Der Browser den Sie verwenden ist sehr alt.

Wir können daher nicht sicherstellen, dass jede Funktion (Gestaltung, Bilder und zusätzliche Funktionen) dieser Internetseite im vollen Umfang zur Verfügung steht. Bitte nutzen Sie eine aktuellere Browserversion.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Startseite > Forschung > FB IV - Rehabilitationsforschung > Re_Co

Re_Co -
Medizinische Rehabilitation nach einer Corona-Erkrankung



Fragestellung

Im vorliegenden Projekt werden die langfristigen Krankheitsfolgen bei Rehabilitand*innen nach einer Covid-19-Erkrankung untersucht. Um die Befunde einordnen zu können, wird eine Patientengruppe vergleichbarer Indikationen (COPD und Asthma bronchiale) mit den gleichen Instrumenten befragt. Neben den Krankheitsfolgen der Covid-19-Erkrankung werden die subjektiv wahrgenommenen Belastungen erhoben. Weiterhin werden der Reha-Bedarf und die Reha-Inhalte deskriptiv beschrieben. Aus diesen Informationen lassen sich Handlungsempfehlungen zur Rehabilitation nach einer Covid-19-Erkrankung ableiten.

Hintergrund

Durch die Neuartigkeit der Covid-19-Erkrankung liegen bisher wenige Erkenntnisse zu den erforderlichen Inhalten und Strukturen einer anschließenden Rehabilitation vor. Anhaltspunkte für den Nutzen einer medizinischen Rehabilitation lassen sich aus den Studienergebnissen vergleichbarer pneumologischer Erkrankungen (z.B. COPD, Asthma bronchiale) ableiten.

Aufgrund vermuteter Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung werden Handlungsempfehlungen zur physiotherapeutischen Behandlung und Frührehabilitation ausgesprochen sowie wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Rehabilitation bei Covid-19 gefordert. Nach der Intensivpflege und / oder Beatmung müssen die Patient*innen in der Rehabilitation lernen, wie sie die psychischen, kognitiven und physischen Folgen bewältigen können, bevor sie in ihr häusliches Umfeld zurückkehren.

In dieser Studie sollen Handlungsempfehlungen passgenauer Reha-Konzepte für Betroffene mit unterschiedlich stark ausgeprägten Teilhabeeinschränkungen und psychischen Belastungen nach einer Covid-19-Erkrankung abgeleitet werden, einschließlich geeigneter Nachsorgestrategien.

Methoden

Es wird eine Mixed-Methods-Studie durchgeführt, die folgende Studienteile beinhaltet:

A) prospektive, explorative, multizentrische Beobachtungsstudie. Die Evaluation erfolgt durch schriftliche Befragungen zu vier Messzeitpunkten (Beginn und Ende der Rehabilitation sowie nach 6 und 12 Monaten). Zielgrößen: Teilhabe, Lebensqualität, stressassoziierte psychomentale Einschränkungen und Störungen, Parameter der subjektiven Gesundheit, berufliche Situation und Veränderungen, Arbeitsfähigkeit und subjektive Erwerbsprognose, Auswirkungen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, Fatigue.

B) Qualitative Analyse von Interviews mit Rehabilitand*innen sowie einem Expertenworkshop, u. a. zu den Themen Inhalte der Reha, Reha-Bedarf und Krankheitsfolgen nach einer Covid-19-Erkrankung.

Eingeschlossen werden erwerbsfähige Versicherte nach unterschiedlich schwerem Verlauf der
Covid-19-Erkrankung (ICD: U07.1!) oder Rehabilitand*innen mit diagnostizierter obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD oder Asthma bronchiale), im Alter zwischen 18-65 Jahre.

Es werden N = 350 Rehabilitand*innen nach Covid-19-Erkrankung in die Studie eingeschlossen. Die Vergleichsgruppe besteht aus N = 230 Rehabilitand*innen.

Laufzeit

2020 - 2023 (36 Monate)

Förderung

Deutsche Rentenversicherung Bund

Kooperationen

5 pneumologische Rehabilitationseinrichtungen

Ansprechpartnerinnen

Bild von Ruth Deck
Prof Dr. phil. Dipl.-Soz. Ruth Deck
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Leitung, Fachbereich Rehabilitation
Telefon Lübeck: 0451 500-51211 | Fax: -51204

 

Bild von Mercedes Rutsch
Mercedes Rutsch
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon Lübeck: 0451 500-51235