Das Universitäre Wirbelsäulenzentrum des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, ist von der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) zertifiziert worden. Damit hat das UKSH an beiden Campi in Kiel und Lübeck ein „Wirbelsäulenzentrum der Maximalversorgung der DWG“, was dem höchsten Auszeichnungslevel entspricht – als einzige Gesundheitseinrichtung in Schleswig-Holstein. „Die Qualitätssicherung der Behandlung unserer Patientinnen und Patienten ist unser erklärtes Ziel. Wir haben uns deshalb der sehr intensiven und aufwendigen Begutachtung der Wirksamkeit und Sicherheit unserer Versorgung durch Experten der DWG unterzogen“, sagt Prof. Dr. Michael Synowitz, Direktor der Klinik für Neurochirurgie, Campus Kiel.
Seit vier Jahren bündeln die Klinik für Neurochirurgie und die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie ihre Kompetenz in der Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen in einem eigenem Universitären Wirbelsäulenzentrum am Campus Kiel, das für die Behandlung aller Erkrankungen und Verletzungsfolgen der Wirbelsäule optimal aufgestellt ist. Patientinnen und Patienten erhalten hier ein leitliniengerechtes und individuell abgestimmtes Diagnose- und Therapieangebot. „Wir sind stolz, diese Auszeichnung zu erhalten, der sehr strenge Kriterien zugrunde liegen. Für Patienten ist das Urteil der unabhängigen Prüfer ein Zeichen der Zuverlässigkeit“, sagt Prof. Dr. Andreas Seekamp, Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie.
In ihrer Begründung hoben die Auditorinnen und Auditoren die exzellenten Standards bei der Versorgung der Patienten und die hohe Behandlungsqualität hervor. Zertifiziert wurde insbesondere die Behandlung von degenerativen Erkrankungen, dazu zählen Bandscheibenvorfälle und Verengungen des Wirbelkanales; außerdem die Behandlung von Tumoren und Wirbelsäulenverletzungen sowie von entzündlichen Erkrankungen, etwa der Wirbel und Wirbelkörper.
Besonders gewürdigt wurde auch der wirbelsäulenchirurgische Schwerpunkt des Zentrums. „Die chirurgische Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule verlangt eine sehr hohe Qualifikation sowie eine umfassende Erfahrung der Operateurin oder des Operateurs, wie sie nur ein auf diese Eingriffe spezialisiertes Zentrum vorhalten kann“, sagt Dr. Anne Dorothée Schmitt, Oberärztin der Klinik für Neurochirurgie und Leiterin des Wirbelsäulenzentrums. So verfügt das Zentrum über mehrere Ärztinnen und Ärzte, die das Masterzertifikat der DWG vorweisen können. Die überwiegend komplexen Operationen im Bereich der Wirbelsäule werden mit modernster apparativ-technischer Ausstattung durchgeführt.
„Im Vordergrund steht, unsere Patientinnen und Patienten zunächst ausführlich zu beraten, so dass sie ihre Erkrankung und alle Behandlungsoptionen verstehen. Dazu gehört auch immer die Klärung der Frage, ob ein operativer Eingriff vermieden werden kann“, sagt Dr. Schmitt. „Wir sind froh, dass wir dem überwiegenden Teil der Patienten mit Verschleißerkrankungen auf konservativem Weg, ohne Operation, helfen können.“ Das Zentrum arbeitet eng mit niedergelassenen Neurochirurgen, mit Schmerztherapeuten und anderen Kliniken mit konservativem Behandlungsschwerpunkt in der Region zusammen.
Mit der Zertifizierung nimmt das Wirbelsäulenzentrum am Campus Kiel auch am Deutschen Wirbelsäulenregister der DWG teil, das das Vorgehen bei allen Operationen offenlegt und die Ergebnisqualität verschiedener Kliniken vergleichbar macht. Die DWG ist die größte fachgebundene Wirbelsäulengesellschaft Europas.
Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Universitäres Wirbelsäulenzentrum,
Dr. Anne Dorothée Schmitt, Tel.: 0431 500-23625, anne.schmitt@uksh.de

Dr. Anne Dorothée Schmitt, Oberärztin der Klinik für Neurochirurgie und Leiterin des Wirbelsäulenzentrums, und Dr. Michael Müller, Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und stellvertretender Leiter des Wirbelsäulenzentrums, mit dem Zertifikat der DWG
Bild in Originalgröße Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
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