Der Browser den Sie verwenden ist sehr alt.

Wir können daher nicht sicherstellen, dass jede Funktion (Gestaltung, Bilder und zusätzliche Funktionen) dieser Internetseite im vollen Umfang zur Verfügung steht. Bitte nutzen Sie eine aktuellere Browserversion.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Startseite > Forschung > FB IV - Rehabilitationsforschung > VeReMi - Versorgungserwartungen von Menschen mit Migrationshintergrund und Möglichkeiten ihrer Berücksichtigung in der medizinischen Rehabilitation – unter besonderer Betrachtung von Menschen mit türkischem Migrationshintergrund

VeReMi - Versorgungserwartungen von Menschen mit Migrationshintergrund und Möglichkeiten ihrer Berücksichtigung in der medizinischen Rehabilitation – unter besonderer Betrachtung von Menschen mit türkischem Migrationshintergrund

Fragestellung

Welche Versorgungserwartungen haben Rehabilitanden/innen mit türkischem Migrationshintergrund an die Rehabilitation? (Versorgungserwartungen hinsichtlich aller Phasen und Bereiche der Rehabilitation)

Welche Versorgungskonzepte für Rehabilitanden/innen mit Migrationshintergrund gibt es bereits?

Welche hindernden und fördernden Faktoren gibt es bei der Implementierung von migrationssensiblen Versorgungskonzepten in Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation? (in allen Phasen der Rehabilitation – auch bei der Antragstellung)

Hintergrund

Unerfüllte Versorgungserwartungen im Zusammenhang mit der Rehabilitation und eine daraus resultierende Unzufriedenheit mit der Versorgung können sich nachteilig auf die Wirksamkeit von rehabilitativen Angeboten bei Menschen mit Migrationshintergrund auswirken. Verfügbare Strategien, mit denen die Rehabilitation für Menschen mit Migrationshintergrund bedarfs- und bedürfnisgerechter gestaltet werden könnte, kommen in Rehabilitationseinrichtungen bisher kaum zum Einsatz. Ziel des beantragten Projekts ist es, die Versorgungserwartungen von Rehabilitanden/innen mit Migrationshintergrund in Bezug auf den Rehabilitationsprozess aus unterschiedlichen Perspektiven zu untersuchen. Hierbei werden alle Phasen der Rehabilitation berücksichtigt. Zum anderen werden bestehende Strategien im Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund sowie hindernde und fördernde Faktoren der Implementierung von migrationssensiblen Versorgungskonzepten in Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation ermittelt. Aus den Ergebnissen lassen sich Handlungsempfehlungen darüber aussprechen, wie migrationssensible Versorgungsstrategien in Einrichtungen der Rehabilitation implementiert werden können.

Methoden

Die Datenerhebung findet parallel in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein statt. Mit Hilfe eines Mixed-Methods-Ansatzes und einem Triangulationsdesign sollen die Fragestellungen untersucht werden. Vier Forschungszugänge kommen zum Einsatz: Um Hürden und Hindernisse bei der Antragstellung zu erfassen, werden Hausärzte/innen mittels leitfadengestützter Experteninterviews befragt. Zur Erhebung von Versorgungserwartungen aus Sicht von Rehabilitanden/innen mit türkischem Migrationshintergrund werden leitfadengestützte Einzelinterviews in unterschiedlichen Phasen des Rehabilitationsprozesses durchgeführt. Bestehende Strategien im Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund sowie hindernde und fördernde Faktoren der Implementierung von migrationssensiblen Versorgungskonzepten in Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation werden mit  einer quantitativen postalischen Befragung von Rehabilitationseinrichtungen erhoben. Parallel dazu wird eine Dokumentenanalyse der Internetmaterialen der befragten Rehabilitationskliniken durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisse werden Rehabilitationseinrichtungen ausgewählt, in denen jeweils ein leitfadengestütztes Fokusgruppeninterview mit Mitarbeitern verschiedener Hierarchieebenen und Versorgungsbereiche der medizinischen Rehabilitation geführt wird.

Laufzeit

01.10.2014 bis 30.09.2016

Förderung

VeReMi ist eine gemeinsame Studie der Universität Bielefeld, der Universität Lübeck und der Technischen Universität Chemnitz. Sie wird von Herrn Jun.-Prof. Dr. Patrick Brzoska und Frau PD Dr. Ruth Deck geleitet. Gefördert wird die Studie von der Deutschen Rentenversicherung Bund und dem vffr (Verein zur Förderung der Rehabilitations-forschung in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein).

Kooperationen

Mit sechs Rehabilitationseinrichtungen wurden Kooperationsvereinbarungen getroffen. Dazu gehören die MEDIAN-Kliniken in Bad Salzuflen und Bad Oeynhausen sowie die Salzetalklinik in Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen sowie die Asklepios Klinik am Kurpark in Bad Schwartau, die Reha-Klinik in Damp und das Klinikum Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein. Das Projekt wird zudem durch einen Beirat bestehend aus Vertretern/innen von Rehabilitationseinrichtungen und Rehabilitationsträgern begleitet. Das Institut für Community Medicine der Universität Greifswald steht dem Projekt mit inhaltlicher und methodischer Expertise zur Verfügung.

Ansprechpartner/-in

Bild von Ruth Deck
Prof Dr. phil. Dipl.-Soz. Ruth Deck
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Leitung, Fachbereich Rehabilitation
Telefon Lübeck: 0451 500-51211 | Fax: -51204

 

Bild von Jana Langbrandtner
Dr. Jana Langbrandtner
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon Lübeck: 0451 500-51221 | Fax: -51204