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Virtuelle Diabetes-Ambulanz des UKSH mit Gesundheitspreis ausgezeichnet

Montag, 20. September 2021

Das Telemedizin-Projekt „Virtuelle Diabetes-Ambulanz für Kinder und Jugendliche“ (ViDiKi) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) hat bei der Verleihung der MSD-Gesundheitspreise den 2. Platz mit einer Fördersumme von 25.000 Euro gewonnen. Mit den Preisen würdigt das Pharmaunternehmen MSD herausragende und innovative Versorgungsleistungen. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, die es uns ermöglicht, auch die Weiterführung des Angebots wissenschaftlich zu begleiten“, sagt Dr. Simone von Sengbusch, Projektleiterin und Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKSH, Campus Lübeck.

Ziel von ViDiKi ist es, die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes Typ 1 in Schleswig-Holstein zu verbessern. Durch das Angebot von monatlichen Videosprechstunden können die jungen Patientinnen und Patienten und ihre Familien sich häufiger von Diabetes-Expertinnen und -Experten des UKSH beraten lassen, ohne lange Anfahrtswege zur Spezialambulanz und Wartezeiten in Kauf nehmen zu müssen. Alle Therapiedaten, wie die kontinuierlich erhobenen Glukosewerte der Kinder und Jugendlichen, werden digitalisiert und während der Videosprechstunde ausgewertet und besprochen. Die Erprobung der Videosprechstunde im Rahmen der ViDiKi-Studien wurde bislang vom Innovationsfonds der Bundesregierung und dem Versorgungssicherungsfonds des Landes Schleswig-Holstein finanziert. Derzeit finden Verhandlungen statt, damit die jungen Patientinnen und Patienten die Versorgungsleistung auch weiterhin erhalten können.

„Die Auswertung der Studien zeigt, dass die Zufriedenheit mit der virtuellen Diabetesambulanz sehr hoch ist. Durch die häufigere Kontrolle der Werte und Beratung hat sich die Stoffwechsellage der Kinder signifikant verbessert. Außerdem hat die Videosprechstunde die Belastung der Familien deutlich reduziert“, sagt Dr. von Sengbusch. Evaluiert wurde die ViDiKi-Studie von Dr. Dr. Fabian-Simon Frielitz, Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie des UKSH und der Universität zu Lübeck.

Bislang mussten die Teilnehmenden an ViDiKi trotz telemedizinischer Betreuung noch weiterhin einmal im Quartal selbst in die Diabetesambulanz kommen. Künftig soll die häufige Beratung per Videosprechstunde einen Teil dieser Termine ersetzen, so dass sich die jungen Patientinnen und Patienten nur noch jährlich in die Ambulanz begeben müssen.

Etwa 1.500 Kinder und Jugendliche sind in Schleswig-Holstein an Diabetes Typ 1 erkrankt. Die Erkrankung greift stark in den Alltag der Betroffenen und ihrer Familien ein. Trotzdem können Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes ein weitgehend normales Leben führen. Dafür brauchen sie jedoch eine gute medizinische Versorgung mit einer individualisierten Insulintherapie, technische Hilfsmittel zur ständigen Glukosemessung und eine regelmäßige fachärztliche Betreuung – die dank Telemedizin auch online stattfinden kann.

Für Rückfragen von Journalistinnen und Journalisten steht zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Simone von Sengbusch, Tel.: 0451 500-42935, simone.vonsengbusch@uksh.de 

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Dr. Dr. Fabian-Simon Frielitz, Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie des UKSH und der Universität zu Lübeck, und Dr. Simone von Sengbusch, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKSH, freuen sich über den MSD-Gesundheitspreis für ihr Projekt ViDiKi (v. l., mit MSD-Jurymitglied Dr. Rainer Hess).
Foto: MSD

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