden können. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Durch verschiedene therapeutische Ansätze können wir Ihnen zu einer Linderung Ihrer Symptome und eine Verbesserung Ihrer Lebensqualität verhelfen.

1 Diagnostic Criteria for Temporomandibular Disorders, International RDC/TMD Consortium Network. Deutsche Übersetzung: Asendorf A, Eberhard L, Universitätsklinikum Heidelberg & Schierz O, Universitätsmedizin Leipzig. Version 12/2018. Verfügbar unter http://www.rdc-tmdinternational.org.