Campus Kiel - Haus L_Karl-Lennert-Krebscentrum

Therapie

Jeder Fall wird bei uns in einer gemeinsamen Konferenz der Spezialisten der Pulmologie, Thoraxchirurgie, Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie, Pathologie und weiteren Partnern des UCCSH individuell besprochen. Anhand der verschiedenen Befunde wird das individuelle Tumorstadium ermittelt und auf dieser Basis das beste Behandlungskonzept erstellt.

Sofern es sich um ein früh diagnostiziertes Stadium handelt, steht die chirurgische Therapie im Vordergrund. In seltenen Fällen wird der OP eine Bestrahlung oder Chemotherapie vorangestellt, um die Operationsbedingungen für den Chirurg zu optimieren. In Fällen mit begrenzter Tumorerkrankung, wo operative Verfahren aufgrund der Lage des Tumors oder der unzureichenden Lungenfunktion nicht möglich sind, ist ggf. eine Behandlung mittels einer kombinierten Chemo- und Strahlentherapie denkbar. In seltenen Fällen ist auch der Einsatz der sogenannten Strahlenchirurgie (Cyber-Knife) möglich. Bisweilen können auch einzelne Metastasen mit gutem Ergebnis behandelt werden. Dies ist jedoch weiterhin eine Ausnahme.

In allen fortgeschrittenen Stadien, die in der Regel durch eine ausgedehnte Streuung des Tumors gekennzeichnet ist, kann eine Heilung leider nicht mehr erwartet werden. Hier muss sich die Therapie auf eine Symptomlinderung bzw. Krankheitsstabilisierung beschränken. Dazu stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Führend ist hierbei die systemische Therapie, die überwiegend aus einer Chemotherapie besteht.

Alle Patienten werden kontinuierlich von kompetenten Ärzten begleitet, Anpassungen der Therapie an individuelle Bedürfnisse (z.B. in Abhängigkeit von Nebenwirkungen oder Ansprechverhalten des Tumors) sind jederzeit möglich. Selbstverständlich sind auch erfahrenen Mitarbeiter der Psychoonkologie, des Sozialdienstes, der Physiotherapie und der Schmerztherapie beteiligt. Die außerklinische Behandlung und Nachsorge wird individuell erörtert und geplant.