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UKSH baut dreigeschossige Fahrrad-Mobilitätsstation am Campus Kiel

Dienstag, 01. November 2022

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) baut auf dem Campus Kiel eine Fahrrad-Mobilitätsstation für Mitarbeitende und Studierende mit rund 1.340 hochwertigen Fahrrad-Stellplätzen. Finanzministerin Monika Heinold, Prof. Dr. Dr. h.c. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender (CEO) des UKSH, und Frank Eisoldt, Geschäftsführer der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH), stellten heute die Pläne für den dreistöckigen Neubau im Zentrum des Campusgeländes vor.

Finanzministerin Monika Heinold sagte: „Es war richtig, mit dem Zukunftspakt die Grundlage für weitere Investitionen am UKSH zu schaffen. In Zeiten des Klimawandels müssen wir verstärkt Mittel für Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien bereitstellen. Die Fahrradstation ist ein Pionierprojekt für emissionsfreie Mobilität in Schleswig-Holstein. Mein Dank gilt dem Bund für die Förderung, ohne die dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre.“

„Mit dieser Mobilitätsstation setzt das UKSH einmal mehr Maßstäbe für den Klimaschutz und leistet einen wegweisenden Beitrag zur Mobilitätswende“, sagte Prof. Scholz. „Wir sind sehr dankbar für die große Unterstützung des Landes und des Bundes, um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Studierenden am Campus Kiel ein attraktives Angebot für den Umstieg auf nachhaltige Mobilitätsformen zu machen.“

„Dies ist die erste Mobilitätsstation mit drei Geschossen, die wir in Schleswig-Holstein bauen. Mit der Photovoltaikanlage auf dem Dach und der teilbegrünten Fassade ist dieses Gebäude auch architektonisch ein wichtiger Baustein für die Umsetzung der Klimaschutzstrategie Schleswig-Holsteins“, sagte Frank Eisoldt, Geschäftsführer der GMSH, unter deren Leitung der Bau errichtet wird.

Bei der Mobilitätsstation handelt es sich um ein dreigeschossiges Gebäude auf einer Grundfläche von 1.600 Quadratmetern. Die hochmoderne Anlage bietet rund 1.340 nach Fahrradart ausdifferenzierte Stellplätze, darunter 63 bedarfsgerechte Stellflächen für Lastenräder sowie 280 Stellplätze mit E-Lademöglichkeit. Für entnehmbare Akkus werden zusätzlich 240 abschließbare Ladefächer angeboten. Die Aufladung ist – wie die gesamte Nutzung des Gebäudes – für die Mitarbeitenden und Studierenden kostenlos.

Die Mobilitätsstation legt einen Schwerpunkt auf Nutzerfreundlichkeit, Sicherheit und Service. Neben 540 Spindschränken ist ein Serviceraum geplant, der sowohl als Selbsthilfewerkstatt dient als auch zur Übergabe eines Rades zur Reparatur durch einen Dienstleister.

Die geschwungene Form des Gebäudes ist einem dynamischen Straßenverlauf nachempfunden und setzt mit der teilbegrünten Fassade einen architektonischen Akzent an der Rosalind-Franklin-Straße im Zentrum des UKSH-Campus in direkter Nähe zum Haupteingang. Der Ladestrom für die E-Bikes wird vor Ort im Gebäude in einer Photovoltaikanlage auf der Dachfläche gewonnen.

Der Baubeginn ist für November 2023 geplant, die Fertigstellung des Gebäudes soll im Januar 2026 erfolgen. Das Bauvorhaben des UKSH ist Teil eines übergeordneten Mobilitätskonzeptes im Rahmen des Baulichen Masterplans auf dem Campus Kiel, das die umweltverträgliche und sichere Erreichbarkeit des Universitätsklinikums verbessern soll. Als Sofortmaßnahme werden zusätzlich zu den Stellplätzen der Mobilitätsstation weitere 600 dezentrale Stellplätze für Fahrräder geschaffen. Insgesamt sind im Baulichen Masterplan in den Außenbereichen des Campus Kiel 2.000 weitere Abstellflächen vorgesehen, so dass perspektivisch rund 4.000 Stellplätze zur Verfügung stehen.

Durch das Maßnahmenpaket des UKSH für den Radverkehr soll der Ausstoß von CO2 um gut 1.100 Tonnen jährlich vermindert und der lokale Schadstoffausstoß verringert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt zur Förderung des Radverkehrs besteht für das UKSH in dessen Wirksamkeit im Rahmen von Gesundheitsförderung für die Beschäftigten und des Infektionsschutzes auf dem Weg zur Arbeit. Zudem gewährleistet der Radverkehr mit seiner hohen räumlichen und zeitlichen Flexibilität in hohem Maße die Erreichbarkeit des Klinik-Campus und trägt dazu bei, den Betrieb jederzeit aufrecht erhalten zu können.

Die Gesamtkosten für den Neubau der Mobilitätsstation betragen rund 14,65 Millionen Euro. Vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat das UKSH für das Projekt einen Zuwendungsbescheid aus dem Klima- und Transformationsfonds in Höhe von ca. 6,28 Millionen Euro erhalten. Die weiteren Baukosten der Fahrrad-Mobilitätsstation in Höhe von rund 8,37 Mio. Euro werden im Rahmen des „Zukunftspaktes UKSH“ abgebildet, der unter anderem Mittel für Investitionen in Höhe von rund 650 Millionen Euro vorsieht.

„Klimafreundlichkeit und Umweltschutz spielen bei uns eine genauso wichtige Rolle wie soziale und ökonomische Themen. Das UKSH hat sich die Klimaneutralität bis 2030 zum Ziel gesetzt“, sagt Prof. Scholz. „Als Hochenergiebetrieb erkennen wir unsere Verantwortung und ziehen die ökologischen Konsequenzen unseres Handelns. Aufgrund der bereits realisierten Maßnahmen zur Energieeffizienz und in den kommenden Jahren noch umfassend geplanten Modernisierungs- und Sanierungstätigkeiten im Bestand der beiden Campi Kiel und Lübeck sowie dem Ausbau der regenerativen Energien kann das UKSH nicht nur seinen Energieverbrauch senken, sondern ebenfalls seinen CO2-Fußabdruck minimieren. Bereits vor dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine haben wir uns das Ziel gesetzt, das von der Bundesrepublik gesetzte Klimaziel zur Reduzierung der Treibhausgase von 65 Prozent bis 2030 gegenüber 1990 zu übertreffen.“

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Pressebilder

Fahrrad-Mobilitätsstation UKSH Kiel

Visualisierung des Neubaus am Campus Kiel des UKSH. (c) SCHMIEDER. DAU. ARCHITEKTEN. BDA

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 Finanzministerin Monika Heinold, Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender (CEO) des UKSH, und Frank Eisoldt, Geschäftsführer der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH), enthüllten heute ein Fassadenbanner, das über die Neubaupläne informiert.

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"Mit dieser Mobilitätsstation setzt das UKSH einmal mehr Maßstäbe für den Klimaschutz und leistet einen wegweisenden Beitrag zur Mobilitätswende“, sagte Prof. Scholz.

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