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Startseite > Angebote > Spezielle Leistungen

Spezielle Leistungen und weitere Schwerpunkte

Über die eigentliche Kinderwunschbehandlung hinaus gehend sind wir Ihre Ansprechpartner:

Fertilitätschirurgie

Fertilitätschirurgie bezeichnet operative Maßnahmen, die die Fruchtbarkeit wieder herstellen oder Fruchtbarkeitshindernisse beseitigen.

Kleiner Eingriffe, z.B. Mini-Hysteroskopie mit 3mm Optiken oder Curettagen, können direkt in den Kinderwunschzentren durchgeführt werden.

Chromopertubation: rechte Tube offen

Für weitergehende Eingriffe kooperieren wir mit der Sektion für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin der Universitätsfrauenklinik in Lübeck (Leitung: Prof. Dr. G. Griesinger). Der Vorteil: wir bieten unseren Patientinnen eine Betreuung aus einer Hand, definieren selbst den operativen Auftrag und können Operation, medikamentöse Therapie und Kinderwunschtherapie optimal und ohne Reibungsverlust aufeinander abstimmen.

  • Bauchspiegelung (Laparoskopie) zur Myomentfernung oder Endometriosesanierung
  • Chromopertubation: Prüfung der Eileiterdurchgängigkeit mittels Bauchspiegelung
  • Operative oder diagnostische Gebärmutterspiegelung: Entfernung von Polypen, Verwachsungen oder Myomen
  • LOD (laparoscopic ovarian drilling) bei PCO-S
  • Laparoskopische Eizell-Entnahme in individuellen Fällen
  • Re-Fertilisierung der Eileiter nach Sterilisatio
  • Transposition der Ovarien vor Bestrahlung des Beckens
Andrologische Sprechstunde

Die Andrologie ist die Lehre von der Fruchtbarkeit des Mannes. Als Schwerpunkt unserer Spezialsprechstunde werden männliche Patienten mit Kinderwunsch diagnostiziert und behandelt. Als Partner des reproduktionsmedizinischen Gynäkologen können Andrologen wesentlich in der Erkennung und Behandlung von Störungen der Zeugungsfähigkeit des Mannes ärztlich tätig werden. Bei entsprechender Indikation können die Chancen auf Vaterschaft durch medikamentöse Maßnahmen verbessert bzw. herbeigeführt werden. Nach den Richtlinien der Bundesärztekammer zur assistierten Reproduktion sollen Andrologen nach Bedarf in die Abläufe integriert sein, so dass die Kinderwunschbehandlung eine interdisziplinäre Aufgabe für Gynäkologen und Andrologen sein kann. In Abhängigkeit von den bereits vorliegenden Untersuchungsergebnissen findet eine Analyse des Samens (Spermiogramm) und der Hormone des Mannes oder in Kombination auch eine körperliche und genitale Untersuchung inklusive Ultraschall der Hoden, und ggfs. eine weiteren Diagnostik (z.B. genetische Untersuchungen) statt.

TESE (TEstikuläre Spermien Extraktion)

Wenn im Ejakulat keine (Azoospermie) oder nur sehr wenige Spermien (Kryptozoospermie) nachweisbar sind, kann eine sog. TESE (testikuläre Spermienextraktion), also die operative Gewinnung von Spermien aus dem Hoden, notwendig sein.

Wir können unseren Patienten eine TESE direkt bei uns im Kinderwunschzentrum am Standort Lübeck anbieten. Der Eingriff erfolgt üblicherweise in einer kurzen Vollnarkose.

Unmittelbar nach der Entnahme des Hodengewebes werden die Proben im IVF-Labor aufbereitet und aufgeteilt. Ein kleiner Teil jedes Hodens geht ggfs. für eine detaillierte feingewebliche Untersuchung in das hiesige Institut für Pathologie. Dies dient dazu Rückschlüsse auf die Form der Produktionsstörung zu gewinnen und Krebsvorstufen auszuschließen. Der Großteil der Gewebstücke ca. (4 bis 5) werden im flüssigen Stickstoff in mehreren Portionen eingefroren und für eine Behandlung bereitgehalten. Kleine Teile des Gewebes werden noch am selben Tag unter dem Mikroskop auf das Vorhandensein von Spermien untersucht, sodass ein Rückschluss auf das Vorhandensein von Spermien in den Kryo-Proben gemacht werden kann.

Sollten sich bei den obigen Untersuchungen ausreichend Spermien nachweisen lassen, wird mit der Hormonbehandlung der Partnerin begonnen. Anschließend erfolgt die operative Gewinnung der Eizellen (Follikelpunktion). Nachdem erfolgreich Eizellen gewonnen wurden, wird am selben Tag das eingefrorene Hodengewebe aufgetaut. Nach der Herauslösung der Spermien aus dem Gewebe werden die Spermien schließlich mit Hilfe der Mikroinjektion (ICSI) in die Eizelle eingebracht. Spermien aus einer TESE- werden nur in Kombination mit einer ICSI-Behandlung verwendet.

Präimplantationsdiagnostik

Die Präimplantationsdiagnostik (PID) ist ein Untersuchungsverfahren zur Erkennung von schweren, vererbaren ("genetischen") Erkrankungen. Die PID wird an durch im Reagenzglas gezeugten Embryonen durchgeführt, wenn die Gefahr einer Vererbung einer schweren Erkrankung besteht.  

Im Unterschied zur Pränataldiagnostik bei der schwangeren Frau, erfolgt die genetische Diagnostik bei der PID noch vor dem Eintritt einer Schwangerschaft. Das betroffene Paar geht in die Schwangerschaft mit der Gewissheit, dass die genetische Erkrankung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit beim Kind nicht vorliegen wird.

