Pharmakologische Protektion der großen Kopfspeicheldrüsen vor radiogenen Schäden bei Patienten mit malignen Tumoren im Kopf/Halsbereich
Xerostomie oder Mundtrockenheit stellt eine schwerwiegende Nebenwirkung der Strahlentherapie im Kopf/Halsbereich und führt zu Einschränkung der Nahrungsaufnahme und zur erhöhten Anfälligkeit gegen Erreger der normalen Mundflora. Durch den prophylaktischen Einsatz von pharmakologischen Substanzen wie Muscarinagonisten (Pilocarpin), freie Radikalenabfänger (Amifostin) sowie Lidocain kann die Funktion der großen Kopfspeicheldrüsen während einer Strahlentherapie bei Kopf-/Halstumoren erhalten werden. Im Rahmen einer tierexperimentellen Studie untersuchen wir die prophylaktische Wirkung von diesen Substanzen sowohl immunhistochemisch und elektronenmikroskopisch als auch szintigraphisch. Es werden zudem Kombinationstherapien (Amifostin + Pilocarpin; Lidocain + Pilocarpin) auf ihre synergistische Wirksamkeit geprüft.
Mitarbeitende
PD Dr. Dr. Samer George Hakim
Prof. Dr. Dr. Peter Sieg
Evelyn Engel, MTA
Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern innerhalb der Universität
Prof. Dr. D. Rades, Klinik für Strahlentherapie und Nuklearmedizin
Prof. Dr. med. Dendorfer, Institut für Pharmakologie und Toxikologie
Zusammenarbeit mit Wissenschaftler außerhalb der Universität
Prof. Dr. Hartwig Kosmehl; Chefarzt des Instituts für Pathologie, Helios-Kliniken, Erfurt
Dr. Alexander Berndt; Institut für Pathologie, Friedrich-Schiller-Universität, Jena
Glandula submandibularis- Transfer zur Behandlung des trockenen Auges (Keratokonjunktivitis sicca)
Körpereigener Tränenersatz
Das Verfahren des mikrochirurgischen Transfers der Unterkieferspeicheldrüse zur Behandlung schwerer Fälle der Keratokonjunktivitis sicca ist in der Klinik seit 10 Jahren etabliert.
Die wissenschaftlichen Untersuchungen zur Langzeitevaluierung der Ergebnisse dieser neuen Therapieoption umfassen:
Tierexperimentelle Untersuchungen zur Ischämietoleranz des Speicheldrüsenparenchyms während der Transplantation.
klinische und szintigraphische Untersuchungen zur langfristigen Funktion (Qualität und Quantität des Sekretes) des Transplantates.
Immunhistochemische und pathophysiologische Untersuchungen zur Funktion der transplantierten Speicheldrüse
Ziel dieser Studien ist die Optimierung der klinischen Langzeitergebnisse des Glandula submandibularis-Transfers zur Behandlung der Keratokonjunktivitis sicca.
Mitarbeitende
Dr. Dr. Hans-Christian Jacobsen
PD Dr. Dr. Samer George Hakim
Dr. Dr. Thomas Trenkle
Prof. Dr. Dr. Peter Sieg
Evelyn Engel, MTA
Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern innerhalb der Universität
Prof. Dr. med. Dendorfer, Institut für Pharmakologie und Toxikologie
Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern außerhalb der Universität
Prof. Dr. Hartwig Kosmehl; Chefarzt des Instituts für Pathologie, Helios-Kliniken, Erfurt
Immunhistochemische, ultrastrukturelle und funktionelle Langzeitstudie zur Innervation und Sekretion der Gl. submandibularis nach Transplantation
Autologe Transplantation der Gl. submandibularis in die Fossa temporalis gilt als etabliertes Verfahren in der chirurgischen Therapie der Keratokonjunktivitis sicca (trockenes Auge). Die Studie beschäftigt sich mit den histologischen, ultrastrukturellen und funktionellen, denervationsbedingten Langzeitveränderungen des transplantierten Organs. Die erwarteten Ergebnisse könnten ggf. auf die Funktion und Innervation anderer Organe nach Transplantation übertragen werden.
Mitarbeitende
PD Dr. Dr. Samer George Hakim
Dr. Dr. Hans-Christian Jacobsen
Prof. Dr. Dr. Peter Sieg
Evelyn Engel, MTA
Gudrun Knebel
Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern innerhalb der Universität
Frau Dr.med. Katharina von Hof, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin
Prof. Dr. med. Erich Reusche, Institut für Pathologie
PD Dr. med. Thilo Wedel, Institut für Anatomie
Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern außerhalb der Universität
Prof. Dr. Hartwig Kosmehl; Chefarzt des Instituts für Pathologie, Helios-Kliniken, Erfurt
Differentielle Genexpression in Kopf-Hals-Tumoren
Untersucht wird die mRNA-Expression bestimmter Gene in Kopf-Hals-Tumoren im Vergleich zu korrespondierendem Normalgewebe mittels quantitativer real time Polymerase-Ketten-Reaktion (qRT PCR).
