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Sektion für hämatologische Spezialdiagnostik

Hämatologie Labor Campus Kiel

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Das Hämatologie Labor Kiel beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren mit der spezialisierten Diagnostik und Verlaufsbeurteilung von hämatologischen Neoplasien. Neben konventionellen Methoden wie der Zytomorphologie und der Immunzytologie stehen uns hierzu innovative Technologien der molekularen und durchflusszytometrischen Diagnostik zur Verfügung. In vielen nationalen und internationalen Kooperationen arbeiten wir ständig an der Verbesserung und Validierung dieser Methoden. Zusätzlich sind wir aktiv als Referenzlabor verschiedenster Studiengruppen beteiligt an einer optimierten Integration spezialisierter Diagnostik in innovative Therapieprotokolle. Uns hilft hierbei die enge Verzahnung von Mitarbeitern, die ihren Schwerpunkt in der spezialisierten Labordiagnostik haben, forschenden Wissenschaftlern und klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten.

Neben der Diagnosesicherung, der differentialdiagnostischen Einschätzung und der Prognoseeinschätzung ist ein weiterer diagnostischer Schwerpunkt des Labors die sensitive Erfassung der minimalen Resterkrankung bei hämatologischen Neoplasien, die gerade vor dem Hintergrund immer komplexer werdender Diagnostik und Therapien ein Integral zur Erfassung der Therapieeffektivität und ein Tool zur Therapiesteuerung für den individuellen Patienten darstellt.

Im Rahmen der externen Qualitätssicherung nehmen wir regelmäßig an Ringversuchen und Laborvergleichen, aber auch an Qualitätssicherungsmaßnahmen für die hochspezialisierte hämatologische Diagnostik in internationalen Konsortien wie EuroFlow, EuroClonality oder EuroMRD teil. Bereits seit 2010 ist das Labor gemäß der DIN EN ISO 15189 „Medizinische Laboratorien – Besondere Anforderungen an die Qualität und Kompetenz“ für die von uns angebotene Diagnostik durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditiert.

Das Hämatologie Labor Kiel ist Teil des Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH) der UKHS.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Leitung der Sektion

Prof. Dr. med. Monika Brüggemann

Sektion für hämatologische Spezialdiagnostik
Sektionsleitung
Tel.: 0431 500-24980Fax: 24974

Stellvertretende Leitung der Sektion

Prof. Dr. med. Christiane Pott

Klinik für Innere Medizin II mit den Schwerpunkten Hämatologie und Onkologie
Stellvertretende Direktorin, Leiterin des Schwerpunktes Lymphome
Tel.: 0431 500-22516Fax: 22508

Leitung Zytomorphologie

Dr. med. Dominique Wellnitz

Klinik für Innere Medizin II mit den Schwerpunkten Hämatologie und Onkologie
Oberärztin, Leiterin der interdisziplinären Therapieambulanz, Leitung Zytomorphologie
Tel.: 0431 500-22529Fax: 22554

Leitung Molekulargenetik

Dr. med. Thomas Stübig

Sektion für hämatologische Spezialdiagnostik
Leitung Molekulargenetik, Oberarzt der Sektion
Tel.: 0431 500-24992Fax: 24974

Leitung Durchflusszytometrie

Dr. med. Matthias Ritgen

Klinik für Innere Medizin II mit den Schwerpunkten Hämatologie und Onkologie
Oberarzt, Leiter der interdisziplinären Tumorambulanz, Leitung Durchflusszytometrie
Tel.: 0431 500-22511Fax: 22554

Leistungsspektrum des Hämatologie Labor Kiel – Sektion für hämatologische Spezialdiagnostik

Das Hämatologie Labor Kiel der Klinik für Innere Medizin II, Onkologie und Hämatologie bietet ein umfassendes Spektrum sowohl konservativer als auch innovativer Methoden zur Lymphom- und Leukämiediagnostik an.

Ziel ist dabei eine exakte Charakterisierung der Leukämie, da dies die Voraussetzung für eine optimale Therapie darstellt.

Unser erklärtes Ziel ist es, Ärztinnen und Ärzten wie Patientinnen und Patienten eine optimale Dienstleistung anzubieten. Angesichts der rasanten Entwicklungen auf dem Gebiet der hämatologischen Spezialdiagnostik ist dies eine große Herausforderung. Wir stellen uns dieser Aufgabe mit der exzellenten fachlichen Kompetenz unseres Teams, unserer langjährigen Erfahrung in der hämatologischen Diagnostik sowie Investitionen in modernste Technologien.