Beteiligt am Zentrum für Präimplantationsdiagnostik des UKSH in Lübeck ist das Universitäre Kinderwunschzentrum Lübeck und Manhagen, das Institut für Humangenetik und die Abteilung für Pränataldiagnostik der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Lübeck. Gegenwärtig (Stand 2/2017) ist das Zentrum für Präimplantationsdiagnostik des UKSH in Lübeck das einzige in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Niedersachsen zugelassene Zentrum.

Für mehr Informationen zur PID besuchen Sie bitte: http://www.uksh.de/pid-luebeck

Spendersamen (donogene IUI oder IVF)

Bei Wunsch nach donogener Behandlung wird von uns mit Ihnen gemeinsam das individuelle medizinische Vorgehen abgestimmt.

Vor der eigentlichen Behandlung mit Spendersamen sind allerdings mehrere Schritte notwendig. Unter anderem wählt die Empfängerin des gespendeten Samens den Spender in einer Samenbank selbsttätig aus.

Wir kooperieren dazu ausschließlich mit diesen Samenbanken:

  • Berliner Samenbank GmbH, Friedrichstrasse 152, 10117 Berlin
  • European Sperm Bank ApS. Struenseegade 9,2. 2200 Kopenhagen, Dänemark
  • Cryos International, Vesterbro Torv 3, 8000 Aarhus C, Dänemark

Vor Behandlungsbeginn ist auch eine notarielle Anerkennung der Elternschaft notwendig. Wir kooperieren dazu mit der Kanzlei Bade und Kollegen (Notarin Karin Mund oder Notar Wilken Willand), Koberg 1, 23552 Lübeck, Tel.: 0451- 71737. Die Kosten belaufen sich auf rd. 150€. Sie können natürlich auch einen Notar Ihrer Wahl beauftragen.

Ebenso ist vorab ein psychologisches Beratungsgespräch notwendig. Wir kooperieren dazu mit Fr. Julia Schulz, psychologische Psychotherapeutin (Tel.: 0451 - 70749052, email: vt_praxis.juliaschulz@posteo.de). Die Gespräche finden in der Praxis von Fr. Dipl.-Psych. Schulz statt: Breite Str, 1-5, 23552 Lübeck. Die Beratung kostet 100,56€ (Beratung à 50 min gemäß Ziffer 34 der GOP). Sie können natürlich auch eine(n) Psychologin/Psychologen Ihrer Wahl aufsuchen.

Blastozystenkultur

Seit 2010 wird am Universitären Kinderwunschzentrum Lübeck und Manhagen der sog. Deutsche Mittelweg in der Anwendung des Embryonenschutzgesetztes mit großem Erfolg praktiziert.

Durch eine Eierstockstimulation und Reagenzglasbefruchtung sollen mehrere befruchtete Eizellen generiert werden, da die Mehrzahl dieser Eizellen im weiteren Verlauf nicht entwicklungsfähig ist. Die Übertragung, der aus den Eizellen entstandenen Embryonen in die Gebärmutter, kann zu verschiedenen Zeitpunkten der Entwicklung im Reagenzglas erfolgen: am Tag 2-3 oder am Tag 5-6 nach Eizellentnahme.

Am Tag 2 der Entwicklung sieht man meistens bereits 4 embryonale Tochterzellen, jede Tochterzelle enthält die embryonale Erbmasse. Im Folgenden teilt sich der Embryo rasch weiter und innerhalb der nächsten drei Tage entwickelt er sich zur sog. Blastozyste.

Blastozyste

Embryonen können sich in ihrer Form und ihrer Teilungsgeschwindigkeit sehr stark unterscheiden. Form und Teilungsgeschwindigkeit des Embryos sind Qualitätsmerkmale, die über das Maß der Entwicklungsfähigkeit und des Einnistungspotentials sehr viel aussagen.

Durch die Kultivierung von Embryonen in das Blastozystenstadium kann man Informationen über das Entwicklungspotential der einzelnen Embryonen erhalten. Dies erlaubt eine gewisse Voraussagemöglichkeit, ob ein Embryo sich einnisten wird und ob die Schwangerschaft nach der erfolgten Einnistung weiterwächst oder eher nicht. In der Regel entwickeln sich nur rd. 25% der befruchteten Eizellen bis in das Blastozystenstadium. Rund 75% der befruchteten Eizellen entwickeln sich nicht weiter und werden verworfen. Deshalb müssen mehr befruchtete Eizellen zur Verfügung stehen und einer Kultivierung zugeführt werden, als beabsichtig wird Blastozysten zu übertragen.

Im Regelfall wird angestrebt, eine oder zwei Blastozysten zu übertragen. In einigen Fällen (rd. 15% der Behandlungen) kann jedoch die weitere Entwicklung aller befruchteten Eizellen in das Blastozystenstadium unterbleiben und somit auch keine Embryonenübertragung stattfinden.

Der Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass aus einer größeren Anzahl an befruchteten Eizellen jene identifiziert werden können, welche mit der größten Wahrscheinlichkeit entwicklungsfähig sind (und nach Übertragung in die Gebärmutter zu einer Schwangerschaft führen).

Der Nachteil des Verfahrens kann darin liegen, dass sich einerseits gar keine Eizelle in das Blastozystenstadium entwickelt und somit gar kein Embryotranfer stattfinden kann. Umgekehrt können sich auch mehr Eizellen in das Blastozystenstadium entwickeln als erwartet. Diese überzähligen Blastoyzsten können dann durch Gefrierlagerung für eine spätere Verwendung aufgehoben werden.

 

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