Mitarbeitende
Dr. Dr. Thomas Trenkle
PD Dr. Dr. Samer George Hakim
Prof. Dr. Dr. Peter Sieg
Expression von epithelialen und endothelialen Wachstumsfaktoren in malignen Speicheldrüsentumoren
Ziel der vorgesehenen retrospektiven Studie ist die Untersuchung des Expressionsmusters von Zytokeratinen sowie EGF-R und VEGF-R in ausgewählten Adenokarzinomen der Kopfspeicheldrüsen. Sollte eine vermehrte Expression insbesondere in Rezidivpräparaten einer Tumorentität in dem untersuchten Material festgestellt werden, könnte ein Therapiekonzept mit Tyrosinkinase-Hemmern (z.B. Gefinitib) bei Patienten mit Rezidiven oder inoperablen Metastasen entwickelt werden.
Mitarbeitende
PD Dr. Dr. Samer George Hakim
Dr. Dr. Hans-Christian Jacobsen
Dr. Dr. Thomas Trenkle
Prof. Dr. Dr. Peter Sieg
Evelyn Engel, MTA
Entwicklung der Lebensqualität der Tumorpatienten der Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie
In verschiedenen Studien wurde gezeigt, dass sich die Überlebenszeiten von Patienten mit einem primären Mundhöhlenkarzinom trotz Weiterentwicklung der Operations- und Rekonstruktionsverfahren in den letzten 15 Jahren nicht wesentlich verändert haben. Im Vergleichszeitraum hat sich allerdings die Lebensqualität der Patienten durch diese Techniken erheblich verbessert. Es gibt bisher nur wenige prospektive Untersuchungen zur Lebensqualität auf dem Gebiet der Kopf-Hals-Tumoren.
Ziel dieser prospektiven Studie ist es, die Lebensqualität der Tumorpatienten der Klinik zu erfassen und die Entwicklung im posttherapeutischen Verlauf abzubilden. Die Erhebung erfolgt mit einem standardisierten Fragebogen.
Mitarbeitende
Angelika Dirksen (Med. Dokumentarin)
Prof. Dr. Dr. Peter Sieg
Dr. Dr. Thomas Trenkle
Klinische und radiologische Studie zur primären Stabilität sowie Langzeituntersuchungen nach prothetischer Versorgung von enossalen Implantaten im Oberkiefer
Mitarbeitende
PD Dr. Dr. S.G. Hakim
M. Ofer
J. Harms
Morphologische und funktionelle Untersuchung des dosis-abhängigen Protektionsprofils des Lidocain auf die radiogenen Veränderungen der Gl. parotis während einer fraktionierten Strahlentherapie der Kopf- und Halsregion
Mitarbeitende
PD Dr. Dr. S.G. Hakim
Herr G.A. Benedek
Yu-xiong Su, M.D., D.D.S., Ph.D.
Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern innerhalb der Universität
Prof. Dr. med. Dendorfer, Institut für Pharmakologie und Toxikologie
Prof. Dr. D. Rades, Klinik für Strahlentherapie und Nuklearmedizin
Dr. med. J. Ribbat, Institut für Pathologie
PD Dr. rer. nat. B. Meller
Kooperation
Prof. Dr. med. H. Kosmehl, Institut für Pathologie, Helios-Klinik Erfurt
pN1 - Studie: Wirksamkeit einer postoperativen adjuvanten Strahlentherapie bei Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle oder des Oropharynx und gleichzeitig histologisch gesicherter solitärer ipsilateraler zervikaler Lymphknotenmetastase (
Die Studie wird innerhalb des Deutsch-Österreichisch-Schweizerischen Arbeitskreises für Tumoren im Kiefer- und Gesichtsbereich (DÖSAK) unter Mithilfe der Fachgesellschaften AHMO, DGMKG, DGHNO und ARO durchgeführt.
Mitarbeitende
Dr. Dr. Thomas Trenkle
Angelika Dirksen (Med. Dokumentarin)
Prof. Dr. Dr. Peter Sieg
Weitere Forschungsthemen
Tumorbiologie
Kiefernekrose
Kiefernekrose
Ernährungsmedizin in der Onkologie
Psychoonkologie / Quality of Life