Forschungsschwerpunkte

Verschiedene Ansätze zur Blockierung des Tumorzellwachstums mit monoklonalen Antikörpern oder "kleinen Molekülen" werden am Haus erfolgreich verfolgt und von bedeutenden Drittmittelgebern gefördert. So sollen die Behandlungsoptionen für Patienten mit Leukämien und Lymphomen, einschließlich dem Multiplen Myelom, weiter verbessert werden. Die Studentenausbildung, die Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten sowie von medizinischen als auch naturwissenschaftlichen Dissertationen ist uns ein wichtiges Anliegen.

Pathophysiologie des Multiplen Myeloms

Humane-Plasmazelllinie-INA-6 Humane Plasmazelllinie INA-6 (Burger)

Das Multiple Myelom ist aufgrund seiner ungünstigen Prognose die häufigste Indikation für eine autologe Stammzelltransplantation. Durch die Erforschung dieses Plasmazelltumors soll die Prognose der Patienten weiter verbessert werden. In einem anerkannten Tumormodell mit der eigens entwickelten menschlichen Plasmazelllinie INA-6 sind für das maligne Wachstum wichtige extra- und intrazelluläre Signalwege charakterisiert worden. Präklinische Modelle für neue Therapeutika sind etabliert und sollen helfen, besonders wirksame Substanzen zu finden und Kombinationsstrategien für die Weiterentwicklung monoklonaler Antikörper und neuer Immunkonstrukte zu entwickeln.

Kontakt

PD Dr. Renate Burger

Sektion für Stammzell- und Immuntherapie
Laborleitung

Arbeitsgebiete

  • Wachstumsregulation maligner Plasmazellen

  • Interleukin-6 und Zytokine der gp130-Familie

  • Intrazelluläre Signalwege und deren Aktivierung

  • Therapeutische Strategien zur Inhibition von Signalwegen mit kleinen Molekülen

Antikörper-Engineering, Rekrutierung von Immuneffektorzellen

Bispezifischer-Antikörper Bispezifischer Antikörper (Peipp)

Monoklonale Antikörper sind heute etablierter Bestandteil vieler Krebstherapien, jedoch profitieren nicht alle Patienten gleichermaßen. Eine Möglichkeit, die Antikörpertherapie zu verbessern, besteht in der Entwicklung neuer innovativer Antikörper / Antikörperderivate mit maßgeschneiderten Effektorfunktionen. Insbesondere Strategien zur Verbesserung der Rekrutierung und Aktivierung verschiedener Immuneffektorzellpopulationen (NK-Zellen, T-Zellen, Makrophagen) stellen einen zentralen Schwerpunkt unserer Arbeiten dar.

Kontakt

Prof. Dr. rer. nat. Matthias Peipp

Sektion für Stammzell- und Immuntherapie
Laborleitung
Tel.: 0431 500-22769

Arbeitsgebiete

  • Rekrutierung und Aktivierung von NK-Zellen, T-Zellen, Makrophagen

  • Entwicklung und Optimierung neuer Antikörperderivate

  • Fc-Engineering und Effektormechanismen Fc-optimierter Antikörper

  • Bispezifische Antikörper

  • Immuntoxine und Antibody Drug Conjugates

  • Antikörperbibliotheken / Phagen-Display zur Identifizierung von neuen Zielstrukturen

Rekrutierung myeloischer Effektorzellen in der Tumortherapie

PMN töten Tumorzellen PMN töten Tumorzellen

Myeloische Zellen sind wichtiger Bestandteil des Tumorzellinfiltrates und können zur Wirksamkeit monoklonaler Antikörper in der Tumortherapie beitragen. Hierbei spielt die Auswahl des Antikörperisotyps eine wichtige Rolle, wobei sich IgA Antikörper als besonders wirksam erweisen. Auch die Aktivität myeloischer Zellen wird durch so genannte Checkpoint-Moleküle (wie z.B. CD47/SIRPα) reguliert. Durch die Antikörper-vermittelte Aktivierung des Komplementsystems können Tumorzellen abgetötet, aber auch Immunzellen angelockt werden. Untersuchungen zum Zusammenspiel dieser Mechanismen sollen die Grundlage für innovative Therapieansätze in der Tumortherapie liefern.

Kontakt

Prof. Dr. med. Thomas Valerius

Sektion für Stammzell- und Immuntherapie
Leitender Oberarzt Sektion für Stammzell- und Immuntherapie
Tel.: 0431 500-22701Fax: 22704

Arbeitsgebiete

  • Rekrutierung und Aktivierung myeloischer Effektorzellen

  • Präklinische Entwicklung von IgA Antikörpern

  • Einfluss myeloischer Checkpoint-Moleküle (wie z.B. CD47/SIRPα)

  • Mechanismen Komplement- abhängiger Zytotoxizität

Relevante Publikationen der jeweiligen Ansprechpartner finden Sie in pubmed.    

Kontakt

Dr. Mildred Scheel-Haus
Arnold-Heller Straße 3, Haus K2
24105 Kiel

Sekretariat:
Telefon: 0431 500-22701
Fax: 0431 500-22704