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Startseite > Ablauf einer PID

Ablauf der Präimplantationsdiagnostik

Bei familiären Chromosomenstörungen kann mit einer PID mittels Array CGH nach Zustimmung der Ethikkommission grundsätzlich direkt begonnen werden.

Für molekulargenetische Untersuchungen bei monogenen Erkrankungen muss das PID-Testverfahren dagegen für die Familie individuell etabliert werden. Die Dauer der Etablierung eines PID-Testverfahrens kann im Einzelfall sehr unterschiedlich sein. Als Richtwert sollte man mit 4 bis 6 Monaten rechnen. Für die Etablierung werden Blut- oder DNA-Proben des Paares und je nach Fragestellung noch von weiteren Personen, wie z.B. von einem betroffenen Kind oder von den Eltern des Paares, benötigt.

Die Etablierung erfolgt in zwei Phasen

In einer ersten Phase werden genetische Marker in der Familie für eine Verwendung zur PID gesucht und ein Testsystem entwickelt

In einer zweiten Phase wird das Testsystem an Einzelzellen des Paares optimiert

Nach Etablierung der PID erfolgt über mehrere Tage eine Hormonstimulation der Frau mit anschließender Eizellen-Entnahme. Am Tag der Eizellen-Entnahme wird der Samen des Mannes benötigt. Mit den Samenzellen werden die Eizellen dann im Reagenzglas befruchtet. Den so entstandenen Embryonen werden wenige Zellen entnommen (Video einer embryonalen Zell-Entnahme). Nach der genetischen Testung dieser Zellen kann die Auswahl der in die Gebärmutter zu übertragenden Embryonen erfolgen.

Eine Beschreibung der hormonellen Stimulation und ICSI Behandlung finden Sie hier.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft, bzw. Lebendgeburt pro PID Behandlungszyklus (also pro Stimulationsbehandlung mit Eizellen-Entnahme, Reagenzglasbefruchtung, genetischer Testung und Embryonenübertragung) liegt bei rund 20-30% (Quelle: ESHRE PGD Consortium Jahresbericht, Hum Reprod 2015).