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QugSS II - Qualitätsgemeinschaft Schlaganfallversorgung Schleswig-Holstein

 

Fragestellung

Bei der Qualitätsgemeinschaft Schlaganfallversorgung Schleswig-Holstein (QugSS) handelt sich um die Fortführung eines zwischen 2004 und 2006 im Rahmen des Förderschwerpunktes "Benchmarking in der Patientenversorgung" vom BMG geförderten Projektes.

Durch die Einführung eines Benchmarking-Programms in 14 Kliniken sollen relevante patientenbezogene Outcomes in der stationären Versorgung des akuten Schlaganfalls verbessert werden.Neben regelmäßigen schriftlichen Ergebnisberichten trifft sich die Qualitätsgemeinschaft in vierteljährlichem Arbeitstreffen. Dort werden die Ergebnisse klinikvergleichend dargestellt und diskutiert. Es kommen die von Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlaganfallregister (ADSR) definierten Qualitätsindikatoren zur Anwendung. Die Arbeitstreffen werden gleichzeitig als Forum für gegenseitige Fortbildungen genutzt.

Hintergrund

In Deutschland rangieren zerebrovaskuläre Erkrankungen (ICD-10-Codes I60-I69) in der Todesursachenstatistik für 2005 mit rund 110 000 Todesfällen hinter Krankheiten des Herz-/Kreislaufsystems (rund 580 000 Todesfälle) und bösartigen Neubildungen (rund 310 000 Todesfälle) bei Männern und Frauen an dritter Stelle [1]. Weltweit nehmen sie den zweiten Platz unter den Todesursachen ein und sind die häufigste Ursache von dauerhaften Behinderungen im Erwachsenenalter. Schlaganfälle gelten als eine der volkswirtschaftlich teuersten Erkrankungen. Mit einer jährlichen Inzidenz von rund 200.000 Fällen handelt es sich um eine Erkrankung von hoher gesellschaftlicher und volkswirtschaftlicher Relevanz. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hat evidenzbasierte Leitlinien zur Behandlung von Schlaganfällen veröffentlicht. In der konkreten Umsetzung der Leitlinien sowie hinsichtlich der personellen und technischen Ausstattung bestehen jedoch erhebliche Unterschiede in den an der stationären Schlaganfallversorgung beteiligten Kliniken.

Methoden

Seit April 2005 werden kontinuierlich für alle stationären Patienten mit Schlaganfall bzw. dem Verdacht auf Schlaganfall (ICD Hauptdiagnosen G45, I60 bis I64) von den teilnehmenden Kliniken Dokumentationsbögen zum Befund bei Aufnahme, der Akuttherapie sowie Behandlungsverlauf und -ergebnis geführt. Ausgeschlossen sind Fälle, bei denen das Ereignis länger als sieben Tage vor der Klinikaufnahme zurückliegt sowie Patienten unter 18 Jahren.

Die Bögen zur Akutbehandlung werden im Institut für Sozialmedizin EDV-erfasst und ausgewertet. Die Ergebnisse werden den Kliniken vierteljährlich in schriftlicher Form rückgemeldet. Darüber hinaus trifft sich die Qualitätsgemeinschaft in vierteljährlichem Arbeitstreffen. Dort werden die Ergebnisse (Rangfolgen, Raten incl. 95-%-Konfidenzintervalle, risikoadjustierte Odds Ratios) klinikvergleichend dargestellt und diskutiert. Der mittelfristige Behandlungserfolg wird durch eine postalische Nachbefragung drei Monate nach Klinikaufnahme erhoben (Ergebnisse nicht gezeigt). Mit dem postalischen Fragebogen wird außerdem die Zufriedenheit der Patienten mit dem Klinikaufenthalt erfragt.

Aktuell werden in Abstimmung mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlaganfallregister (ADSR) 24 Qualitätsindikatoren, (7 strukturbezogene, 14 patientenbezogene, 3 Follow-up-bezogene) bestimmt [2]. Übersicht 1 listet Definition und Operationalisierung der zwölf patientenbezogenen Qualitätsindikatoren, die als Prozentrate darstellbar sind. Im Projektverlauf war eine Anpassung des Dokumentationsbogens erforderlich, wodurch keine vollständige Vergleichbarkeit der aktuellen Ergebnisse mit denen der ersten beiden Erfassungsjahre gegeben ist. Bezugszeitraum zur Auswertung der Qualitätsindikatoren sind die Jahre 2008 bis 2010.

Veränderungen der Qualitätsindikatoren wurden zum einen graphisch dargestellt, zum anderen wurden 95-%-Konfidenzintervalle für die jährlichen Raten und für den Vergleich der Jahre 2008 und 2010 zusätzlich 95-%-Konfidenzintervalle der Differenz der Raten über alle Kliniken berechnet.

