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Startseite > Forschung > FB III - Evaluation von Präventionsprogrammen > DIMASOS 2 - Dichte-indiziertes mammographisch-sonographisches Brustkrebs-Screening

DIMASOS 2 - Dichte-indiziertes mammographisch-sonographisches Brustkrebs-Screening

 

Fragestellung

In DIMASOS 2 soll untersucht werden, ob bei Frauen mit dichtem Brustgewebe durch eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung Brustkrebs gefunden werden kann, der zuvor in der Screening-Mammographie unentdeckt geblieben ist.

Weitere Ziele der Studie sind die Definition eines oberen Schwellenwertes für die Brustdichte, ab welchem der zusätzliche Ultraschall sinnvoll und nützlich ist. Zudem sollen sowohl mit Screening-Teilnehmerinnen als auch mit Ärztinnen und Ärzten Interviews geführt werden, um die Akzeptanz und Machbarkeit des neuen Verfahrens beurteilen zu können. Es soll abschließend untersucht werden, ob der zusätzliche Ultraschall kosteneffektiv in das Mammographie-Screening-Programm integriert werden kann.

Hintergrund

Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren können in Deutschland alle zwei Jahre am

Mammographie-Screening-Programm teilnehmen. Die Mammographie gilt als sehr zuverlässige und gut untersuchte Maßnahme zur Brustkrebsfrüherkennung. Ein Nachteil ist jedoch, dass in sehr drüsenhaltigem Brustgewebe Krebs übersehen werden kann; denn sowohl drüsenhaltiges Brustgewebe als auch Krebs erscheinen im Röntgenbild weiß.

Eine Möglichkeit, drüsenhaltiges Brustgewebe genauer zu untersuchen, besteht in der Durchführung einer zusätzlichen Ultraschalluntersuchung. In Studien hat sich gezeigt, dass mit dem Ultraschall Krebs in sehr drüsenhaltigem Gewebe gefunden werden konnte, der in der Mammographie unentdeckt geblieben ist.

Als sehr sensible Untersuchungsmethode führt der Ultraschall jedoch zu einer höheren Rate falsch-positiver Befunde, d. h. auch harmlose oder gutartige Gewebeveränderungen werden erkannt und können zu Folgeuntersuchungen führen (z. B. Biopsien, zusätzliche bildgebende Untersuchungen).

 

Methoden

Das Studiendesign vereint (1) quantitative, (2) qualitative und (3) gesundheitsökonomische Arbeitsschritte (Mixed-Methods-Studie).

(1) Es sollen 30 000 Screening-Teilnehmerinnen mit dichtem Brustgewebe untersucht werden. Es wird erwartet, durch den additiven Ultraschall zusätzlich ≥2 Tumore pro 1000 Frauen zu finden. Dabei soll auch die Anzahl der zusätzlicher Biopsien und Kontrolluntersuchungen ermittelt werden.

(2) Je 10 bis 20 Interviews mit Ärztinnen und Ärzten sowie Studienteilnehmerinnen sollen durchgeführt werden, um die Vereinbarkeit des neuen Verfahrens mit dem Routineablauf in den Screening-Einheiten zu untersuchen.

(3) Gesundheitsökonomische Simulation der Auswirkungen der Mammasonographie hinsichtlich der zu erwartenden Mehrkosten bzw. Einsparungen.

 

Laufzeit

1.8.2019 bis 31.7.2021

Förderer

Das Projekt wird durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) für drei Jahre mit 4,3 Millionen Euro gefördert.

 

Kooperation

Referenzzentrum Mammographie München

24 Screening-Einheiten bundesweit

Ansprechpartner

Bild von Alexander Katalinic
Prof. Dr. med. Alexander Katalinic
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Direktor
Telefon Lübeck: 0451 500-51200 | Fax: -51204

 

Bild von Susanne Elsner
Dr. Susanne Elsner
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon Lübeck: 0451 500-51213 | Fax: -51204

 

Andrea Rieck
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Med. Dokumentation
Telefon Lübeck: 0451 500-51283 | Fax: -51204