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6. Lübecker Notfalltag

Sonnabend, 05. November 2016, 9-15 Uhr


UKSH lud Ärzte, Rettungs- und Pflegekräfte zum 6. Lübecker Notfalltag ein

Bereits zum sechsten Mal hat das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Poster 6  Lübecker Notfalltag 2016

(UKSH) am Campus Lübeck zum Lübecker Notfalltag eingeladen. Zu der Veranstaltung, die durch die Medizinische Klinik II des Universitären Herzzentrum Lübeck und die interdisziplinäre Notaufnahme organisiert wird, kamen über 600 Rettungsdienstmitarbeiter, Pflegekräfte und Ärzte am 05.11.2016 in das Audimax und nahmen an den Vorträgen und den Workshops teil. Das Audimax war damit so gut gefüllt, dass es fast an seine Kapazitätsgrenzen kam. „Die hohe Teilnehmerzahl hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen, beim 5. Lübecker Notfalltag hatten wir etwa 400 Gäste.“, freut sich Prof. Holger Thiele, Klinikdirektor der Medizinischen Klinik II. „Der Lübecker Notfalltag hat sich als berufsübergreifende Veranstaltung zum Thema Notfallmedizin nun wirklich etabliert“ ergänzt Dr. Sebastian Wolfrum, Ärztlicher Leiter der Notaufnahme. Die Rückmeldungen der Teilnehmer zum bewährten Konzept eines gemischten Programms mit Themen aus verschiedensten notfallmedizinischen Gebieten waren wieder durchweg positiv.

Dr. Florian Bär aus der Medizinischen Klinik I gab den Auftakt und referierte über die präklinische und innerklinische Versorgung von Patienten mit Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt und zeigte mit anschaulichen Bildern und Videosequenzen, welche Möglichkeiten der Blutstillung bei besonderen Krankheitsbildern existieren.

Im Anschluss machte Dr. Thomas Eckey aus dem Institut für Neuroradiologie deutlich, dass Katheterinterventionen im Gehirn nicht nur bei der Schlaganfallbehandlung notwendig sind, sondern auch bei der gefährlichen Subarachnoidalblutung von großer Bedeutung sind. Dr. Eckey erläuterte die Möglichkeiten des Katheters und die der operativen Behandlung, der der Gehirnblutung zu Grunde liegenden Gefäßaufweitungen.

Dr. Sönke Wallis aus der Medizinischen Klinik III fasste die aktuelle Therapie der akut exazerbierten chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen zusammen. Dr. Wallis legte sehr viel Wert auf praxisrelevante Therapievorschläge dieser Erkrankung, die sehr häufig im Rettungsdienst und der Notaufnahme zu behandeln ist.

Die endotracheale Intubation ist ein wichtiges Thema in der Notfallmedizin. So berichtete Dr. Sebastian Brandt aus der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin über das Erkennen und das Management des schwierigen Atemweges und gab Hinweise, wie in schwierigen Situationen die Intubation zu bewerkstelligen ist.

Der Vortrag aus dem Institut für Rechtsmedizin beleuchtete die Überschneidungen zwischen Notfallmedizin und Rechtsmedizin. Frau Dr. Stefanie Klückmann erläuterte, wie wichtig es gerade für Opfer von Gewalt sei, dass Mitarbeiter des Rettungsdienstes und der Notaufnahme Spuren durch eine gründliche Untersuchung bereits in der Anfangsphase der Behandlung erkennen und diese dokumentieren.

In den folgenden Workshops wurden den Teilnehmern in rotierenden Gruppen verschiedene Themen näher gebracht. Dr. Jobs aus der Medizinischen Klinik II leitete den Workshop tachykarde Herzrhythmusstörungen und erläuterte einen Diagnostikalgorithmus zur systematischen Herangehensweise an die EKG Auswertung. Frau Iris Misch von der Firma Teleflex medical GmbH demonstrierte die Durchführung der intraössären Kanülierung als Alternative zum Venenzugang. Dr. Marcel Frimmel aus den Sana Kliniken Lübeck zeigte die Möglichkeit der Video-assistierten Intubation beim schwierigen Atemweg.

Nach der Pause wurde das Thema Polytraumaversorgung besprochen. In einem gemeinsamen Projekt mit dem UKSH am Campus Lübeck und der Notfallsanitäterschule der Berufsfeuerwehr Lübeck sind zwei Lehrfilme entstanden, die die Versorgung eines Patienten mit Sturz aus 6m Höhe darstellt und beim Notfalltag erstmalig präsentiert wurde. Herr Thomas Nemitz von der Notfallsanitäterschule erläuterte hierbei die präklinische und Frau Prof. Carla Nau, Klinikdirektorin der Anästhesiologie und Dr. Andreas Unger die innerklinische Notfallversorgung im Schockraum. Hierbei wurde deutlich, welche Vorteile ein strukturiertes und zwischen Rettungsdienst und Klinik abgestimmtes Vorgehen für den Patienten haben.

Prof. Peter Radke aus den Schön Kliniken in Neustadt referierte über das „Chamäleon“ Lungenarterienembolie und erläuterte Strategien, für eine rationale Diagnostik unter Einsatz von klinischem Blick, EKG, Echokardiografie und Labordiagnostik sowie für eine differenzierte Therapie in Abhängigkeit von dem Risiko der Patienten.

Die Notfall App „Lübeck rettet“ war schon beim letzten Lübecker Notfalltag ein Thema. Beim 6. Lübecker Notfalltag gab Prof. Holger Thiele ein Update und erläuterte den Nutzen der App, die Ersthelfer gezielt zu leblosen Patienten mit plötzlichem Herztod lotst, um noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes eine Herzlungenwiederbelebung starten zu können. Die Pilotphase ist erfolgreich abgeschlossen. Derzeit wird die App noch einmal technisch optimiert, so dass bald ein flächendeckender Einsatz in Lübeck möglich ist.

Den abschließenden Vortrag hielt Dr. Philipp Jung aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zum Thema Atemnot beim Kind. Dr. Jung gab nützliche Hinweise zum Erkennen der Atemnot und deren Behandlung gerade auch für Rettungsdienstmitarbeiter ohne große Routine bei der Intubation von kleinen Kindern.

Der nächste Notfalltag wird am 13.05.2017 stattfinden. Das Programm wird rechtzeitig bekannt gegeben. 


Bilderpräsentation 6. Lübecker Notfalltag v. 05.11.20166 (pdf) 

Vorträge:

 „Notfall Subarachnoidalblutung: Neuroradiologisch Interventionelle Therapie“ - Dr. med. Thomas Eckey / Institut für Neuroradiologie, UKSH, Campus Lübeck / PDF

Notfall App: Ein Update zu Lübeck rettet - Prof. Dr. med. Holger Thiele; Universitäres Herzzentrum, Medizinische Klinik II, UKSH, Campus Lübeck / PDF


Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
Interdisziplinäre Notaufnahme

Tel.: 0451 500-47001, E-Mail: Beatrice.Kwasny@uksh.de 

 

 


Bild von Beatrice Kwasny
Beatrice Kwasny
Interdisziplinäre Notaufnahme
Teamassistentin
Telefon Lübeck: 0451 500-47001 | Fax: -47004