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UKSH wird Schwerpunktzentrum für Knochenerkrankungen

Dienstag, 14. Januar 2014

Dachverband Osteologie (DVO) zertifiziert Campus Kiel als klinisch-osteologisches Schwerpunktzentrum – einziges zertifiziertes Krankenhaus in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern

Der Dachverband Osteologie e.V. (DVO) hat im Dezember 2013 dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, die Zertifizierung als klinisch-osteologisches Schwerpunktzentrum DVO verliehen. Das UKSH ist damit die derzeit einzige klinische Einrichtung in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, die über diese Zertifizierung verfügt. Die Fachgesellschaft bescheinigt dem Klinikum damit eine besondere Kompetenz für die Behandlung der Osteoporose sowie sämtlicher anderer Knochenerkrankungen.

Osteoporose – umgangssprachlich als Knochenschwund bezeichnet – ist eine schleichende, anfangs schmerzfreie Erkrankung. Während sich beim gesunden Erwachsenen Knochenneubildung und Knochenabbau die Waage halten, ist dieses Verhältnis bei der Osteoporose gestört: Entweder wird zu wenig Knochen neu gebildet, oder der Knochen wird vermehrt abgebaut. In Deutschland sind rund sieben Millionen Menschen betroffen, Frauen deutlich häufiger als Männer. Rund 40 Prozent aller Frauen erleiden einmal in ihrem Leben einen durch Osteoporose bedingten Bruch. Wird die Krankheit in einem frühen Stadium diagnostiziert, kann sie durch medikamentöse Behandlung gestoppt werden.

„In unserem zertifizierten Schwerpunktzentrum bieten wir unseren Patienten Hilfe bei der Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Osteoporose, aber auch bei sämtlichen anderen Knochen-Stoffwechsel-Störungen sowie Skelett- und Muskelerkrankungen“, erklärt Prof. Dr. Heiner Mönig, Klinik für Innere Medizin I, unter dessen Federführung die Zertifizierung beantragt wurde. „Daher arbeiten wir mit den Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen aus der universitären Vernetzung zusammen. Dies sichert unseren Patienten die bestmögliche Behandlung von der Diagnostik bis zur Durchführung der individuellen Therapie.“ In der Sektion für Biomedizinische Bildgebung unter der Leitung von Prof. Dr. Claus-Christian Glüer werden neue diagnostische Methoden entwickelt, um das Fraktur- (Knochenbruch) Risiko möglichst genau abschätzen zu können.

Beim zertifizierten Schwerpunktzentrum am Campus Kiel des UKSH handelt es sich um eine Kooperation der Kliniken für Innere Medizin I (Direktor: Prof. Dr. Stefan Schreiber), der Sektion für Biomedizinische Bildgebung (Leitung: Prof. Dr. Claus-Christian Glüer) in der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie (Direktor: Prof. Dr. Olav Jansen), der Klinik für Orthopädie (Direktor: Prof. Dr. Joachim Hassenpflug) sowie der Klinik für Unfallchirurgie (Direktor: Prof. Dr. Andreas Seekamp).

Mit der Zertifizierung als „Osteologisches Schwerpunktzentren DVO“ sollen Praxen und Kliniken ausgezeichnet werden, die in besonderer Weise über Erfahrungen in der Prävention und Versorgung osteologischer Patienten verfügen. Dies soll sich in diagnostischen und therapeutischen Leistungen am Patienten ebenso ausdrücken wie etwa in Schulungsaktivitäten für Patienten, Fortbildungsangeboten für Ärzte und Teilnahme an Qualitätssicherungsprogrammen.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel,
Klinik für Innere Medizin I, Prof. Dr. Heiner Mönig,
Tel.: 0431 597-1361, E-Mail: heiner.moenig@uksh.de

Prof. Dr. Heiner Mönig, Klinik für Innere Medizin I, beantragte gemeinsam mit seinen Kollegen die Zertifizierung.

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