Start
28. November 2025Fr. 14 Uhr
Ende
29. November 2025Sa. 14 Uhr
Veranstaltungsort
Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung
Königstraße 42
23552 Lübeck
Veranstalter
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
Messerkriminalität ist zur Zeit in aller Munde bzw. auf jeder Titelseite zu finden. Gefühlt vergeht kaum ein Tag, an dem sich kein Angriff mit einem Messer in den Medien findet. Neben dem medialen Fokus auf dem Thema ergibt sich jedoch auch aus der polizeilichen Kriminalstatistik eine deutliche Zunahme der Delikte, in denen ein Messer eine Rolle gespielt hat, wobei auch die Anzahl von Gewaltdelikten an sich zugenommen hat.
In jedem Fall begegnen uns in der rechtsmedizinischen Routine Verletzungen durch scharfe Gewalt in hoher Regelmäßigkeit. Auch bei den Tötungsdelikten ist diese Gewaltform mit am häufigsten vertreten.
Neben politischen Fragen, die in diesem Rahmen keine Rolle spielen sollen, nichts desto trotz aber natürlich diskutiert werden dürfen, ist der Ansatz, mit unseren Referenten einen breiten Überblick über möglichst viele Facetten des Themas zu geben. Neben den rein morphologischen Aspekten, wie z.B. das Verletzungbild nach scharfer Gewalteinwirkung am Knochen, soll auch über Grundsatzfragen nachgedacht werden. Hierunter fällt die Frage, woher der Begriff der halbscharfen Gewalt eigentlich kommt und wie er verstanden wird. Ein Blick in die Literatur förderte hier doch Erstaunliches zu Tage.
Abgerundet wird die Betrachtung des Themas scharfe Gewalt durch rekonstruktive Überlegungen, Bildgebung und Spurenuntersichungen. Des Weiteren sollen kriminologische und juristische Aspekte beleuchtet werden. Gerade beim letzten Thema zeigte sich, dass Begriffe wie abstrakte oder konkrete Lebensgefahr durchaus unterschiedlich verstanden werden können.
Wir hoffen, dass es uns auch diesmal gelungen ist, ein interessantes Thema auszuwählen und dieses in der bewährten Form der Übersichtsreferate möglichst umfassend zu beleuchten. Genügend Zeit für Diskussionen und Gespräche ist sowohl im Programm als auch in den Pausen gegeben.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch, interessante Gespräche und begrüßen Sie zu den XXIII. Forensischen Gespräche. Seien Sie uns herzlich in Lübeck willkommen!
Prof. Dr. med. Johanna Preuß-Wössner | Prof. Dr. med. Christoph Meißner
Informationen zum Programm und Anmeldung >> siehe Flyer

