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Begleitende Behandlung während der Strahlentherapie

Information für unsere Patientinnen und Patienten

Verhalten während der Strahlentherapie

Die Strahlenbehandlung soll Ihre üblichen Aktivitäten möglichst wenig beeinträchtigen. Meistens sind spezielle Verhaltensregeln nicht erforderlich. Wichtige Einschränkungen (z.B. Ernährung, Fahrtauglichkeit) werden wir ggf. mit Ihnen besprechen. Notwendige Hautmarkierungen bitte nicht abwaschen. Falls die Haut mitbestrahlt wird (manchmal unvermeidbar oder erforderlich), kann eine spezielle Hautpflege nötig sein; wir besprechen das dann mit Ihnen. Wenn Sie als ambulanter Patient kommen, sollten Sie einmal pro Woche mit einem unserer Ärzte sprechen, auch wenn es Ihnen gut; wir möchten uns auf jeden Fall davon überzeugen, dass Sie die Behandlung so gut wie möglich vertragen.

Unterstützende Therapien (Supportivtherapie)

Meistens wird die Strahlentherapie sehr gut vertragen; in diesen Fällen müssen Sie praktisch Nichts beachten. Manchmal sind allerdings zusätzliche Behandlungen nötig, um die Verträglichkeit der Strahlentherapie zu gewährleisten. Bei starkem Gewichtsverlust oder Schluckbeschwerden ist oft eine Ernährungsbehandlung erforderlich (manchmal auch über eine Magensonde, sog. PEG). Je nach Gesundheitszustand können auch Infusionen, Schmerztherapie, Antibiotika gegen Entzündungen, Medikamente gegen Übelkeit oder Blutübertragungen (Transfusionen) sinnvoll oder dringend nötig sein.

Alternative Krebstherapien

In Zeitschriften und anderen Medien oder auch durch Mundpropaganda werden regelmäßig zusätzliche Krebstherapien angeboten, die man zusammenfassend oft als „alternative“ oder „komplementäre Behandlungsverfahren“ bezeichnet (z.B. Misteltherapie, spezielle Krebsdiäten, Wundersteine, Behandlung mit Nahrungszusatzstoffen, spezielle Vitamine, Schutz vor Erdstrahlen, etc.). Nach dem Stand der Wissenschaft sind diese Verfahren wirkungslos, meistens allerdings auch ohne relevante Nebenwirkungen. Sie können sicher sein, dass wir Ihnen alle Maßnahmen, die nach dem aktuellen Kenntnisstand der Medizin in Ihrem individuellen Fall hilfreich sein können, anbieten.

Falls Sie dennoch das Bedürfnis haben, selbst aktiv etwas gegen Ihre Erkrankung tun zu müssen, ist das in Ordnung. Scheuen Sie sich nicht, uns auch in diesem Punkt bei Bedarf um Rat zu fragen.

Noch ein Tipp: geben Sie für solche alternativen Zusatztherapien kein Geld aus, auf keinen Fall sollten Sie sich deswegen verschulden. 

Was können Sie selbst tun ?

Wenn Sie selbst mehr zu Ihrer Heilung  beitragen wollen, beachten Sie bitte folgende zusätzliche Regeln:

  • Nicht rauchen! Rauchen erzeugt Krebs, schwächt das Immunsystem und vermindert (wenn man während der Strahlentherapie raucht) wahrscheinlich auch die Strahlenwirkung am Tumor.

  • Wenig Alkohol: der Abbau des Alkohols belastet den Körper und kann die Verträglichkeit der Behandlung verschlechtern.

  • Ernähren Sie sich gesund: frisches Obst und Gemüse, regelmäßig Fleisch und Fisch.

  • Keine extrem hochdosierten Vitamingaben während der Strahlentherapie (sie könnten die Strahlenwirkung abschwächen)

  • Regelmäßige leichte körperliche Aktivität, soweit Sie sich das zutrauen, ist hilfreich (z.B. spazieren gehen)

  • Besprechen Sie alle Veränderungen, die Sie an Ihrem Körper bemerken (z.B. Schmerzen, Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit) mit uns oder Ihrem Hausarzt

Onkologische Rehabilitation

Oft sind Patienten nach einer intensiven Krebsbehandlung für längere Zeit geschwächt; manchmal bestehen auch nach Ende der Therapie noch für einige Wochen leichte Nebenwirkungen. Um möglichst schnell wieder gesund und leistungsfähig zu werden, kann eine spezielle Rehabilitation sinnvoll sein. Es gibt in Schleswig-Holstein mehrere auf die Nachbehandlung nach Krebserkrankungen spezialisierte Reha-Kliniken, mit denen wir zusammen arbeiten. Falls Sie diese Möglichkeit nutzen möchten, sprechen Sie uns bitte an. Wir organisieren dann eine Beratung bei unserem Sozialdienst, der alle weiteren Formalitäten für Sie erledigt.