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ELISA -

LübEcker
Längsschnittuntersuchung
zu Infektionen mit SARS - CoV-2

 

Fragestellung

Die ELISA-Studie soll Aufschluss über die tatsächliche Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) in der Bevölkerung und in Risikogruppen geben. Insbesondere soll untersucht werden, inwieweit sich Eindämmungsmaßnahmen und deren Lockerung auf die weitere Verbreitung von SARS-CoV-2 auswirken.

 

Hintergrund

Das neuartige Corona-Virus (SARS-CoV-2) und die hierdurch verursachte Erkrankung (COVID-19) haben die Menschen in Lübeck, Schleswig-Holstein, Deutschland, Europa und auf der ganzen Welt, vor ungeahnte Herausforderungen gestellt. In Schleswig-Holstein wurden Anfang März 2020 Schulen wurden geschlossen, viele Menschen können Ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen, Familien und Freunde haben sich massiven Kontaktbeschränkungen unterworfen und gewohnte alltägliche Freiheiten sind zum Schutz der Gesundheit aller auf gravierende Art und Weise eingeschränkt worden. Durch das gemeinschaftliche Befolgen der gebotenen Maßnahmen konnte eine massive Ausbreitung und eine damit einhergehende Überlastung des Gesundheitssystems in Schleswig-Holstein erfolgreich verhindert werden. Ab Ende April wurden erste Lockerungen der weitreichenden Einschränkungen umgesetzt, obwohl die Gefahr eines unkontrollierten Anstiegs von Infektionszahlen bislang nur unzureichend abgeschätzt werden kann. Diese bestehende Unsicherheit liegt auch in einem aktuell noch eingeschränkten Wissen über Verbreitung, Infektionswege und Gefährlichkeit der neuartigen Viruserkrankung begründet.

Um Informationslücken zur Infektion mit dem Corona-Virus in einer breit angelegten Untersuchung zu schließen, haben sich nun Wissenschaftler der Universität zu Lübeck und des UKSH, mit der Stadt Lübeck, dem Land Schleswig-Holstein und dem Gesundheitsamt Lübeck zu einem Forschungsverbund zusammengeschlossen.

Weitere Informationen unter www.elisa-luebeck.de

 

Methoden

Mit Hilfe einer Smartphone-App wird die Bevölkerung und insbesondere auch Angehörige von Risikogruppen gebeten sich in der Studien-App als Studienteilnehmer*in pseudonymisiert anzumelden. In der Studien-App sind dann ein Eingangsfragebogen und später regelmäßig Kurzfragebögen auszufüllen. Aus den App-Teilnehmer*innen werden 3000 Personen eingeladen (1500 Bevölkerungsbezogen, 1500 aus Risikogruppen) und ins Studienzentrum (MediaDocks Lübeck) zu vier Terminen (Mai, Juni, Juli, August, bei Verlängerung 3 weitere Termine) eingeladen. Dort erfolgt eine Untersuchung auf eine aktive und überstandene Infektion mit SARS-CoV-2 untersucht werden (Nasen-Rachen-Abstrich und Blutabnahme). Die Proben werden mittels PCR und Antikörpertests untersucht. Mit letzteren soll versucht werden die viel diskutierte Dunkelziffer abzuschätzen, also durchgemachte Infektionen, die nicht möglicherweise nicht bewusst aufgefallen und nicht in der offiziellen Statistik enthalten sind.

 

Studienregistrierung

Deutsches Register Klinischer Studien:  DRKS00023418

 

Laufzeit

Ursprünglich: Mai 2020 bis August 2020, Verlängerung bis März 2021 beantragt.

 

Förderung

Land Schleswig-Holstein, diverse Förderinstitutionen, Eigenmittel. Fortsetzung beim Nationalen Forschungsnetzwerk COVID-19 beantragt.

 

Kooperationspartner

An der Studie sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Lübeck und Kiel, des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum, aus den folgenden Bereichen beteiligt: Anatomie, Chemie, Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Epidemiologie, Ernährungsmedizin, Experimentelle Dermatologie, Infektiologie und Mikrobiologie, Medizinische Klinik, Molekulare Medizin, Neurogenetik, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Rheumatologie und klinische Immunologie, Sozialmedizin, Virologie und Zellbiologie.

Die Studie wird vom Gesundheitsamt Lübeck, der Stadt Lübeck und vom Land Schleswig-Holstein unterstützt. Wichtige technische Unterstützung erfolgt durch die Kooperation mit Perfood GmbH und die Nutzung ihrer „MillionFriends“-App für Forschungszwecke.

 

Ansprechpartner/-in

Bild von Alexander Katalinic
Prof. Dr. med. Alexander Katalinic
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Direktor
Telefon Lübeck: 0451 500-51200 | Fax: -51204