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Eitrige Coxitis

EitrigeCoxitisBei dieser eitrigen Gelenkentzündung kommt es über das Blut zu einer Ansiedlung von Keimen in das Hüftgelenk. Ausgangspunkt können z.B. Hautläsionen, Furunkel, Abszesse oder Mittelohrentzündungen sein. Die eitrige Coxitis ist die häufigste eitrige Gelenkentzündung eines Gelenkes im Wachtumsalter und tritt vermehrt im Säuglingsalter auf. Durch die Eiteransammlung im Gelenk kommt es schon innerhalb weniger Tage zu einer Zerstörung des noch knorplig angelegten Hüftkopfes sowie der Wachstumszone. Bei länger auftretendem Erguss über Tage und Wochen kommt es durch den Druck im Gelenk zu einer Luxation der Hüfte. Die Schädigung des Hüftkopfes und der Wachstumszone kann zu einem massiven Fehlwachstum mit deutlicher Beinverkürzung führen. Zusätzlich ist durch die Zerstörung des Gelenkknorpels eine frühe Arthrose vorprogrammiert. Die Patienten mit einer eitrigen Coxitis sind meist in einem schlechten Allgemeinzustand und haben in ca. 80 % der Fälle Fieber. Die Schmerzen des Säuglings im Hüftgelenk werden oft zuerst beim Wickeln entdeckt. Das Kind schreit jedesmal beim Bewegen des betroffenen Beines.

Merke

Der Hüftschmerz beim Säugling auch ohne Fieber und bei Patienten älter als 1 Jahr bedarf dringend sofortiger orthopädischer Abklärung. Ist der Säugling im Krankenhaus, erfolgt zunächst eine Untersuchung sämtlicher Gelenke (nicht nur des Hüftgelenkes). Die Blutwerte werden kontrolliert. Zusätzlich wird ein Ultraschall des Hüftgelenkes durchgeführt, hier lässt sich ein Hüftgelenkserguss und eine Verdrängung des Hüftkopfes aus der Pfanne darstellen. Bei erhöhten Entzündungsparametern und im Ultraschall bestätigten Erguss, führen wir eine Punktion der Hüfte durch. Lässt sich hierbei ein eitriger Hüftgelenkserguss gewinnen, wird das Gelenk direkt gespült. Das Gelenkpunktat wird zur bakteriologischen Untersuchung eingesandt. Direkt nach der Punktion wird mit einer Antibiotika-Behandlung begonnen, die nach Erhalt des Antibiogrammes noch speziell angepasst wird. Prinzipiell gilt, die Säuglings-Coxitis ist ein orthopädischer Notfall, sie bedarf sofort gezielter Behandlung. Je früher die Behandlung einsetzt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines bleibenden Schadens.