Untersuchungen der Tumordormanz in Hirnmetastasen des Mamma- und Bronchialkarzinoms unter besonderer Berücksichtigung des NKG2D-Systems

PD Dr. med. Charlotte Flüh

Leitende Oberärztin, Vaskuläre Neurochirurgie
Tel.: 0431 500-23623

Hirnmetastasen, insbesondere bei Mamma- und Bronchialkarzinomen, sind von hoher klinischer Relevanz. Die Progression von Metastasen steht direkt mit dem Phänomen der Tumordormanz in Verbindung. Dormante Zellen befinden sich in einer Phase des angenommenen Wachstumsstillstands mit hoher Resistenz gegenüber Strahlen- u. Chemotherapie und bilden besonders häufig die Grundlage für Rezidive. Das NKG2D(Natural Killer Group 2D)-System ist ein Teil der körpereigenen Immunabwehr und setzt sich aus NKG2D-Rezeptoren auf Effektorzellen des Immunsystems und NKG2D-Liganden(NKG2DL), welche u.a. auf Tumorzellen überexprimiert werden, zusammen. Zu den Mechanismen der Dormanz und Rolle der NKG2DL ist insbesondere in Hirnmetastasen bisher nur wenig bekannt. Ziel des Projektes ist es zu untersuchen, welche NKG2DL sich co-exprimiert mit Markern der zentralen und peripheren Dormanz in zerebralen Bronchial- und Mammakarzinommetastasen in situ und nach Dormanzinduktion in vitro finden, diese Befunde in einem syngenen Mausmodell mit zerebralen dormanten / nicht-dormanten Tumoren zu validieren und somit zu überprüfen ob eventuell ein entitätenspezifisches Muster von Markern der zentralen und peripheren Dormanz existiert.

Förderung

Juniorförderung der Medizinischen Fakultät zu Kiel