Je 50.000 Euro für vier Teams des UCCSH und des UCC Hamburg
Ein Förderprogramm der jeweiligen Universitären Cancer Center des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) bringt junge klinisch und naturwissenschaftlich Forschende zusammen. Das Programm „Cooperative NORD-Networking for Early Career Teams“, kurz CONNECT, ermöglicht Tandem-Teams aus dem Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH) in Kiel und Lübeck sowie dem Universitären Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg) eine gemeinsame einjährige Forschungszeit. In dieser Zeit erhalten vier Teams für ihr jeweiliges Projekt eine Förderung von 50.000 Euro.
Die geförderten Teams:
Dr. Christoph Rogmans und Dr. Nina Hedemann, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, UKSH, Campus Kiel, sowie Dr. Maximilian Pietschmann und Prof. Dr. Leticia Oliveira-Ferrer, Klinik und Poliklinik für Gynäkologie, UKE, forschen zu extrazellulären Vesikeln im Bauchwasser von Patientinnen mit Eierstockkrebs. Diese Vesikel spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Metastasen im Bauchraum. Die Forschenden arbeiten mit einem innovativen Patienten-Avatar-3D-Modell, um neue Ansätze für die Früherkennung und Behandlung dieser schwer therapierbaren Krebserkrankung zu entwickeln.
Dr. Natalia Kunz und Dr. Jasna Friščić, Institut für systemische Entzündungsforschung, UKSH, Campus Lübeck, sowie Dr. rer. nat. Francesco Siracusa und Dr. Filippo Cortesi, Institut für Entzündungsforschung und Karzinogenese, HCTI, UKE, untersuchen, wie metabolische Wechselwirkungen zwischen Krebs, Immun- und Bindegewebszellen die Entstehung und das Wachstum von Darmkrebs beeinflussen. So können potenziell neue Wege gefunden werden, den Stoffwechsel gezielt zu beeinflussen, um die Immunantwort des Körpers zu stärken und Krebstherapien zu verbessern.
Dr. Markus Vogt, Biochemisches Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, und PD Dr. Jasmin Wellbrock, II. Medizinische Klinik und Poliklinik, UKE, Hamburg, befassen sich mit der Identifikation der E3-Ubiquitin-Ligasen in der Leukämiezelle, um sie für die Entwicklung spezifischer bifunktionaler Moleküle (PROTACs) nutzbar zu machen. Diese führen zum gezielten Abbau krankheitsrelevanter Proteine und eröffnen so neue, präzise Therapieoptionen für die akute myeloische Leukämie.
Björn Brändl und Christian Rohrandt, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, UKSH, Campus Kiel, sowie Dr. Ann-Kristin Afflerbach, Bioinformatik Core Facility, UKE, und Dr. Lena Behrmann, Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, UKE, wollen mit Hilfe der Nanopore-Sequenzierung die genetischen und epigenetischen Veränderungen bei T-Zell-Leukämien im Kindesalter erfassen. Ziel ist es, neue Risikofaktoren zu identifizieren und damit neue Therapieoptionen aufzuzeigen.
Finanziell unterstützt wird CONNECT vom Land Schleswig-Holstein und vom Hamburger Mildred Scheel Nachwuchszentrum.
UCCSH und UCC Hamburg
Das Universitäre Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH) ist der Zusammenschluss aller onkologisch tätigen Einrichtungen des UKSH mit den Standorten Kiel und Lübeck, getragen durch die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und die Stiftungsuniversität zu Lübeck. Als führendes überregionales Krebszentrum in Schleswig-Holstein bietet es für Patientinnen und Patienten mit bösartigen Tumorerkrankungen eine interdisziplinäre Versorgung auf höchstem Niveau unter Einbeziehung neuester onkologischer Forschungsergebnisse und der Möglichkeit zur Teilnahme an klinischen Studien aller Entwicklungsphasen.
Das Universitäre Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg), seit 2009 als onkologisches Spitzenzentrum (CCC) etabliert, vereint alle an Diagnostik, Therapie und Forschung beteiligten Kliniken und Institute innerhalb des UKE und arbeitet in Hamburg mit zahlreichen Partnern in Krankenversorgung und Wissenschaft zusammen. Gemeinsam mit dem UCC Hamburg strebt das UCCSH den Status eines onkologischen Spitzenzentrums (CCC) an.
Pressekontakt
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Universitäres Cancer Center Schleswig-Holstein
Klinik für Innere Medizin II,
Prof. Dr. Claudia Baldus, Tel.: 0431 500-22501, claudia.baldus@uksh.de
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