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Startseite > Forschung > FB IV - Rehabilitationsforschung > MBOR-M - Teilhabeeffekte der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation der Mühlenbergklinik

MBOR-M - Teilhabeeffekte der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation der Mühlenbergklinik


 
Fragestellung

Das Vorhaben untersuchte die Teilhabeeffekte der in der Mühlenbergklinik implementierten medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR). Dafür wurden Rehabilitanden, die ein medizinisch-beruflich orientiertes Rehabilitationsprogramm erhalten haben, mit vergleichbaren Teilnehmern einer herkömmlichen Rehabilitation verglichen.

Hintergrund

Mit der MBOR wurden in den vergangenen Jahren Rehabilitationsprogramme mit einem stärkeren Arbeits- und Berufsbezug entwickelt, um die beruflichen Teilhabechancen zu verbessern. Das Angebot richtet sich an Personen, deren berufliche Leistungsfähigkeit oder Teilhabe nicht nur vorübergehend gesundheitsbedingt stark eingeschränkt ist. Randomisierte kontrollierte Studien haben die Ergebnisse der MBOR und der herkömmlichen medizinischen Rehabilitation verglichen und verbesserte berufliche Wiedereingliederungschancen zugunsten der MBOR bestätigen können. Die stärksten Nachweise für den Nutzen der MBOR liegen derzeit für Personen mit Muskel-Skelett-Erkrankungen vor. Ein Nachweis, ob die Implementierung der MBOR in der regulären Versorgung, also jenseits randomisierter kontrollierter Studien mit hoher Behandlungsgenauigkeit und sorgfältig definierten Einschlusskriterien, tatsächlich zu besseren Ergebnissen führt, steht bislang aus.

Methoden

Die Fragestellung wurde anhand einer Sekundärdatenanalyse beantwortet. Die Daten wurden 2014 / 2015 in der Mühlenbergklinik - Holsteinische Schweiz erhoben. Für die geplanten Analysen wurden die Daten der Teilnehmer einer MBOR und von Teilnehmern der herkömmlichen medizinischen Rehabilitation verwendet. Ergänzend wurden administrative Daten genutzt. Die Zuweisung zur medizinischen Rehabilitation oder zur MBOR erfolgte für die Studienteilnehmer unter realen Versorgungsbedingungen. Eingeschlossen wurden Rehabilitanden im Heilverfahren (d. h. Rehabilitation nach Antragstellung, keine Anschlussrehabilitation). Die relative Wirksamkeit wurde mittels eines Propensity Score gematchten Vergleichs der MBOR und der herkömmlichen medizinischen Rehabilitation geprüft. Primäres Zielkriterium war die Rate sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung ein Jahr nach Rehabilitationsende.

Ergebnisse

Mittels Propensity Score Matching konnten Stichproben mit vergleichbaren Stichprobenmerkmalen generiert werden. Für die vergleichende Analyse ein Jahr nach Rehabilitationsende wurden die Daten von 312 Rehabilitanden berücksichtigt. Die Analyse der Therapiedosis ergab deutliche Unterschiede hinsichtlich berufsorientierter Therapieleistungen zwischen den beiden Behandlungsarmen. Ein Jahr nach Rehabilitationsende war der Anteil sozialversicherungspflichtig beschäftigter Rehabilitanden in der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation rund elf Prozentpunkte höher als in der herkömmlichen medizinischen Rehabilitation.

Laufzeit

08 / 2017 - 12 / 2018

Förderung

Deutsche Rentenversicherung Nord

Kooperation

Mühlenbergklinik - Holsteinische Schweiz

Ansprechpartner/-in

Bild von Matthias Bethge
Prof. Dr. Matthias Bethge
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Leitung, Sektion: Rehabilitation und Arbeit
Telefon Lübeck: 0451 500-51280 | Fax: -51208

 

David Peter Fauser
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon Lübeck: 0451-9299-5119

 

Publikationen

Fauser D, Vogel M, Bethge M. Medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation bei Rehabilitanden mit muskuloskelettalen Erkrankungen: Eine Propensity Score Analyse. Rehabilitation;