Im Rahmen des, vom Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH) und Universitären Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg) gemeinsam veranstalteten, dritten und letzten NORD-Workshops (NORD = Northern Oncology Research & Development) in diesem Jahr entstand erneut Raum für Vernetzung und Austausch zu aktuellsten Erkenntnissen aus dem Bereich „personalisierte Präzisionsmedizin“. Die Organisatorinnen des Workshops, Prof. Susanne Sebens (Direktorin des Instituts für Experimentelle Tumorforschung in Kiel), Dr. Nina Hedemann (Leitung der Unit für 3D-Patient Avatars und Personalisierte Medizin und des NORD-Patient Avatar - 3D - Netzwerks) und Dr. Sarah Habig (Koordinatorin Strategisches Forschungsmanagement UCCSH) freuten sich über 56 Teilnehmende aus Kiel, Lübeck und Hamburg, bei der Veranstaltung mit dem Titel „Patient Avatars Moving Towards Translation“.
Als Patienten Avatare werden Tumormodelle bezeichnet, z.B. 3D-Zellkulturmodelle, wie Sphäroide, Organoide oder Organotypic Tissue Slice Cultures, die die Zusammensetzung und Biologie der Tumore in Patient*innen bestmöglich widerspiegeln. Ziel ist es, die Herstellung & Nutzung von Patienten Avatar Modellen zu standardisieren und automatisieren, um diese langfristig klinisch nutzbar zu machen, beispielsweise, um das Therapieansprechen von Patient*innen auf personalisierte Therapieempfehlungen des Molekularen Tumorboards zu testen.
Neben einer spannenden Key-Note Lecture (“Embracing Complexity: Organoids to Decode Cellular State Dynamics in Pancreatic Cancer”) von Prof. Maximilian Reichert von der TU München bot die Veranstaltung ausreichend Möglichkeit, Beteiligte aus Forschung, Klinik und Industrie miteinander zu vernetzen.
Zum Auftakt der Veranstaltung gehörte die offizielle Überreichung der zweiten Rate von 400.000 Euro aus der Erbschaft von Maria-Luise Sonntag, durch das Ministerium für allgemeine und berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.
Mit dieser einzigartigen und umfassenden finanziellen Förderung wird das UCCSH sowohl die Einrichtung einer zentralen Patienten-Avatar-Plattform weiter fördern, wie auch den onkologisch forschenden Nachwuchs durch die Einrichtung zweier Clinician-Scientist-Stellen unterstützen.
Forschende der beiden Cancer Center dürfen sich auf die Fortsetzung der NORD-Workshops in 2026 freuen.



