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Hämangiome sind in der Regel gutartige embryonale Tumore mit ausgeprägter Endothelproliferation und Gefäßneubildungstendenz, die angeboren sind. Häufig sind sie bei der Geburt klein und nehmen in ca. 10% innerhalb des ersten Lebensjahres deutlich an Größe zu. Sie können sich allerdings zum Teil von selbst wieder zurückbilden.
Die Prävalenz beträgt ungefähr 3-5% bei Säuglingen. Sie sind die häufigsten gutartigen Tumore im Kindesalter mit einer Bevorzugung des weiblichen Geschlechts.
Hämangiome können am ganzen Körper sowie an inneren Organen (z.B. Leber) auftreten, zu ca. 60% sind sie jedoch in der Kopf-/ Halsregion lokalisiert.
Als Differentialdiagnose zu den beschriebenen Hämangiomen sind die Vaskulären Anomalien (z.B. Arteriell-Venösen, rein Venöse, Lymphatische und Kapilläre Malformation) zu nennen. Die Vaskulären Malformationen entwickeln sich proportional zum Körperwachstum und zeigen keine spontane Rückbildung.
Unsere Klinik kann bei der Therapie von Hämangiomen auf eine langjährige Expertise von über 20 Jahren zurückgreifen. Die Behandlung erfolgt in der Phase des Wachstums und wird am häufigsten mit einer Lasertherapie (Nd:YAG-Laser/ interstitiell bzw. oberflächlich) durchgeführt. Zusätzlich können systemisch Steroide appliziert werden. Seit 2008 gibt es zudem die Möglichkeit bei Kindern eine β-Blockern-Therapie mit Propranolol sehr erfolgreich durchzuführen. Die chirurgisch-resektive Therapie bleibt meist Einzelfällen vorbehalten. Da die meisten Befunde in der sensiblen Kopf/Hals Region liegen wird die Therapie in Einzelschritten durchgeführt, um ausgeprägte Narbenbildung mit einhergehender Funktionseinschränkung der mimischen Muskulatur oder ästhetische Defizite zu verhindern.
