Der Browser den Sie verwenden ist sehr alt.

Wir können daher nicht sicherstellen, dass jede Funktion (Gestaltung, Bilder und zusätzliche Funktionen) dieser Internetseite im vollen Umfang zur Verfügung steht. Bitte nutzen Sie eine aktuellere Browserversion.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Startseite > Informationen für Patienten > Begleiterkrankungen

Begleitende Behandlung und Verhaltensregeln während der Strahlentherapie

Sehr geehrte, liebe Patientin,
Sehr geehrter, lieber Patient,

die Strahlenbehandlung soll Ihre üblichen Aktivitäten möglichst wenig beeinträchtigen. Meistens sind spezielle Verhaltensregeln nicht erforderlich. Wichtige Einschränkungen (z.B. Ernährung, Fahrtauglichkeit) werden wir ggf. mit Ihnen besprechen. Notwendige Hautmarkierungen bitte nicht abwaschen. Falls die Haut mitbestrahlt wird (nicht immer, aber manchmal nötig), kann eine spezielle Hautpflege nötig sein (Patienteninformation Hautpflege). Wir besprechen das dann mit Ihnen. Wenn Sie als ambulanter Patient kommen, sollten Sie einmal pro Woche mit einem unserer Ärzte sprechen, auch wenn es Ihnen gut; wir möchten uns auf jeden Fall davon überzeugen, dass Sie die Behandlung so gut wie möglich vertragen.

Unterstützende Therapien (Supportivtherapie)

Manchmal sind zusätzliche Behandlungen nötig, um die Verträglichkeit der Strahlentherapie zu gewährleisten. Dies ist bei einer prophylaktischen Nachbestrahlung (z.B. nach Brustoperation) praktisch nie erforderlich, kommt aber bei komplizierten, inoperablen Tumorerkrankungen öfter vor. Bei starkem Gewichtsverlust oder Schluckbeschwerden ist oft eine Ernährungsbehandlung erforderlich (manchmal auch über eine Magensonde, sog. PEG). Je nach Gesundheitszustand können auch Infusionen, Schmerztherapie, Antibiotika gegen Entzündungen, Medikamente gegen Übelkeit oder Blutübertragungen (Transfusionen) sinnvoll oder dringend nötig sein.

 

Was können Sie selbst tun ?

Sie selbst können während und nach der Behandlung zu Ihrer Heilung beitragen. Bitte beachten Sie folgende zusätzliche Regeln:

  • Nicht rauchen (Rauchen erzeugt Krebs, schwächt das Immunsystem und vermindert (wenn man während der Strahlentherapie viel raucht) auch die Strahlenwirkung am Tumor

  • Wenig Alkohol: der Abbau des Alkohols belastet den Körper und kann die Verträglichkeit der Behandlung verschlechtern.

  • Ernähren Sie sich gesund: frisches Obst und Gemüse, regelmäßig Fleisch und Fisch

  • Keine extrem hochdosierten Vitamingaben während der Strahlentherapie (sie könnten die Strahlenwirkung abschwächen).

  • Regelmäßige leichte körperliche Aktivität, soweit Sie sich das zutrauen, ist hilfreich (z.B. spazieren gehen). Nach Ende der Therapie ist Ausdauertraining sinnvoll, wenn Sie dies schaffen können.

  • Besprechen Sie alle Veränderungen, die Sie an Ihrem Körper bemerken (z.B. Schmerzen, Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit) mit uns oder Ihrem Hausarzt

Onkologische Rehabilitation

Oft sind Patienten nach einer intensiven Krebsbehandlung für längere Zeit geschwächt; manchmal bestehen auch nach Ende der Therapie noch für einige Wochen leichte Nebenwirkungen. Um möglichst schnell wieder gesund und leistungsfähig zu werden, kann eine spezielle Rehabilitation sinnvoll sein. Es gibt in Schleswig-Holstein mehrere auf die Nachbehandlung nach Krebserkrankungen spezialisierte Reha-Kliniken, mit denen wir zusammen arbeiten. Falls Sie diese Möglichkeit nutzen möchten, sprechen Sie uns bitte an. Wir organisieren dann eine Beratung bei unserem Sozialdienst, der alle weiteren Formalitäten für Sie erledigt.

Alternative Krebstherapien

In Zeitschriften und anderen Medien oder auch durch Mundpropaganda werden regelmäßig zusätzliche Krebstherapien angeboten, die man zusammenfassend oft als „alternative“ oder „komplementäre“ Behandlungsverfahren bezeichnet (z.B. Misteltherapie, spezielle Krebsdiäten, Wundersteine, Behandlung mit Nahrungszusatzstoffen, Schutz vor Erdstrahlen, etc.). Nach dem Stand der Wissenschaft sind diese Verfahren wirkungslos, meistens allerdings auch ohne relevante Nebenwirkungen.

Falls Sie dennoch das Bedürfnis haben, selbst aktiv etwas zusätzliches gegen Ihre Erkrankung tun zu müssen, ist das in Ordnung. Scheuen Sie sich nicht, uns auch in diesem Punkt bei Bedarf um Rat zu fragen. Sie können sicher sein, dass wir Ihnen alle Maßnahmen, die nach dem aktuellen Kenntnisstand der Medizin in Ihrem individuellen Fall hilfreich sein können, anbieten.

Noch ein Tipp: geben Sie für alternative Zusatzbehandlungen kein Geld aus, auf keinen Fall sollten Sie sich deswegen verschulden.