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Startseite > Juvenile idiopathische Arthritis (JIA)

Rheumasprechstunden

Spezielle interdisziplinäre Sprechstunde für Kiefergelenkarthritis
bei Juvenile idiopathischer Arthritis (JIA)

Hintergrund

Nach den reaktiven Arthritiden ist die juvenile idiopathische Arthritis (JIA) die häufigste Ursache für eine Gelenkentzündung im Kindesalter. In der weltweit anerkannten Klassifikation der International League of Associations for Rheumatology (ILAR) werden klinisch 7 Subtypen der JIA unterschieden (Petty 2004).
Dabei gelten die Kiefergelenke (temporomandibular joint) als am häufigsten betroffen mit einer Prävalenz on bis zu 96 % (Cron 2011, Tzaribachev 2010, Twilt 2006).
In einem Großteil der Fälle verläuft die TMJ Arthritis jedoch anfangs ohne klinische Symptomatik und ist in diesem frühen Stadium ohne die Anwendung von bildgebender Verfahren (MRT-Diagnostik mit Kontrastmittel) nicht sicher zu diagnostizieren (Helenius 2006, Küseler 2005).
Gerade diese klinisch häufig unauffällige Entzündung führt zu einer starken Beeinträchtigung des craniofacialen Wachstums und resultiert, sofern nicht rechtzeitig behandelt, in Asymmetrien im Gesichtsschädel- und Unterkieferbereich. Da die Wachstumszone des Unterkiefers, im Gegensatz zu anderen peripheren Gelenken, unmittelbar in Nachbarschaft der entzündeten Gelenkbereiche liegt, können diese Wachstums- und Entwicklungsstörungen gravierend sein.
Durch diese Fehlentwicklung entstehen bei vielen Patienten Störungen in der Kaufunktion die sich durch starke Beschwerden und Schmerzen im späteren Krankheitsverlauf äußern. Zu diesem Zeitpunkt sind die Entwicklungsdefizite häufig nur noch teilweise und klinisch nicht ausreichend befriedigend zu korrigieren.

Ziel

Ziel der interdisziplinären Sprechstunde ist die frühzeitige Diagnose durch eine spezialisierte und eingehende kieferorthopädische und funktionelle Diagnostik und rechtzeitiger Therapiebeginn bei betroffenen Patienten.
Die kieferorthopädische Intervention gliedert sich in 2 Hauptbereiche.
Im akuten Entzündungsstadium kann durch die Eingliederung von Aufbissbehelfen die Belastung der entzündeten Kiefergelenke vermindert werden und die Entstehung von Asymmetrien verhindert oder zumindest deutlich abgemildert werden.
In Phasen der Remission kann durch die reguläre kieferorthopädische Behandlung, unter besonderer Berücksichtigung der kinderrheumatologischen Aspekte, eine weitgehend normalisierte Zahnbeziehung wieder hergestellt oder gesichert werden. Durch funktionskieferorthopädische Behandlungsgeräte wird angestrebt, Wachstumsdefizite mit gezielter Förderung und Wachstumsstimulation wieder auszugleichen.
Diese komplexe Behandlung erfordert eine enge Koordination von behandelndem Kinderrheumatologen und Kieferorthopäden, sowie in Einzelfällen den Einbezug der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und weiterer Disziplinen. Eine solche enge Abstimmung und die Behandlung der sehr komplexen Fälle bedarf häufig der Behandlung in dafür spezialisierten Klinikzentren.
Diese komplexe Versorgung wird in Schleswig-Holstein im Verbund mit der Kinderrheumatologie RheKiTz Bad Bramstedt und des UKSH (Kliniken für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Kieferorthopädie sowie ergänzend mit den Klinken für Kinderrheumatologie, Augenheilkunde und Dermatologie) gewährleistet.

Terminvereinbarung

Klinik für Kieferorthopädie

UKSH
Campus Kiel
Telefon: 0431 500-26321

Kinderrheumatologie

RHE.KI.TZ
Bad Bramstedt
Telefon: 04192 891-4000