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Startseite > Forschung > FB II - Epidemiologie und Versorgung chronischer Krankheiten, Krankheitsregister > HIGHCARE: „Dokumentation, Analyse und Interpretation von Unterschieden in der Versorgung und im Überleben von Patientinnen und Patienten nach einer Krebserkrankung zwischen europäischen Regionen“

HIGHCARE:
„Dokumentation, Analyse und Interpretation von Unterschieden in der Versorgung und im Überleben von Patientinnen und Patienten nach einer Krebserkrankung zwischen europäischen Regionen“

 

Fragestellung

Europäische Studien (EUROCARE) zeigen deutliche regionale Unterschiede in Bezug in der Versorgung und im Überleben bei Krebserkrankungen. Durch eine sogenannte „hoch auflösende“ Studie (high resolution study), an der sieben europäische Partner beteiligt sind, soll der Einfluss der onkologischen Versorgung (Diagnose und Therapie) und von Komorbidität auf die häufigen Krebserkrankungen Brust- und Darmkrebs untersucht werden.

Hintergrund

Bereits seit den 1990er Jahren werden im Rahmen des EUROCARE-Projekts (unter Führung  des koordinierenden Partners von HIGHCARE) regelmäßig Überlebenszeiten von Europäischen Ländern verglichen. Dabei fallen persistierende Unterschiede im Überleben nach Krebs auf, insbesondere in den osteuropäischen Ländern sind die Überlebensraten deutlich niedriger, aber auch in den anderen Ländern gibt es für einzelne Tumorarten deutliche Überlebensunterschiede. 

Das HIGHCARE-Projekt befasst sich mit der Dokumentation, Analyse und Interpretation von Unterschieden in der Versorgung und im Überleben nach einer Krebserkrankung zwischen europäischen Regionen. Dazu wird eine sogenannte „hoch auflösende“ Studie (high resolution study) unter Koordination des Istituto Nazionale dei Tumori, Mailand, Italien, mit insgesamt sieben europäischen Partnern durchgeführt.

Im Projekt werden in den einzelnen Ländern in Verbindung mit Krebsregistern ausführliche Daten zu Diagnose, Behandlung, Komorbidität und zum weiteren Verlauf von definierten Krebserkrankungen (Brust- und Darmkrebs) erfasst, und zwar detaillierter als dies der Routine von Krebsregistern sonst möglich ist. Mit dem Projekt soll eine hohe Qualität der Datenerhebung erreicht werden, um die Krebserkrankungen und deren Verläufe sehr genau charakterisieren zu können. Dies ist Grundlage für die anschließende Analyse von Unterschieden in der onkologischen Versorgung zwischen den beteiligten Regionen.

Die Ergebnisse werden auch eine Standortbestimmung der onkologischen Versorgung in Deutschland im Vergleich zu europäischen Partnern erlauben. Die Identifikation von erfolgreichen Behandlungs- bzw. Nachsorgemustern kann weiter dazu beitragen die Leiden aber auch die Kosten als Folge der Krebserkrankung zu mindern.

Methoden

In jeder beteiligten Region (so auch in Deutschland) werden für mindestens 500 Fälle (ab dem Diagnosejahr 2011) die laut Studienprotokoll erforderlichen Angaben recherchiert und dokumentiert. Dazu gehört auch die Erfassung von Rezidiven bzw. des Todes im weiteren Verlauf der Erkrankung. Weiter soll die Komorbidität, welche den wichtigen Einflussfaktor auf das Überleben darstellt, standardisiert erhoben werden. Als Arbeitsgrundlage liegen Basisdaten zu bereits erkrankten Patientinnen und Patienten aus dem onkologischen Versorgungsregister und den beteiligten Kliniken vor (ca. 15 Kliniken). Die vorhandenen Daten des Versorgungsregisters sind entsprechend des Studienprotokolls (und in weiterer Abstimmung mit der italienischen Studienzentrale) für Patienten ab dem Diagnosejahr 2011 (ggf. bis zum Jahr 2016) zunächst aufzuarbeiten und anschließend mit detaillierten Angaben zu Diagnose, Therapie und Krankheitsverlauf zu ergänzen. Fehlende Daten, z.B. zum Tumorstadium oder zur Therapie, sind aus Krankenhausakten nach zu recherchieren.

Untersucht und zwischen den Regionen verglichen werden im Schwerpunkt Muster der onkologischen Versorgung (u.a. Diagnose und Therapie), die Einhaltung von Leitlinien (Leitlinienadhärenz), das krankheitsfreie und das kurz- und langfristige Überleben.

Laufzeit

3 Jahre (Juni 2015 – Mai 2018)

Förderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kooperationen

Das HIGHCARE-Projekt wurde unter der Führung der Fondazione IRCCS, Istituto Nazionale dei Tumori, Mailand, Italien gemeinsam mit Partnern aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Polen, Slovenien und Spanien beantragt und von der ERA-NET positiv begutachtet.

Projekt Koordinator:

International: Milena Sant, Fondazione IRCCS, Istituto Nazionale dei Tumori Milan, Italy
National: Dr. Martina Jürgensen, Institut für Krebsepidemiologie e.V., Lübeck

weitere Projektpartner:

  • Karin M. G. Haustermans, University Hospitals Leuven, Radiation Oncology, Leuven, Belgium, Flanders
  • Pascale Grosclaude, Francim: Réseau Français des registres de cancer, Toulouse, France
  • Magdalena Bielska-Lasota, National Institute of Public Health – National Institute of Hygiene (NIPH–NIH), Warszawa, Poland
  • Maja Primic Žakelj, Institute of Oncology Ljubljana, Ljubljana , Slovenia
  • Maria-José Sánchez-Pérez, Granada Cancer Registry, Escuela Andaluza de Salud Pública CIBER de Epidemiología y Salud Pública, Granada, Spain

 

Ansprechpartner/-in

Bild von Alexander Katalinic
Prof. Dr. med. Alexander Katalinic
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Direktor
Telefon Lübeck: 0451 500-51200 | Fax: -51204

 

Publikationen

zurzeit noch keine Publikationen