Am 26. Februar 2026 beteiligte sich die Klinik für Rhythmologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, erneut am internationalen #PULSEDAY. Ziel der Initiative ist es, über Herzrhythmusstörungen aufzuklären und für eine frühzeitige Erkennung zu sensibilisieren.
Der 1. März ist der internationale #PULSEDAY und fester Bestandteil im medizinischen Kalender. Doch warum 1.3.?
Die Zahlen stehen symbolisch für das Lebenszeitrisiko des Vorhofflimmerns: Etwa jede dritte Person entwickelt im Laufe ihres Lebens diese Herzrhythmusstörung. Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung und erhöht unbehandelt das Risiko für einen Schlaganfall deutlich.
Im UKSH Gesundheitsforum im CITTI-PARK Lübeck informierten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher über Ursachen, Risiken und moderne Therapieverfahren. Das Ärzteteam des Universitären Herzzentrums Lübeck stand für persönliche Gespräche zur Verfügung und beantwortete Fragen zur Pulskontrolle, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten. Ergänzend dazu bot ein kostenfreier Basis-Reanimationskurs mit Zertifikat die Möglichkeit, Wiederbelebungsmaßnahmen praxisnah und unter fachlicher Anleitung zu trainieren – ein Angebot, das auf großes Interesse stieß.
In den Fachvorträgen wurden praxisnah zentrale Themen erläutert: Wie misst man den Puls korrekt? Was bedeutet ein unregelmäßiger Herzschlag? Welche Rolle spielen Blutverdünnung und Katheterablation?
Besonders eindrücklich erklärte ein Vertreter der Klinik für Neurologie den Zusammenhang zwischen Vorhofflimmern und Schlaganfall und verdeutlichte, warum ein unbehandeltes Vorhofflimmern das Schlaganfallrisiko erheblich erhöhen kann. Dabei wurde klar: Wer sein Herz schützt, schützt auch sein Gehirn.
Mit dem Pulse Day Lauf um 18:30 Uhr fand der Aktionstag einen bewegten Ausklang.
Unterstützt wurde die Kampagne zudem von Spielern des 1. FC Phönix Lübeck, die vor Ort Präsenz zeigten und die Bedeutung von Prävention und körperlicher Aktivität unterstrichen. Ihr Engagement verdeutlichte eindrucksvoll die enge Verbindung zwischen Sport und Herzgesundheit.
„Herzrhythmusstörungen sind heute in vielen Fällen sehr gut behandelbar. Entscheidend ist, dass wir sie frühzeitig erkennen und konsequent therapieren. Aufklärung und Eigenwahrnehmung – etwa durch regelmäßiges Pulsmessen – sind dabei wichtige erste Schritte“, betont Prof. Dr. Roland Richard Tilz, Direktor der Klinik für Rhythmologie.


