Der Browser den Sie verwenden ist sehr alt.

Wir können daher nicht sicherstellen, dass jede Funktion (Gestaltung, Bilder und zusätzliche Funktionen) dieser Internetseite im vollen Umfang zur Verfügung steht. Bitte nutzen Sie eine aktuellere Browserversion.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Startseite > Forschung > FB II - Epidemiologie und Versorgung chronischer Krankheiten, Krankheitsregister > HEUREKA

HEUREKA -
Haus- und Kinderarzt-geleitete Erfassung und Einsteuerung in ein umfassendes, strukturiertes, individuelles und regionales Empowerment-Konzept mit Case Management für Kinder und Jugendliche mit Übergewicht und Adipositas


 

Fragestellung

Das Projekt zielt auf die Etablierung eines regionales Empowerment-Konzeptes mit Case-Management für übergewichtige und adipöse Kinder und Jugendliche mit Arztpraxen in Schleswig-Holstein, die Versorgung betroffener Kinder und Jugendlichen sowie die Deskription der Behandlungspfade und Therapie-Adhärenz. Das HEUREKA - Projekt möchte betroffene junge Patienten und Patientinnen sowie deren Familien frühzeitig identifiziert und passgenau einem leitliniengerechten Behandlungspfad zuführen und längerfristig begleiten.

Hintergrund

In den letzten Jahren hat die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Übergewicht in Schleswig-Holstein auf hohem Niveau stagniert und mit Adipositas weiter zugenommen. Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden an den gesundheitlichen Folgen wie Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck, ihre körperliche Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt und oft leiden sie an seelischen Problemen.

Obwohl die Therapie und Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter laut evidenzbasierter „S3-Leitlinie Therapie und Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter“ multimodal sein sollte und Komponenten der Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie umfassen sollte, fehlen vor Ort oft entsprechende Angebote zur strukturierten Regelversorgung oder sind unbekannt, sodass betroffenen Kinder und Jugendlichen häufig jahrelang durch das Gesundheitssystem laufen, ohne auf ihr Übergewicht angesprochen zu werden, geschweige denn eine passende Behandlung zu bekommen.

Methoden

In der prospektiven Versorgungsstudie werden mit Hilfe eines regionalen Empowerment-Konzeptes mit Case-Management, welches durch den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin initiiert und begleitet wird, therapeutische Maßnahmen angestoßen, koordiniert und die Therapie-Adhärenz unterstützt, sodass Zugangsbarrieren eher überwunden werden.

In Abhängigkeit vom Gewicht, Begleiterkrankungen und zusätzlichen Risikofaktoren werden Studienteilnehmende in einen der fünf möglichen Behandlungspfade zugewiesen. Diese enthalten in Abhängigkeit von Bedarfen Ernährungsberatung, psychologische Therapiesitzungen, stationärer Reha-Behandlung, ein ambulantes Trainingsprogramm und/oder eine Nachsorgemaßnahme.

Studienteilnehmende Kinder, Jugendliche und Eltern werden im Rahmen des Projektes vor, während und nach Abschluss der Therapie befragt und vom behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin untersucht.

Laufzeit

01.02.2020 bis 31.01.2023

Förderung

Versorgungssicherungsfonds des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein

Kooperationspartner

Das HEUREKA - Projekt wurde von der Ärztegenossenschaft Nord eG, der Pädiatrischen Endokrinologie und Diabetologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und dem Zentrum für interdisziplinäre modulare Trainingsprogramme (ZIMT) konzipiert und wird durch das Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Universität zu Lübeck evaluiert.

Ansprechpartner/-in

Bild von Alexander Katalinic
Prof. Dr. med. Alexander Katalinic
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Direktor
Telefon Lübeck: 0451 500-51200 | Fax: -51204

 

Bild von Elke Peters
Dipl.-Gesw. Elke Peters
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon Lübeck: 0451 500-51215 | Fax: -51204