Anlässlich des Weltbrustkrebstags fand am UKSH, Campus Lübeck, eine eindrucksvolle Informationsveranstaltung für Patientinnen, Angehörige und Fachkreise statt. Das vielfältige Programm spannte einen Bogen von medizinischer Aufklärung über komplementäre Unterstützung bis hin zu individuellen Erfahrungsberichten – getragen von einem starken Gemeinschaftsgefühl.
Der Aktionstag begann mit einem gut besuchten Patientinnen-Workshop „Selbsthilfe bei Brustkrebs: Akupressur zur Linderung von Nebenwirkungen“ unter der Leitung von Henriette Princk und Dr. rer. nat. Jörg Riedl. Die Teilnehmerinnen erhielten praktische Impulse zur Eigenanwendung dieser Methode.
Anschließend bot sich Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung von Partnern der Industrie, Selbsthilfegruppen und Stiftungen, bevor das symbolische Aufsteigen von mit Helium befüllten pinken Herzballons den Auftakt zu den Grußworten und Impulsvorträgen aus der Medizin, Wissenschaft und Politik bildete.
Im Rahmen der feierlichen Begrüßung führten Prof. Dr. med. Rody und Prof. Dr. med. Maggie Banys-Paluchowski durch ein hochkarätig besetztes Grußwortprogramm. Der CEO des UKSH Prof. Dr. Dr. Jens Scholz, Präsident der Universität zu Lübeck Prof. Dr. Helge Braun, Gesundheitsministerin Prof. Dr. Kerstin von der Decken, Generalsekretär der SPD Tim Klüssendorf sowie die Sozialsenatorin der Hansestadt Lübeck Pia Steinrücke betonten unter anderem die Bedeutung des Mammographie-Screenings, die Vorteile einer Behandlung in einem zertifizierten Brustkrebszentrum mit nachweislich besseren Therapieergebnissen sowie die Notwendigkeit einer starken und verlässlichen Versorgungsstruktur für Patientinnen mit Brustkrebs. Sehr persönliche Worte fanden Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die Landtagsabgeordnete der Bündnis 90/Grünen-Fraktion aus Mecklenburg-Vorpommern Frau Anne Shepley, die beide sehr persönlich von dem Umgang mit ihrer eigenen Erkrankung sprachen.
Im anschließenden Vortragsprogramm wurden verschiedenste therapeutische und begleitende Angebote für Patientinnen mit Brustkrebs vorgestellt. Themen wie Brustwiederaufbau, gesunde Ernährung, Antihormontherapie oder Polyneuropathie wurden durch Expert*innen anschaulich vermittelt. Auch kulturelle und psychologische Aspekte fanden Beachtung – etwa in Beiträgen zur heilenden Wirkung von Kunst, körperlicher Bewegung oder zur Stärkung der eigenen Ressourcen durch Coaching und Selbsthilfe.
Mit über 20 Beiträgen von Ärzt*innen, Pflegekräften und weiteren Fachpersonen wurde deutlich: Die Behandlung von Brustkrebs erfordert ein interdisziplinäres und ganzheitliches Vorgehen.
Ein emotionaler Höhepunkt bildete der stimmungsvolle Ausklang des Abends. Die Stadtwerke Lübeck stellten für alle Teilnehmenden einen kostenfreien Transfer zum illuminierten Holstentor zur Verfügung, das anlässlich des Weltbrustkrebstags in kräftigem Pink erstrahlte. Dieses starke visuelle Zeichen setzte ein klares Signal der Solidarität und Hoffnung für alle von Brustkrebs Betroffenen und ihre Angehörigen.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie sich medizinische Fachkompetenz, empathische Begleitung von Patientinnen und gesellschaftliches Engagement wirkungsvoll miteinander verbinden lassen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Mitwirkenden, Referierenden, Unterstützer*innen und Besucher*innen, die diesen besonderen Tag mit ihrem Engagement, ihrer Expertise und ihrer Offenheit zu einer so bereichernden und bewegenden Veranstaltung gemacht haben.

