In einem aktuellen Interview mit EMJ Reproductive Health spricht Prof. Dr. med. Georg Griesinger über die Grenzen der konventionellen IVF, den kritischen Umgang mit PGT-A und weiteren Add-ons sowie über neue Perspektiven der Reproduktionsmedizin.
Nach seiner Einschätzung haben sich die IVF-Erfolgsraten einem biologischen Plateau angenähert. Zusätzliche diagnostische und selektive Verfahren könnten Embryonen zwar besser beschreiben, ihre Entwicklungsfähigkeit jedoch nicht verbessern. Entscheidend seien daher eine zielgerichtete Behandlung, realistische Beratung und eine sorgfältige Abwägung von Nutzen, Risiken und Kosten.
Zukunftspotenzial sieht Prof. Griesinger vor allem in Technologien wie maternalen Spindeltransfers, Eizellverjüngung, künstlichen Gameten und Stammzellverfahren. Künstliche Intelligenz könne insbesondere bei der Auswahl geeigneter Behandlungspfade und beim Erwartungsmanagement unterstützen.