Studienregistrierung

Falls zutreffend Register und Nummer nennen.

Laufzeit

Die Laufzeit beträgt jeweils ein Jahr und verlängert sich automatisch, wenn der Kooperationsvertrag drei Monate vor Vertragsablauf nicht gekündigt wird.

Förderung

2004-2007 Bundesministerium für Gesundheit, ab 2007 Eigenfinanzierung durch die beteiligten Kliniken

Kooperationen

Beteiligte Kliniken:

  • Dr. med. PD Schepelmann (Schleiklinikum SL MLK, Klinik für Neurologie, Schleswig),
  • Prof. Dr. med. Hansen (Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster),
  • Prof. Dr. med. Thie (Krankenhaus Itzehoe, Klinik für Neurologie),
  • Dr. med. Sass (Klinikum Nordfriesland, Klinik für Innere Medizin, Husum),
  • Dr. med. PD Mudter (Sana-Klinik Eutin),
  • Prof. Dr. med. Deuschl (UK S-H, Campus Kiel, Klinik für Neurologie),
  • Prof. Dr. med. Münte (UK S-H, Campus Lübeck, Klinik für Neurologie),
  • Prof. Dr. med. Thie (Westküstenklinikum Heide, Klinik für Neurologie),
  • Dr. med. Pulkowski (imland Klinik Rendsburg, Abteilung für Neurologie)
  • Dr. med. Jahnke (Klinikum Neustadt, Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie),
  • Prof. Dr. med. Valdueza (Segeberger Kliniken GmbH, Neurologisches Zentrum, Bad Segeberg)
  • Prof. Dr. med. Gerloff (Regio Kliniken Pinneberg, Abteilung Neurologie)
  • Dr. med. PD Eggers (Sana-Klinik Lübeck)

Ansprechpartner/-in

Bild von Christine Matthis
Dr. Christine Matthis
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon Lübeck: 0451 500-51222 | Fax: -51204

 

Publikationen

  1. Walter A, Seidel G, Thie A, Raspe H. Semi-intensive stroke unit versus conventional care in acute ischemic stroke or TIA--a prospective study in Germany. J Neurol Sci. 2009 Dec 15;287(1-2):131-7. doi: 10.1016/j.jns.2009.08.010. Epub 2009 Sep 6.
  2. Matthis C, Raspe H. QugSS – Qualitätsgemeinschaft Schlaganfallversorgung Schleswig-Holstein. Z. Evid. Fortbild. Qual. Gesundh.wesen (ZEFQ) 105 (2011) 376-382
  3. Al-Khaled M, Matthis C, Eggers J. Predictors of In-Hospital Mortality and the Risk of Symptomatic Intracerebral Hemorrhage after Thrombolytic Therapy with Recombinant Tissue Plasminogen Activator in Acute Ischemic Stroke J Stroke Cerebrovasc Dis. 2012.04.004 [Epub ahead of print]
  4. Al-Khaled M, Matthis C, Eggers J. Short-term risk and predictors of stroke after transient ischemic attack. J Neurol. SCI. 2012 Jan 15;312(1-2):79-81
  5. Al-Khaled, M., Matthis, C., Münte, T. F., Eggers, J. Use of cranial CT to identify a new infarct in patients with a transient ischemic attack. Brain Behav. 2012 Jul;2(4):377-81
  6. Al-Khaled M, Matthis C, Seidel G. The prognostic impact of the stroke unit concept after transient ischemic attack. Clin Neurol Neurosurg. 2012 Aug 22. [Epub ahead of print]
  7. Al-Khaled M, Awwad H, Matthis C, Eggers J. Stroke recurrence in patients with recently symptomatic carotid stenosis and scheduled for carotid revascularization, Eur J Neurol 2013 May, 20(5):831-835
  8. Al-Khaled M, Matthis C, Eggers J; The prognostic impact of the stroke unit care versus conventional care in treatment of patients with transient ischemic attack: a prospective population-based German study. J Vasc Interv Neurol. 2013 Feb; 5(2):22-6.
  9. Al-Khaled M, Matthis C, Münte TF, Eggers, J. The incidence and clinical predictors of acute infarction in patients with transient ischemic attack using MRI including DWI. Neuroradiology 2013 Feb, 55(2):157-163
  10. Al-Khaled M, Eggers J.MRI findings and stroke risk in TIA patients with different symptom durations. Neurology. 2013 May 21;80(21):1920-6.
  11. Al-Khaled M1, Eggers J2; QugSS2 Study. Prognosis of intracerebral hemorrhage after conservative treatment. J Stroke Cerebrovasc Dis. 2014 Feb;23(2):230-4
  12. 11.   Al-Khaled M, Matthis C, Eggers J. Statin treatment in patients with acute ischemic stroke. Int J Stroke. 2014 Jul;9(5):597-601 [Impact factor 4.029]