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Forschung und Klinische Studien

Ein wichtiger Schwerpunkt des Hormonzentrums für Kinder und Jugendliche an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, UKSH, Campus Kiel, ist die endokrinologische Forschung.

Das übergreifende Forschungsthema ist die normale und gestörte Bildung von (Sexual-) Steroidhormonen (z.B. Welzel et al. 2008, Kulle et al. 2010, Kulle et al. 2018) die Untersuchung der daran beteiligten Enzyme mit molekularen in-vitro Systemen (z.B. Welzel et al. 2008, Bens et al. 2010) bis hin zur Analyse der zellulären Wirkungsvermittlung der Hormone auf Einzelgenebene  (z.B. Appari et al. 2009, Hornig et al. 2016, Hornig et al. 2018, Hornig et al. 2019), Transkriptomebene (z.B. Holterhus et al. 2007 und Holterhus et al. 2009) und Methylomebene (Ammerpohl et al. 2013)). Wesentlicher Fokus sind dabei die Störungen der Geschlechtsentwicklung (DSD). Forschungen wurden bzw. werden unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Europäische Union (EU) sowie die medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel, wofür wir uns jeweils sehr bei den fördernden Institutionen bedanken. Hervorzuheben ist eine traditionell gute Vernetzung der Forschungsprojekte mit der kinderendokrinologischen Arbeitsgruppe in Lübeck unter dem gemeinsamen Dach des Hormonzentrums Nord des UKSH. Das Hormonzentrum Nord ist mit seinen beteiligten Kliniken und Instituten wiederum als europäisches Referenzzentrum für bestimmte seltene Hormonstörungen zertifiziert und im Europäischen Referenznetzwerk für seltene endokrinologische Erkrankungen (Endo-ERN) organisiert.

Aktuell nimmt der Standort UKSH Kiel an der deutschlandweiten Versorgungsforschungsstudie DSD-Care (Projektleitung UKSH Lübeck) teil, die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert wird. Ziel ist die leitliniengerechte Versorgung von Menschen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung in spezialisierten Zentren. Am Kieler Standort wird neben klinischen Fragen insbesondere die hormonelle Diagnostik mit dem Ziel einer Harmonisierung von DSD-spezifischen Laboranalysen bearbeitet. Sofern zutreffend, werden unsere Patienten in den Sprechstunden auf die Studie aufmerksam gemacht.

Logo_empowerDSD_280pxIm Bereich DSD nimmt Kiel zudem als Partner teil am DSD-Schulungsprojekt Empower-DSD (Projektleitung Charite Berlin). Patienten mit DSD, die in der Kinderendokrinologie in Kiel betreut werden und ihre Eltern, können an der Studie teilnehmen und werden in den Sprechstunden ggf. darauf angesprochen.

Informationsflyer [pdf]

Neben DSD sind weitere allgemeine Aspekte der Kinderendokrinologie und – Diabetologie Gegenstand der Forschung. Insofern ist die Kinderendokrinologie am UKSH in Kiel Projektzentrum für die Erprobung eines strahlungsfreien Screeningverfahrens für die Feststellung der Skelettreife (KLEVUS) (Projektleitung Universität Homburg). Patienten werden ggf. in den Sprechstunden darauf angesprochen und können sofort mitmachen.

Logo_COACH_280pxIm Bereich der Diabetologie als Beispiel für eine lebenslange chronische Erkrankung spielen psychische Belastungen eine wichtige Rolle für den Langzeitverlauf. Hier ist Kiel Projektstandort für das deutschlandweite Forschungsprojekt COACH (Projektleitung Universität Ulm). Unsere Patienten werden in der Diabetessprechstunde auf das Projekt aufmerksam gemacht und werden gefragt, ob sie einen Fragebogen an einem Tablet-PC ausfüllen möchten.

Flyer Informationen zum Gesamtprojekt für Patienten [pdf]  

Flyer Informationen zum Gesamtprojekt für Fachpersonal [pdf] 

Auslaufend ist das Versorgungsforschungsprojekt ViDiKi (Virtuelle Diabetesambulanz für Kinder- und Jugendliche), welches unter Leitung der Kinderdiabetologie am UKSH in Lübeck die Möglichkeiten der Telemedizin untersuchte. Am Projektstandort Kiel wurden Schleswig-Holstein-weit zahlreiche Kinder und ihre Familien eingeschlossen. Die Studie läuft noch eine Weile, aber die wissenschaftliche Datenauswertung hat bereits begonnen. Im Laufe des Jahres 2020 soll entschieden werden, ob Telemedizin künftig eine Regelleistung für gesetzlich versicherte Kinder mit Typ 1 Diabetes wird.

 Wo immer möglich wird Studierenden der Medizin die Möglichkeit angeboten, im Bereich der Forschungsfelder Endokrinologie und Diabetologie eine Doktorarbeit zu schreiben. Da wir auf eine gute Betreuung Wert legen, sind die Plätze leider begrenzt. Sollten Sie Interesse an einer Doktorarbeit im Fachbereich Kinderendokrinologie- und Diabetologie haben, wenden Sie sich gerne an die ärztlichen und nicht-ärztlichen wissenschaftlichen Teammitarbeiter.