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MiMi-Reha-Kids -
Implementierung und Evaluation eines mehrsprachigen Informationsangebotes zur Rehabilitation für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund


 

Fragestellung

Die Studie begleitet den Aufbau und die Implementierung einer multimodalen Informationskampagne zur Verbesserung der Inanspruchnahme der medizinischen Rehabilitation durch Familien mit Migrationsgeschichte. Ziel ist zum einen die Identifikation von Barrieren, die Familien mit Migrationsgeschichte daran hindern, Gesundheitsleistungen wie die medizinische Rehabilitation in gleichem Umfang in Anspruch zu nehmen wie Familien ohne Migrationsgeschichte, zum anderen soll im Rahmen der Studie geklärt werden, ob durch die Informationskampagne eine sukzessive Steigerung der Inanspruchnahme der medizinischen Rehabilitation in den Modellregionen Berlin und Hamburg erreicht werden kann.


Hintergrund

Die medizinische Rehabilitation ist neben der kinderärztlichen Betreuung und der akutmedizinischen Behandlung in Krankenhäusern ein zentraler Baustein der medizinischen Versorgung junger Menschen in Deutschland. In Deutschland sind dafür gleichrangig die gesetzliche Krankenversicherung und die gesetzliche Rentenversicherung zuständig. Allein die Rentenversicherung führt jährlich etwa 35.000 Rehabilitationen für Kinder und Jugendliche durch. Zu den am häufigsten behandelten Erkrankungen zählen psychische Störungen, Asthma bronchiale, Übergewicht, Erkrankungen der Haut und Unterhaut sowie Deformitäten der Wirbelsäule und des Rückens. 

Große Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass der Bedarf an rehabilitativer Versorgung unter Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund ähnlich hoch ist wie unter Kindern aus Familien ohne Migrationsgeschichte. Gleichzeitig sind Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund nach Einschätzung von Experten in der medizinischen Rehabilitation derzeit unterrepräsentiert. Genaue Schätzungen zur Inanspruchnahme liegen aufgrund einer fehlenden Erfassung des Migrationsstatus bislang allerdings nicht vor.

Aufgrund der epidemiologischen Kennzahlen ist nicht davon auszugehen, dass die geringere Inanspruchnahme durch Familien mit Migrationsgeschichte auf einen geringeren Bedarf an medizinischer Rehabilitation zurückzuführen ist. Womöglich spielen daher verschiedene personen- und systembezogene Barrieren eine Rolle, die im Rahmen der Informationskampagne adressiert werden sollen.


Methoden

Die Studie folgt einem Mixed-Methods-Ansatz mit qualitativen und quantitativen Forschungsanteilen. Qualitative Erhebungen werden durchgeführt, um migrationsspezifische Barrieren der Inanspruchnahme der medizinischen Rehabilitation zu identifizieren. In leitfadengestützten Interviews und Fokusgruppen werden betroffene Eltern, Kinder und Experten zu migrationsspezifischen Erfahrungen mit der medizinischen Versorgung und der medizinischen Rehabilitation befragt. Um die Implementierung der Informationskampagne abzubilden, werden die unterschiedlichen Kampagnenmodule (z. B. Schulung von Multiplikatoren, Informationsveranstaltungen fortlaufend mithilfe von Teilnehmerbefragungen und Veranstaltungsdokumentationen evaluiert

Die Entwicklung der Inanspruchnahme wird im Rahmen einer Trendstudie untersucht. Von 2020 bis 2023 werden jährlich alle Familien in den Modellregionen Berlin und Hamburg schriftlich befragt, in denen ein Kind lebt, das im Vorjahr eine medizinischen Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung in Anspruch genommen hat. Über die schriftliche Befragung werden der Migrationshintergrund sowie weitere soziodemografische Angaben und die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Kinder und Jugendlichen erfasst. Somit können Veränderungen des Anteils von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund unter den Rehabilitanden abgebildet werden.


Studienregistrierung

Deutsches Register Klinischer Studien: DRKS00019090

 

Laufzeit

04 / 2019 - 03 / 2024

 

Förderung

Deutsche Rentenversicherung Nord, Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg

 

Kooperation

Ethno-Medizinisches Zentrum e. V.
Königstraße 6
30175 Hannover

 

Ansprechpartner

Bild von Matthias Bethge
Prof. Dr. Matthias Bethge
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Leitung, Sektion: Rehabilitation und Arbeit
Telefon Lübeck: 0451 500-51280 | Fax: -51208
 

 

Hannes Banaschak
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon Lübeck: 0451 500-51286 | Fax: -51208