Eine präzise Diagnostik ist die Grundlage jeder erfolgreichen Behandlung. Ziel ist es, das genaue Tumorstadium zu bestimmen und eine individuell passende Therapie zu planen.
Am Peniskarzinomzentrum Campus Kiel kommen sämtliche modernen diagnostischen Verfahren zum Einsatz. Bereits zu Beginn steht die gründliche körperliche Untersuchung, bei der der Penis sorgfältig inspiziert und abgetastet wird. Auch die Leistenregion wird untersucht, um mögliche vergrößerte oder verhärtete Lymphknoten frühzeitig zu erkennen. Diese Untersuchung liefert häufig entscheidende Hinweise auf die Tumorausdehnung und das Stadium.
Ergänzend werden – abhängig von der klinischen Situation – folgende Verfahren eingesetzt:
Hochauflösender Ultraschall des Penis und der Leistenregion
Magnetresonanztomographie (MRT) zur Beurteilung der lokalen Tumorausdehnung
Computertomographie (CT) oder PSMA-PET/CT bei Verdacht auf Lymphknoten- oder Organmetastasen
Feinnadelbiopsie oder Lymphknotenexstirpation zur histopathologischen Sicherung
Molekulare und immunhistochemische Analysen, z. B. HPV-Testung, p16-Expression, PD-L1-Status
Alle Befunde werden interdisziplinär im Tumorboard des UCCSH besprochen, um die individuell optimale Therapieempfehlung festzulegen.

