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Ablauf Klinikaufenthalt

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

Im Folgenden finden Sie einige Informationen über Ihren Klinikaufenthalt. Diese sollen zu Ihrer Orientierung & zur Vorbereitung auf den Aufenthalt in unserer Klinik dienen.

1. Vor der Operation

Aufnahmeuntersuchung

Nach den Aufnahmegesprächen in der Verwaltung wird Sie ein Stationsarzt (Assistenzarzt) über Ihre aktuellen Beschwerden, über frühere Erkrankungen oder Operationen sowie Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen, befragen. Es ist hilfreich, wenn Sie diese Daten genau wissen und das Wichtigste aufgeschrieben haben. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung.

Neben dem Stationsarzt, der Sie bei täglichen Belangen betreut, ist Ihnen namentlich ein Oberarzt zugeteilt. Dieser ist verantwortlich für Diagnose/ Therapieentscheidungen die Sie betreffen & steht mit dem jeweiligen Sie betreuenden Stationsarzt in Verbindung.

Ein weiteres Aufnahmegespräch wird im Verlauf des ersten Tages durch eine Krankenschwester/Krankenpfleger erfolgen. Hier möchten wir erfahren, wie Sie mit Ihrer Krankheit umgehen und wie viel Hilfe Sie benötigen. In diesem Gespräch wird Ihnen die für Sie zuständige Hauptpflegekraft (primär verantwortliche Pflegekraft) vorgestellt. Diese Pflegekraft ist für alle pflegerischen Belange, während des stationären Ablaufs für Sie zuständig. Zusätzlich werden Ihnen in diesem Gespräch die täglichen Abläufe im Krankenhaus vorgestellt.

Als dritte Berufsgruppe erfolgt zeitversetzt ein weiteres Aufnahmegespräch, durch die Krankengymnastinnen/-en (Physiotherapeutinnen/-en) dieses dient der Festlegung von einem krankengymnastischen Behandlungsplan während Ihres Klinik Aufenthaltes.

Untersuchungen vor der Operation

Vor der Operation werden am Aufnahmetag eine Reihe von Zusatzuntersuchungen durchgeführt. Diese dienen dazu, uns auf Risiken der bevorstehenden Operation aufmerksam zu machen, andererseits geben sie uns die für die genaue Planung der Operation notwendigen Informationen.

Sie können zu einer reibungslosen Abwicklung beitragen, indem Sie in Ihrem Zimmer erreichbar bleiben und sich z.B. für Besuche in der Cafeteria beim zuständigen Pflegepersonal und/oder der Stationssekretärin abmelden. Die Untersuchungen finden häufig kurzfristig & auf Abruf statt. Wartezeiten zwischen den einzelnen Untersuchungen lassen sich nicht vermeiden. Sollten Untersuchungen bereits vor der Krankenhausaufnahme ambulant durchgeführt worden sein, werden diese nicht wiederholt, wenn uns die Unterlagen in ausreichender Qualität vorliegen. Bei Röntgenaufnahmen, Computertomographie (CT) & Magnetresonanztomographien/Kernspin (MRT) sollten sich diese alle im DICOM Format auf einer CD befinden.

Gespräch mit dem für die Operation verantwortlichen Arzt

Vielleicht wird es für Sie zuerst etwas verwirrend sein, wenn Sie mehrere Ärzte sehen: Den Stationsarzt, den Oberarzt und den Operateur. Letzterer wird Sie genau über die Operation und die Risiken sowie die Nachbehandlung informieren und Ihnen Fragen beantworten. Zudem werden Sie informiert, ob Sie unmittelbar nach der Operation auf unserer Intensivstation betreut werden.

Gespräch mit dem Narkosearzt (Anästhesiearzt)

Das Gespräch mit dem Narkosearzt erfolgt in der eigens dafür eingerichteten Prämedikationsambulanz. Dort werden Ihnen noch einmal Fragen, die speziell für die Narkose wichtig sind, wie z.B. die Frage nach Herz- oder Lungenkrankheiten, Allergien oder früheren Narkosen, gestellt. Anschließend wird Ihnen das geeignete Narkoseverfahren vorgestellt und alle Fragen Ihrerseits beantwortet.

2. Am Operationstag

Vorbereitung

Ab 22:00 Abends vor der Operation dürfen Sie nicht mehr essen und auch nicht mehr trinken, da sonst das Risiko einer Komplikation während der Operation deutlich erhöht würde. Eine Ausnahme davon bildet nur die Medikamenteneinnahme oder wenn Ihre Operation zeitversetzt beginnt. In diesen Fällen werden Sie gesondert darüber informiert. Etwa eine Stunde bevor Sie in den Operationssaal gebracht werden, erhalten Sie ein Medikament zur Narkosevorbereitung, das Sie etwas schläfrig macht.

Wartezeit

Falls Sie nicht unmittelbar an erster Stelle auf dem Operationsprogramm stehen, können wir Ihnen leider nur eine ungefähre Angabe über den Operationszeitpunkt machen. Abhängig von den vorangehenden Operationen kann sich dieser Termin verschieben. Da wir in unserem geplanten Operationsprogramm auch Notfälle operieren müssen, kann es vorkommen, dass geplante Operationen sogar verschoben werden müssen.

