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Hochpräzisionsstrahlentherapie / Stereotaktische Bestrahlung

Stereotaktische Bestrahlung

In der Strahlentherapie von Krebserkrankungen werden heutzutage routinemäßig moderne Techniken eingesetzt, die eine präzise Bestrahlung des jeweiligen Zielgebietes im Körper ermöglichen (sog. dreidimensionale Konformationsbestrahlung). Dadurch konnte die Verträglichkeit der Strahlenbehandlung in den letzten Jahren wesentlich verbessert werden. Eine gewisse Unschärfe am Rand der Bestrahlungsfelder ist dabei Absicht, weil bösartige Tumoren sich mikroskopisch (und damit unsichtbar) in die Umgebung ausbreiten und auch dort eine gewisse Strahlendosis erforderlich ist.

Manchmal ist es jedoch sinnvoll, extrem präzise zu bestrahlen. Dies kommt aber nur in Frage, wenn drei Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt sind:

  • der Tumor ist relativ klein (maximal 2-3 cm Durchmesser), und man kann ihn im Röntgenbild sehr genau lokalisieren und
  • der Tumor wächst sehr gut abgegrenzt, und eine vorsorgliche Mitbestrahlung der Umgebung ist nicht nötig ist und
  • das Zielgebiet im Körper kann während der Bestrahlung exakt getroffen werden. Dazu ist eine besonders präzise Lagerung des Patienten erforderlich, und die Positionierung der Bestrahlungsfelder erfolgt mit Hilfe eines externen Koordinatensystems.

Heute werden spezielle  Linearbeschleuniger verwendet; diese bieten zahlreiche Vorteile vor allem bei kompliziert konfigurierten Zielvolumina. Der bewegliche Gerätearm (Gewicht 1 Tonne) wird dabei so präzise gesteuert, dass der Röntgenstrahl den Mittelpunkt des Zielgebietes in 1m Entfernung mit einer Ungenauigkeit von nur etwa 0,5mm trifft. Ein Vielblatt-Lammellen-Kollimator mit 120 kleinen Bleiblenden (jede davon durch einen eigenen winzigen Motor per Computer gesteuert) sorgt für die jeweils optimale Anpassung des Strahlenfeldes an das Zielgebiet.

Hochpräzisionsbestrahlungen kommen bei einer Reihe von Erkrankungen in Frage (Tabelle 1). In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass diese Verfahren eine schonende Alternative zu einer Operation darstellen können, vor allem bei Hirntumoren.. Manche, bisher als unheilbar geltende Tumoren, haben damit eine echte Heilungschance. Im Rahmen von verschiedenen Forschungsprojekten prüfen wir zurzeit, ob Hochpräzisionsbestrahlungen auch bei Tumoren außerhalb des Gehirns möglich und sinnvoll sind.

Die Klinik für Strahlentherapie am Campus Lübeck des UK-SH ist auf Präzisionsbestrahlungen spezialisiert und die führende Einrichtung für solche Spezialbehandlungen in Norddeutschland.

Hochpräzsionsbestrahlungen kommen in Frage bei:

  • Hirnmetastasen (wenn nur maximal 3-4 Herde vorliegen). Meistens ist zusätzlich eine prophylaktische Bestrahlung des gesamten Gehirns erforderlich. Bei wenigen Hirnmetastasen ist die Strahlenchirurgie für die längerfristige Beherrschung der Erkrankung im Gehirn besonders wichtig.
  • gutartigen Hirntumoren (Akustikusneurinome, Meningeome, Hypophysenadenome)
  • Tumoren der Wirbelsäule
  • kleinen, nicht-operierbaren Leber- und Lungentumoren
  • kleinen Metastasen im Körperbereich