Zytomorphologie

Die zytomorphologische Beurteilung von Knochenmark- und Blutausstrichen ist die Basisdiagnostik bei dem Verdacht auf eine hämatologische Erkrankung. Sie stellt die Weichen für einen sinnvollen Einsatz von speziellem Zusatzuntersuchungen wie Immunphänotypisierung, Zytogenetik und Molekulargenetik.

Molekulargenetik

Molekulargenetische Analysen stellen heute einen unverzichtbaren Bestandteil in der Diagnostik und Verlaufsbeurteilung hämatologischer Erkrankungen dar. Genetische Marker erlauben bei vielen Erkrankungen eine präzise Diagnostik durch den Nachweis der pathogenetisch relevanten Läsion auf molekularer Ebene.

Die molekulare Diagnostik stellt eine wichtige Ergänzung der Zytogenetik und molekularen Zytogenetik dar. Eine ständig zunehmende Zahl von prognostischen und therapeutisch relevanten genetischen Alterationen ist ausschließlich mittels molekulargenetischer Methoden identifizierbar. Hierzu gehören zum Beispiel Mutationen in der ABL-Kinase, die bei Patienten mit CML weitreichende therapeutische Bedeutung besitzen.

Ein Schwerpunkt des Kieler Labors ist die Quantifizierung von minimaler Resterkrankung (MRD) mit hoher Sensitivität und Spezifität für Leukämien und Lymphome. Die MRD Diagnostik erlaubt eine hochpräzise Therapiesteuerung.

Das Methodenspektrum umfasst alle modernen molekulargenetischen Verfahren. Hierzu gehören die qualitative und quantitative PCR, Fragmentanalysen, Schmelzkurvenanalysen sowie die Nukleotidsequenzierung. Bei Erstdiagnose führen wir ein krankheitsspezifisches Screening durch, um prognostisch und diagnostisch relevante molekulare Marker zu identifizieren. Die Marker werden im weiteren Verlauf für die Quantifizierung der minimalen Resterkrankungen genutzt.

Durchflusszytometrie

Durchflusszytometrische Untersuchungen stellen für die meisten hämatologischen Krankheitsbilder den zweiten Schritt in der Diagnostikkette dar und folgen hier auf die zytomorphologische Beurteilung von Knochenmarkspiraten und Blutausstrichen.

Bei der Erstdiagnose einer hämatologischen Erkrankung ermöglicht die Durchflusszytometrie oft die rasche Diagnose: Akute Leukämien können sicher in Akute Lymphatische Leukämien (und deren Subtypen), in Biphänotypische Akute Leukämien und in Akute Myeloische Leukämien unterteilt werden.

Außerdem ist es möglich, die Chronische Lymphatische Leukämie der B-Zell-Reihe (CLL) und die Haarzellleukämie von weiteren Non-Hodgkin-Lymphomen der B- und T-Zell-Reihe abzugrenzen.

Für viele weitere Non-Hodgkin-Lymphome (Follikuläre Lymphome, Mantelzelllymphome u.a.) liefert der durchflusszytometrisch bestimmte Immunophänotyp einen wichtigen diagnostischen Baustein.

Wegen ihrer hohen Sensitivität gewinnt die Durchflusszytometrie zunehmend Bedeutung bei der Ausbreitungsdiagnostik von Non-Hodgkin-Lymphomen in Blut und Knochenmark. Hier kann das Verfahren oft die Präzision des Stagings entscheidend verbessern und so helfen, die Therapieoptionen patientengerecht zu gestalten.

Bei der CLL ist die Durchflusszytometrie inzwischen zu einem international akzeptierten Verfahren zur Bestimmung der Minimalen Resterkrankung geworden - unter anderem aufgrund von Forschungsergebnissen aus unserem Labor.

Im Labor wurden Verfahren zur simultanen Untersuchung von bis zu 12 unterschiedlichen Molekülen auf einer Zelle etabliert (12-Farben-Durchflusszytometrie) und im Rahmen von internationalen Konsortien evaluiert.

Leistungen per Krankheitsentität

  • ALL (Akute Lymphatische Leukämie)

  • CLL (Chronische Lymphatische Leukämie)

  • CML (Chronische Myeloische Leukämie)

  • Maligne Lymphome