Transgenderchirurgie

Die geschlechtsangleichende Chirurgie verfolgt das Ziel, den Körper an die geschlechtliche Identität eines Menschen anzupassen und somit die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Für viele trans Menschen stellt sie einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem stimmigen Körperempfinden und einem authentischen Leben dar.

Unsere Klinik arbeitet nach einem interdisziplinären Ansatz: In enger Kooperation mit Kolleginnen aus der Endokrinologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Gynäkologie, Urologie sowie weiteren Fachgebieten stellen wir eine umfassende medizinische, psychologische und operative Betreuung sicher. Jede Behandlung wird individuell geplant – im Mittelpunkt stehen stets die Bedürfnisse, Wünsche und gesundheitlichen Voraussetzungen unserer Patientinnen.

Wir legen großen Wert auf eine einfühlsame, persönliche Beratung. Von der ersten Kontaktaufnahme über die operative Planung bis zur Nachsorge stehen wir unseren Patient*innen als verlässlicher Partner zur Seite.

Operationen bei transmännlichen Personen
(Frau-zu-Mann)

Subkutane Mastektomie („Top Surgery“)

Die subkutane Mastektomie dient zur Entfernung des Brustdrüsengewebes und zur Konturierung einer maskulinen Brustform. Sie zählt zu den am häufigsten gewünschten operativen Maßnahmen bei transmännlichen und nichtbinären Personen.

Verschiedene Techniken (z.B. periareolär, T-Schnitt etc.)

  • Periareoläre Technik: Geeignet bei kleineren Brustgrößen und guter Hautelastizität. Der Schnitt wird rund um den Warzenhof gelegt, sodass die Narben sehr unauffällig bleiben.

  • T-Schnitt-Technik:Empfohlen bei größerem Drüsenvolumen oder überschüssiger Haut. Ermöglicht eine präzise Konturierung der Brust sowie die Versetzung des Warzenhofes.

  • Liposuktion:Zur Verbesserung der Brustkontur und Harmonisierung des Gesamtergebnisses.

Korrekturen/ sekundäre Eingriffe

In einigen Fällen können sekundäre Eingriffe sinnvoll sein, um Narben zu optimieren, die Symmetrie weiter zu verbessern oder den Warzenhof zu verfeinern. Wir beraten hierzu individuell und transparent.

Operationen bei transweiblichen Personen
(Mann-zu-Frau)

Brustaugmentation mit Implantaten oder Eigenfett

Viele transweibliche Patientinnen wünschen sich eine vollere und femininer geformte Brust. Die Brustaugmentation kann mit Implantatenoder Eigenfetttransfer erfolgen:

  • Implantate:Verschiedene Größen und Formen ermöglichen ein individuell abgestimmtes, natürliches Ergebnis.

  • Eigenfett (Lipofilling):Eine schonende Methode mit sehr natürlicher Haptik, geeignet für Patientinnen mit ausreichend Spenderfett.

Welche Methode geeignet ist, wird in einem ausführlichen Beratungsgespräch gemeinsam festgelegt.

Symmetrieanpassung, Korrektureingriffe

Bei Bedarf können im Verlauf Korrekturen vorgenommen werden, etwa zur Verbesserung der Form, Anpassung der Implantatposition oder Optimierung der Symmetrie.

Begleitung und Nachsorge

Präoperative Aufklärung

Vor jeder Operation erfolgt eine ausführliche persönliche Beratung. Dabei besprechen wir Erwartungen, mögliche Ergebnisse, Risiken, Alternativen und den Ablauf der Behandlung. Wir unterstützen auch bei der Abstimmung mit behandelnden Therapeut*innen oder begleitenden medizinischen Fachbereichen.

Postoperative Wundversorgung, Kompression, Narbenpflege

Eine sorgfältige Nachsorge ist entscheidend für ein gutes langfristiges Ergebnis:

  • Wundkontrollen und Verbandwechsel

  • Kompressionsbekleidung, insbesondere nach Mastektomie oder Lipofilling

  • Professionelle Narbenpflegezur Verbesserung der ästhetischen Heilung

  • Psychologische Begleitung, Peer-Support

  • Langfristige Nachsorge (z. B. Sensibilität, ästhetische Ergebnisse, Korrekturoperationen)

Auch nach der primären Heilung stehen wir für langfristige Kontrollen zur Verfügung. Themen können u. a. sein:

  • Sensibilitätsveränderungen

  • Entwicklung der ästhetischen Ergebnisse im Verlauf

  • Bedarf an Korrekturoperationen

  • Fragen zur hormonellen Begleittherapie (in Zusammenarbeit mit Endokrinologie)