Robo-COP

Robotergestützte Neurochirurgie unter Verwendung von optischer Kohärenztomographie und Ultraschall-Aspiration - Mit neuen Technologien gegen Hirntumore

logo_ministerium

Hirntumore noch präziser und sicherer entfernen:
Das ist das Ziel des Forschungsprojektes Robo-COP, welches die Klinik für Neurochirurgie am Campus Lübeck in Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Laserzentrum Lübeck und den beiden Medizintechnikunternehmen Söring GmbH (Quickborn) und ImFusion GmbH (München) durchführt. Bis 2029 fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt dieses Verbundprojekt mit einem Gesamtbetrag von 2,7 Millionen Euro.

In der dreijährigen Laufzeit wollen die Forschenden die Grundlagen für eine nächste Generation der bildgeführten und robotergestützten Neurochirurgie schaffen. Hierfür sollen verschiedene Technologien miteinander kombiniert werden. Ein Verfahren ist die optische Kohärenztomographie (OCT), welche feinste Gewebestrukturen sichtbar macht. Ergänzend soll ein spezieller Ultraschall-Aspirator (US-A) angewandt werden, welcher Gewebe nicht nur entfernt, sondern zugleich Informationen über dessen Beschaffenheit liefert. Beide Verfahren wurden bereits in Vorgängerstudien an der Klinik für Neurochirurgie erprobt und können intraoperativ unterstützen, gesundes Hirngewebe von erkranktem Gewebe zu unterscheiden.

Robo_COP_Abbildung

Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes ist die Entwicklung eines robotergestützten Systems, welches neurochirurgische Eingriffe automatisiert unterstützen und perspektivisch teilweise selbständig durchführen könnte. Die neurochirurgische Expertise bildet hierbei die Grundlage für eine praxisnahe Entwicklung und intraoperative Umsetzung der neuen Technologien.

Nach der Entwicklungsphase ist eine klinische Studie mit teilnehmenden Patientinnen und Patienten geplant, bei der die Verfahren während der Tumoroperation angewandt werden sollen.