Impfungen schützen das Herz – Ein Beispiel aus unserer Klinik

Montag, 13. Oktober 2025

Atemwegsinfektionen wie Grippe oder COVID-19 können für Menschen mit Herzerkrankungen lebensgefährlich sein. Impfungen sind ein wirksamer Schutz – das zeigt auch die Geschichte einer Patientin am UKSH.

Infektionen der Atemwege sind nicht nur unangenehm, sondern können das Herz schwer belasten. Die Datenlage ist eindeutig: Solche Infekte erhöhen das Risiko für Herzmuskelentzündungen und deren Folgeerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche oder sogar plötzlichen Herztod deutlich. Deshalb empfehlen wir in der Rhythmologie am UKSH allen Herzpatientinnen und -patienten dringend, sich regelmäßig – gemäß den Empfehlungen der STIKO – impfen zu lassen, zum Beispiel gegen Influenza und COVID-19.

Wie wichtig dieser Schutz ist, zeigt das Beispiel einer Patientin unserer Klinik: Sie hatte sich 2022 mit COVID-19 infiziert. Nach wenigen Wochen fühlte sie sich zunächst wieder gesund. Doch kurz darauf erlitt sie völlig unerwartet eine Bewusstlosigkeit – ihr Herz blieb stehen. Nur durch sofortige Wiederbelebung konnte ihr Leben gerettet werden. Die Ursache: eine schwere Herzmuskelentzündung, ausgelöst durch das Virus. Die Patientin erhielt einen Defibrillator und erkämpfte sich Schritt für Schritt den Weg zurück ins normale Leben.

Prof. Dr. Tilz, Direktor der Klinik für Rhythmologie am UKSH, betont:
„Impfungen sind ein entscheidender Baustein, um Herzpatientinnen und -patienten vor den gefährlichen Folgen von Infektionen zu schützen. Sie können Leben retten.“

Zum Beitrag im NDR:
Hier geht es zum Video mit der Patientengeschichte