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Intensivstation 39c

An dieser Stelle möchten wir Ihnen unsere neurochirurgische Intensivstation, die Station 39c, vorstellen, die sich im Obergeschoss des Neurozentrums im Zentralklinikum befindet (Lageplan)

Pro Jahr werden hier ca. 700 Patienten betreut. Die Station verfügt über 16 komplett eingerichtete Intensivbetten mit der Möglichkeit zur differenzierten Beatmung und Infusionstherapie. Drei Betten werden von den Kollegen der Klinik für Neurologie betrieben.

Für die Beatmungstherapie stehen Beatmungsgeräte der modernsten Generation bereit, um die unterschiedlichen Ansprüche der Intensivpatienten gewährleisten zu können. Viele Patienten müssen nur für wenige Stunden oder Tage beatmet werden, z.B. nach einer größeren Operation am Gehirn. Bei diesen Patienten stellt die langsame und sanfte Entwöhnung von der Beatmungsmaschine nach Beendigung des künstlichen Komas meistens kein großes Problem dar. Andere Patienten dagegen sind nach schweren Hirnverletzungen längere Zeit auf eine künstliche Beatmung angewiesen. In diesen Fällen muß vorübergehend ein Luftröhrenschnitt durchgeführt werden. In unserer Klinik wird hierfür ein besonders schonendes Verfahren, die sogenannte Dilatationstracheotomie, mit großem Erfolg angewendet. Es handelt sich um ein komplikationsarmes Verfahren, bei dem der vorübergehende Luftröhrenschnitt auch bei sehr gefährdeten Patienten in wenigen Minuten möglich ist.

Aber auch weitere spezielle Geräte und Behandlungsverfahren stehen zur Verfügung und werden im Bedarfsfall eingesetzt. Für die Herz-Kreislauf-Therapie ist eine invasive Diagnostik mittels arterieller Blutdruckmessung, Rechts-Herz-Katheter oder PiCCO ebenso selbstverständlich wie die Anwendung von Nierenersatzverfahren (Hämofiltration) beim vorübergehenden Nierenversagen. Endoskopische Verfahren (Bronchoskopie, Gastroskopie) kommen ebenfalls zur Anwendung. Patienten mit therapieresistenten Hirndruckanstiegen, die z.B. nach einem Schädel-Hirn-Trauma auftreten können, werden in unserer Klinik mit einem invasiven Kühlungssystem behandelt, um durch die Temperaturregulation im Sinne einer Hypothermie eine Verbesserung der Stoffwechselsituation für das Gehirn zu erreichen.

Ein Schwerpunkt in der klinischen Diagnostik bei unseren Patienten, aber auch auf wissenschaftlichem Gebiet, stellt das multimodale Neuromonitoring dar. Es handelt sich dabei um invasive und nicht-invasive Verfahren, um Informationen über den klinisch-neurologischen Zustand des Patienten zu bekommen, die danach eine bessere Therapiesteuerung und -optimierung ermöglichen. So gehören die kontinuierliche Messung des Hirndrucks und des Sauerstoffgehaltes im Hirngewebe über Mikrokatheter, die direkt im Hirngewebe plaziert werden, zur Routine. Mit Hilfe der Mikrodialyse können Stoffwechselveränderungen direkt im Hirngewebe gemessen werden, was vor allem beim Schädel-Hirn-Trauma und bei der Aneurysmablutung von großem therapeutischen Nutzen sein kann. Weiterhin stehen modernste Geräte zur Ableitung von Gehirnströmen und evozierten Potentialen zur Verfügung, mit deren Hilfe Aussagen über den Funktionszustand der abgeleiteten Hirnbahn getroffen werden können. Mit Hilfe der transkraniellen Dopplersonographie (Ultraschalluntersuchung der Hirngefäße) als nicht-invasiver Technik können engmaschige Untersuchungen zur Früherkennung und -behandlung von Vasospasmen ("Gefäßkrämpfe") nach einer Aneurysmablutung durchgeführt werden. Alle die genannten Verfahren gewährleisten uns die Möglichkeit, die neurochirurgischen Erkrankungen optimal zu behandeln.

Für die Betreuung der Patienten steht ein kompetentes Team aus 7 Ärztinnen und Ärzten, 30 Schwestern und Pflegern sowie 2 Physiotherapeutinnen zur Verfügung. Damit ist eine vollständige und adäquate Versorgung unserer Patienten rund um die Uhr gewährleistet. Die Intensivstation wird komplett neurochirurgisch geleitet, gerade um die speziellen neurochirurgischen Probleme schnell erfassen und behandeln zu können. Und doch ist die Behandlung unserer Patienten interdisziplinär ausgerichtet, d.h. im Bedarfsfall nehmen wir den Rat und die Hilfe der Kollegen aus anderen Disziplinen, z.B. der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten, Traumatologen, Neuroradiologen und vieler anderer in Anspruch.

Sehr wichtig ist für uns ein enger Kontakt und Informationsaustausch mit den Angehörigen, da wir dieses für einen wichtigen und unabdingbaren Bestandteil des Behandlungskonzeptes im Sinne eines positiven Heilungsverlaufes halten. Gerade bei Angehörigen von Patienten, die aufgrund ihrer schweren Erkrankung längerfristig auf der Intensivstation bleiben müssen, tauchen immer wieder Fragen über Behandlungsfortschritte, geplante Maßnahmen oder auch über die Situation nach Entlassung von der Intensivstation auf. Diese Fragen werden wir Ihnen von ärztlicher und pflegerischer Seite aus ausführlich und kompetent beantworten. Bitte sprechen Sie uns an! Für Angehörige besteht die Möglichkeit, in die Pflege und Mobilisation der Patienten sowie in den Tagesablauf miteinbezogen zu werden, falls dieses gewünscht wird. Durch unser sehr engagiertes Pflegepersonal und den Physiotherapeuten werden spezielle Behandlungsmethoden angeboten, die über die intensivmedizinische Grundversorgung hinausgehen und sich an den Bedürfnissen der schwer erkrankten Patienten orientieren. Zu diesen Methoden gehören u.a.  die Basale Stimulation, die es dem Patienten erleichtern, das Körperbewusstsein durch veränderte Körperwahrnehmung wiederzuerlangen und erste Schritte auf einem oft langen Weg des Rehabilitationsprozesses zu gehen. Auch hierbei möchten wir Sie als Angehörige gerne mit einbeziehen.

Um dieses gewährleisten zu können, besteht die Möglichkeit die Besuchszeiten in besonderen Fällen nach Absprache flexibel zu variieren.

Die Besuchszeiten sind täglich von 15.00-19.00 Uhr.