3. Nach der Operation

Unmittelbar nach der Operation

Für die erste Zeit nach der Operation ist eine intensive Überwachung notwendig. Sie werden dazu im Aufwachraum der anästhesiologischen Abteilung betreut. Sobald sich Ihr Kreislauf stabilisiert hat, werden Sie in Ihr Zimmer zurückverlegt. Nach größeren operativen Eingriffen kann eine Behandlung auf unserer neurochirurgischen Intensivstation angezeigt sein.

Schmerzen

Wichtig ist es für Sie zu wissen, dass es nicht nötig ist, nach einer Operation an Schmerzen zu leiden. Durch verschiedene Möglichkeiten, die Ihnen der Anästhesiearzt genau erläutern wird, ist eine vollständige Schmerzausschaltung möglich. Sollten Sie Schmerzen haben, melden Sie sich unverzüglich beim Pflegepersonal.

Postoperative Mobilisation & Thrombosevorbeugung

Nach dem neurochirurgischen Eingriff werden Sie schnellst möglichst, zumeist 24 Stunden nach der Operation, mit Hilfe der Krankengymnastinnen(-en) mobilisiert. Wichtig ist dabei, dass Sie keine Schmerzen haben und die Übungen gut durchführen können. Damit sich keine Blutgerinnsel in Ihren Beingefäßen bilden (Thrombose), die zu Lungengefäßverschlüssen (Lungenembolie) führen könnten, werden Sie Kompressionsstrümpfe tragen. Zusätzlich sollten Sie sich nach der Operation mit Hilfe der Pflegenden möglichst rasch an den Bettrand setzen und sogar einige Schritte gehen. Zudem werden Sie täglich eine Spritze zur Blutverdünnung in die Haut des Oberschenkels oder des Bauches erhalten.

Wundpflege

Ein erster Verbandwechsel wird in der Regel am 2. Tag nach der Operation durchgeführt. Die Wunde wird dann täglich kontrolliert und neu verbunden. Bei reizlosen Wunden können Sie ab dem 7. Tag nach der Operation wieder duschen. Offene Wunden (bei Wundentzündungen) werden ebenfalls täglich angeschaut, kontrolliert und falls notwendig gereinigt.

4. Entlassung und Nachbetreuung

Der Stationsarzt wird sich bemühen, während der Visiten möglichst frühzeitig Ihre Krankenhausentlassung mit Ihnen zu planen. Er wird Sie auch über Medikamente, die Sie weiter einnehmen sollten, Diätmaßnahmen, körperliche Schonung und zu erwartende Arbeitsunfähigkeit informieren. Es wird mit Ihnen auch besprochen, ob Sie noch Schonung brauchen, oder sich von Ihrer Familie oder Bekannten betreuen lassen wollen und können. Falls eine Rehabilitationsmaßnahme notwendig ist, wird diese bereits während Ihres stationären Aufenthaltes für Sie über unseren Sozialdienst organisiert. Des Weiteren wird Ihnen der Stationsarzt erläutern, ob zusätzlich zur Operation im Falle einer Tumorerkrankung noch weitere Behandlungen notwendig sind.

Selbstverständlich werden wir Ihren Hausarzt & einweisenden Arzt, die Sie nach der Entlassung regelmäßig besuchen sollten, über die nötigen Maßnahmen durch einen Entlassungsbrief informieren.

Alle Patienten werden 12 Wochen nach der Operation erneut in unsere Ambulanz zu postoperativen Nachsorge einbestellt. Bei Tumorerkrankungen werden Sie in unsere neuroonkologische Nachsorge eingebunden.

In einigen Fällen werden zusätzliche Nachkontrollen in unserer Poliklinik vereinbart.

Der Tagesablauf

Der Tagesablauf ist auf den neurochirurgischen Stationen wie folgt geregelt:

06.30 Uhr: Wecken, Morgentoilette und je nach Patient und Erkrankung: Blutzuckerkontrolle, Blutabnahme, Spritzen etc.

07.30 Uhr: Sie bekommen Ihr Frühstück

Vormittags finden zumeist Arzt-Visiten sowie die meisten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen statt. Abweichungen davon werden wir versuchen Ihnen zeitnah mitzuteilen.

12.00 Uhr: Sie bekommen Ihr Mittagessen.

Das Essensangebot bietet Ihnen immer die Möglichkeit, aus verschiedenen Gerichten auszuwählen. Der Speiseplan wird Ihnen zuvor zur Verfügung gestellt. Sie können zumeist bestellen, was Sie möchten - Abweichungen hiervon werden wir mit Ihnen besprechen.

12.30 - 14.00 Uhr: Mittagspause

Nutzen Sie die Zeit und schlafen Sie ein wenig - es trägt zu Ihrer Genesung bei.

14.30 Uhr: Das Personal bringt Ihnen Kaffee, Tee oder ein Getränk Ihrer Wahl.

Nachmittags ist ausreichend Zeit, um Besuch zu empfangen. Allerdings kann diese Zeit auch durch anstehende Therapien & Untersuchungen unterbrochen werden.

17.30 Uhr: Sie bekommen Ihr Abendessen.

22.00 Uhr: Nachtruhe. Bitte nutzen Sie diese Ruhezeit, sie tut Ihnen gut und ist für Ihre Genesung wichtig. Wenn Sie später noch lesen, fernsehen oder Radio hören möchten, tun Sie dies bitte mit Rücksicht auf Ihre Zimmernachbarn.