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Startseite > Forschung > FB IV - Rehabilitationsforschung > MBOR-I – Implementierung medizinisch-beruflich orientierter Rehabilitation in Norddeutschland

MBOR-I -
Implementierung medizinisch-beruflich orientierter Rehabilitation in Norddeutschland


 

Fragestellung

Überprüft wurde, inwiefern sich das berufsorientierte Therapiegeschehen in norddeutschen Rehabilitationszentren 2014 im Vergleich zu 2012 verändert hat, inwiefern sich das Leistungsgeschehen in herkömmlicher medizinischer Rehabilitation (MR) und medizinisch-beruflich orientierter Rehabilitation (MBOR) unterschied, und, inwiefern die im Anforderungsprofil zur Durchführung der MBOR empfohlenen Therapieumfänge 2014 umgesetzt wurden.

Hintergrund

Die Implementierung medizinisch-beruflich orientierter Rehabilitationsprogramme stellt für Rehabilitationszentren eine erhebliche Herausforderung dar. Obwohl die Umsetzung gelingen kann und mehr berufsorientierte Leistungen offenbar zu einer stärkeren Reduktion der Arbeitsunfähigkeitsdauer führen, haben sowohl bundesweite als auch regionale Versorgungsforschungsstudien aus den Jahren 2011 und 2012 gezeigt, dass die Umsetzung der MBOR in der Versorgungspraxis noch immer höchst variabel war und die Empfehlungen des 2010 veröffentlichten Anforderungsprofils kaum umgesetzt wurden. Vor diesem Hintergrund wurde in den drei federführend von der Deutschen Rentenversicherung Nord belegten stationären Rehabilitationszentren die Umsetzung der dort implementierten medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitationsprogramme geprüft.

Methoden

Personen, die 2014 in der MBOR bzw. der herkömmlichen medizinischen Rehabilitation behandelt wurden, wurden mittels Propensity Scores mit vergleichbaren Personen aus 2012 gematcht.

Ergebnisse

Die 2014 in der MBOR behandelten Personen erhielten mehr berufsorientierte Therapien als vergleichbare Personen aus 2012 (13,5 h vs. 2,5 h) und mehr als die zeitgleich in der MR behandelten Personen (13,5 h vs. 1,2 h). Eine 30-minütige Sozialberatung, 180-minütige berufsbezogene Gruppen und ein 360-minütiges Arbeitsplatztraining wurden für 93,8 %, 82 % bzw. 41 % der in 2014 in der MBOR behandelten Personen realisiert.

Die in den norddeutschen Einrichtungen implementierten medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitationsprogramme bilden die Empfehlungen des Anforderungsprofils weitgehend ab.

Laufzeit

01 / 2015 - 12 / 2015

Förderung

Sektionsmittel

Ansprechpartner/-in

Bild von Matthias Bethge
Prof. Dr. Matthias Bethge
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Leitung, Sektion: Rehabilitation und Arbeit
Telefon Lübeck: 0451 500-51280 | Fax: -51208


Publikationen

Bethge M, Vogel M, Specht T, von Bodman J, Glaser-Möller M. Implementierung medizinisch-beruflich orientierter Rehabilitation: ein Propensity Score gematchter Vergleich zweier Kohorten aus 2012 und 2014. Rehabilitation 2016;55:48-53; doi:10.1055/s-0041-111523